Corona-Impfzentrum in Augsburg, Bayern. Symbolbild.Foto: iStock

„Die Impfpflicht hat das Potenzial, krachend zu scheitern“

Epoch Times14. Januar 2022 Aktualisiert: 14. Januar 2022 13:12

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, zweifelt an der praktischen Umsetzbarkeit einer allgemeinen Impfpflicht. „Die Impfpflicht hat das Potenzial, krachend zu scheitern“, sagte Gassen dem „Spiegel“. Die Einführung eines Impfregisters würde lange dauern, so der Mediziner.

Am Ende käme es möglicherweise wieder auf den öffentlichen Gesundheitsdienst an, der das Register pflegen, Ungeimpfte anschreiben und einladen müsse, dazu Impftermine organisieren – und nachfragen, wenn keine Rückmeldung erfolge.

„Ich wüsste nicht, wie das bundesweit einheitlich funktionieren soll“, sagte Gassen. „Die Gesundheitsämter sind jetzt schon überfordert damit, verlässlich die aktuellen Infektionszahlen zu melden.“

Gassen hält Impfpflicht für überflüssig

Der KBV-Chef hält hohe Impfquoten zwar für nötig, eine Impfpflicht aber für überflüssig. Bei den besonders gefährdeten Älteren sei die Impfquote ohnehin vergleichsweise hoch, bei den Über-60-Jährigen liegt sie bei rund 88 Prozent, so Gassen.

„Und diejenigen, die sich bis jetzt noch nicht haben impfen lassen, überzeugen wir mit anderen Mitteln wahrscheinlich besser.“ Menschen mit Migrationshintergrund beispielsweise erreiche man eher über direkte Ansprache und Aufklärung.

„Hardcore-Impfverweigerer dagegen würden im Zweifel lieber publikumswirksam gegen einen Bußgeldbescheid klagen, als sich wegen einer Pflicht eine Spritze setzen zu lassen“, sagte der KBV-Chef.

Von der Pandemie hinein in die Endemie

Des Weiteren könnte das Coronavirus durch die rasante Verbreitung der Omikron-Variante endemisch werden. Der Virologe Christian Drosten bezeichnete die Omikron-Variante als „ein Nachdurchseuchungsvirus“ und im Grunde „perfektes erstes endemisches Virus“. Denn Omikron verbreitet sich schnell, verursacht aber offensichtlich weniger schwere Erkrankungen.

Während sich eine Pandemie über Länder und Kontinente hinweg ausbreitet, werden Krankheiten oder Erreger als endemisch bezeichnet, die dauerhaft und gehäuft in einer begrenzten Region oder in Teilen der Bevölkerung vorkommen. Dabei kann es saisonale Schwankungen geben. Ein klassisches Beispiel dafür ist die Malaria.

Im Fall von Sars-Cov-2 bedeutet der Eintritt in eine Endemie, dass das Virus bleibt – die Menschen müssen damit leben, es wird aber für die Gesamtbevölkerung weniger gefährlich. (dts/afp/dl)



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