Grünen-Parteitag attackiert FDP – wenig Selbstkritik

Kritik an der eigenen Parteiführung gab es nur vereinzelt und von der Basis. Auch die Selbstkritik bei den Grünen scheint kurz gewesen zu sein. Dafür wurde die FDP attackiert, sie sei eine "rechte, bürgerliche Protestpartei".
Titelbild
Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth beim Parteitag der Grünen, 25. November 2017 in Berlin.Foto: Adam Berry/Getty Images
Epoch Times25. November 2017

Mit Attacken in Richtung der FDP und nur wenig Selbstkritik haben die Grünen am Samstag die gescheiterte Jamaika-Sondierung aufgearbeitet.

Die FDP sei eine „rechte, bürgerliche Protestpartei“ und „wohlstandschauvinistisch“, sagte Grünen-Unterhändler Jürgen Trittin. Strategie der FDP sei es, rechts von der Union Stimmen einzusammeln.

Auch Parteichef Cem Özedmir warf der FDP vor, deren Ausstieg aus den Verhandlungen sei nicht inhaltlich, sondern rein taktisch begründet gewesen.

Kritik an der eigenen Parteiführung gab es nur vereinzelt und von der Basis: Wenn sich Union, FDP und Grüne auf die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen geeinigt hätten, wäre dieser Parteitag sicher ein anderer geworden, sagte ein Delegierter, nachdem sich das Sondierungsteam zuvor ausführlich selbst gefeiert hatte.

Eine Rednerin warf den Grünen-Sondierern vor, die Zahl von maximal 200.000 Flüchtlingen in den Verhandlungen akzeptiert zu haben, auch wenn sie letztlich flexibel und nicht wirksam geworden wäre. Hierbei handele es sich um „rechte Symbolpolitik“, für die sich die Grünen hätten einspannen lassen. (dts)

Katrin Göring-Eckardt (R) und Cem Özdemir in Berlin, 25. November 2017. Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP/Getty Images



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