Islamistischer Mord in Prien: „Es ist passiert, wovor wir alle Angst hatten“ – Christen und Muslime auf Trauerfeier vereint – Antifa attackiert Schweigemarsch zum Jahrestag

Von 2. May 2017 Aktualisiert: 17. Juli 2018 10:59
Sie galt als Musterbeispiel einer gelungenen Integration. Schon in ihrer Heimat konvertierte Farimah Seadie (38) zum Christentum, ließ sich protestantisch taufen. Seit Jahren lebte sie mit ihren Kindern in Deutschland, engagierte sich in der Kirchengemeinde. Nun ist die vierfache Mutter tot. Ermordet vor den Augen der jüngeren Kinder (5, 11), von einem Landsmann. Eine brutale Bluttat in aller Öffentlichkeit - eine Hinrichtung, ein islamistischer Terror-Akt. Am 4. Mai 2017 wurde sie in Prien beigesetzt. In der Trauer vereint: Christen und Muslime.

Am 30. April 2018 kam es während eines