Hamburger kritisieren falsche RKI-Zählweise – Rechtsmediziner: „COVID-19 ist nur im Ausnahmefall eine tödliche Krankheit“

Von 6. April 2020 Aktualisiert: 12. Mai 2020 11:08
„COVID-19 ist nur im Ausnahmefall eine tödliche Krankheit, in den meisten Fällen jedoch eine überwiegend harmlos verlaufende Virusinfektion“, sagte Professor Dr. Klaus Püschel, Facharzt für Rechtsmedizin und Institutsdirektor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.

In Hamburg ticken die Uhren anders inmitten der Corona-Krise. Die bunte Metropole an der Alster, die für ihre Reeperbahn berühmt ist, scheint der Zählweise des Robert-Koch-Instituts (RKI) zum neuartigen chinesischen Virus ein Schnippchen zu schlagen.

Hamburg hat seine eigene Methode entwickelt. Während in der Statistik der obersten staatlichen Gesundheitsbehörde, dem RKI, automatisch jeder mit COVID-19 Infizierte als Corona-Todesfall zählt, weicht die Gesundheitsbehörde der Stadt Hamburg von dieser Methode ab. Dort werden nur die Patienten in die Corona-Statistik als Todesfall aufgenommen, die nachweislich an COVID-19 verstorben sind. Mittels Obduktion wird die genaue Todesursache bei einem zuvor positiv Getesteten untersucht.

Bei genauer Betrachtung hat diese Zählweise auf die Statistik einen gravierenden Einfluss. Während die Hamburger Gesundheitsbehörde am 1. April eine Gesamtzahl von acht Todesfällen für Hamburg meldete, gab das Robert-Koch-Institut 14 Todesfälle in seiner Statistik für Hamburg an.

Am 2. April waren es laut Hamburger Behörde elf Verstorbene, damit drei mehr am Vortrag – laut RKI noch immer 14 Personen, die mit einer COVID-Infektion verstorben waren.

Einen Tag später, am 3. April, hieß es aus Hamburg: „Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte bei 13 dieser Personen die COVID-19-Infektion als todesursächlich festgestellt werden.“ Das RKI meldete für Hamburg eine Gesamtzahl von 16 Todesfällen.

Am 4. April tauchten in der Hamburger Verwaltung 14 Todesfälle in der Statistik auf, beim RKI immer noch 16.

Die aktuelle Meldung der Hamburger vom 5. April lautet: „Laut Angaben des Instituts für Rechtsmedizin konnte bei 15 dieser Personen die COVID-19-Infektion als todesursächlich festgestellt werden. Damit ist seit der gestrigen Meldung eine weitere Person an den Folgen der COVID-19-Erkrankung gestorben.“ Das RKI meldete für Hamburg 19 Tote in seiner Statistik.

Am 6. April wurden bei der Hamburger Behörde insgesamt 18 Personen aufgeführt, bei denen die Infektion zum Tod geführt hat. Beim RKI werden hingegen weiterhin 19 Todesfälle gelistet.

Corona-Tote oder Todesfälle mit Infektion

Bei der Anzahl der Todesfälle wird beim RKI nach wie vor nicht unterschieden, ob die Menschen am oder mit dem Virus gestorben sind.

Zu dem Vorwurf, dass die Todeszahl durch diese Zählweise erhöht werde, antwortete RKI-Chef Lothar Wieler in der Pressekonferenz am 3. April, dass er dies anders sehe. „Es werden sogar mehr Menschen an COVID-19 sterben, als gemeldet werden.“ Das würde daran liegen, dass man es nicht bei jedem Menschen schaffe, ihn zu testen.

Man hätte oft den Fall, dass, wenn eine Obduktion durchgeführt werde, bei einer Person „die im Rahmen von COVID-19 gestorben ist, man im Obduktionsmaterial später das Virus gar nicht mehr nachweisen kann, aber die Person (…) im Rahmen der Infektion gestorben ist“, betonte Wieler.

RKI-Statistik liefert „verzerrtes Bild“

Wie an der Hamburger Statistik zu sehen ist, können schon geringe Abweichung die Statistik „verwässern“. Das kritisierte auch die bayerische Wissenschaftlerin Katharina Schüller im Gespräch mit Epoch Times. Sie sagte:

Um die Ausbreitung und die Dynamik von COVID-19 zu verstehen, brauchen wir nicht viele schlechte Daten, sondern wenige gute. Die schiere Zahl der Tests liefert keine belastbaren Daten, wenn sie ein verzerrtes Bild der Lage abgeben.“

Es sei schwer verständlich, warum es zielführender sein soll, weitere hunderttausende nicht-repräsentativer Tests durchzuführen – wenn man lediglich eine relativ kleine Zahl von Tests für eine gut geplante, schlanke und damit kostengünstige Studie verwenden könne, aus der wir weitaus mehr lernen könnten. „Insbesondere ließe sich sehr zeitnah erkennen, welchen Effekt die derzeitigen Einschränkungen auf die Ausbreitung haben, anstatt zwei Wochen auf die Neuinfektionen und Todesfälle warten zu müssen“, betonte Schüller.

Über 5.500 Menschen (Stand 6. April) haben bislang die Petition der Statistikerin zur Forderung nach repräsentativen SARS-CoV-2-Tests zu Studienzwecken unterschrieben.

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So beurteilt ein Hamburger Rechtsmediziner COVID-19

Dieses Virus beeinflusst in einer völlig überzogenen Weise unser Leben. Das steht in keinem Verhältnis zu der Gefahr, die vom Virus ausgeht.“

Mit diesen Worten zitiert die „Hamburger Morgenpost“ Professor Dr. Klaus Püschel, Facharzt für Rechtsmedizin und Institutsdirektor am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Der astronomische wirtschaftliche Schaden, der jetzt entstehe, sei der Gefahr, die von dem Virus ausgehe, nicht angemessen. „Ich bin überzeugt, dass sich die Corona-Sterblichkeit nicht mal als Peak in der Jahressterblichkeit bemerkbar machen wird (…).“

Im Hinblick auf die Gefährlichkeit des Virus gibt der Hamburger Rechtsmediziner für Menschen ohne Vorerkrankungen Entwarnung. „COVID-19 ist nur im Ausnahmefall eine tödliche Krankheit, in den meisten Fällen jedoch eine überwiegend harmlos verlaufende Virusinfektion“, sagte Püschel dem „Hamburger Abendblatt“.

„Durch eine starke Fokussierung auf die vergleichsweise wenigen negativen Abläufe werden Ängste geschürt, die die Menschen sehr belasten“, kritisierte Püschel. Die Fakten sehen jedoch – zumindest in Hamburg – ganz anders aus, weil alle Verstorbenen „an zuvor bestehenden schwerwiegenden inneren Erkrankungen litten“.

Ohne eine pathologische oder rechtsmedizinische Untersuchung eines Leichnams sei nicht zu unterscheiden, ob ein Todesfall in Folge einer Corona-Infektion vorliege oder ob es sich um „mit einer Corona-Infektion zufällig assoziierte andere Todes­ursache handelt“, bewertete Püschel die Situation.

Risikofaktoren für Corona-Erkrankungen

Und welche Todesursachen sind das? „Alle, die wir bisher untersucht haben, hatten Krebs, eine chronische Lungenerkrankung, waren starke Raucher oder schwer fettleibig, litten an Diabetes oder hatten eine Herz-Kreislauf-Erkrankung.“ In gewisser Weise sei das Virus der letzte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen brachte. „Wir hatten – das weiß noch keiner – auch die erste 100-Jährige, die an COVID-19 verstorben ist.“ Und insoweit seit es nicht nur der letzte Tropfen gewesen, sondern „der Allerletzte“, betonte Püschel.

Insbesondere seien alte Menschen und Patienten mit schwerer Vorerkrankungen besonders gefährdet. In nicht wenigen Fällen habe man in Hamburg festgestellt, dass die aktuelle Corona-Infektion überhaupt nichts mit dem tödlichen Ausgang zu tun habe. So lägen andere Todesursachen vorliegen, zum Beispiel eine Hirnblutung oder ein Herzinfarkt.

Es gebe viele andere Virus- und andere Erkrankungen, die „viel gefährlicher“ als die Corona-Epidemie seien. Betagten und Menschen mit Vorerkrankungen, die sich aufgrund der aktuellen Situation in Quarantäne befinden, rät der Mediziner dringend dazu, „unbedingt körperlich aktiv zu bleiben“. Wer nur zu Hause sitzt oder liegt, erhöhe die Gefahr von Thrombosen und Embolien.

Keineswegs seien „völlig gesunde Personen betroffen gewesen“, zitiert das Hamburger Abendblatt den Experten und ergänzt:

Insofern kann ich die Bevölkerung beruhigen. Es gibt keinen Grund für eine Todesangst im Zusammenhang mit der Ausbreitung der Krankheit hier in der Region Hamburg.“

Die Wurzel liegt in China

Bereits am 12. Februar bemängelte der Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke (CDU/CSU), dass aus China, wo das Virus erstmals nachgewiesen wurde, bislang kein einziger Obduktionsbericht von verstorbenen Corona-Infizierten vorläge.

Der erste Fall einer Person, die nachgewiesenermaßen an COVID-19 litt, kann bis auf den 17. November zurückverfolgt werden. Das meldete die „South China Morning Post“. Der Umgang mit der Corona-Krise durch das chinesische kommunistische Regime und die Vorgehensweise der Weltgesundheitsorganisation wird in vielen Ländern – beispielsweise vom Nachbarland Taiwan – kritisiert.

Durch Vertuschung und Missmanagement der Kommunistischen Partei Chinas war es dem Virus möglich, sich in ganz China auszubreiten und eine globale Pandemie zu verursachen.

[Anmerkung der Red.: Die Epoch Times bezeichnet das neuartige Coronavirus, das die Krankheit COVID-19 verursacht, auch als KPCh-Virus – in englisch-sprachigen Medien wird es auch CCP-Virus genannt. Mehr dazu: Leitartikel: Dem Virus den richtigen Namen geben]

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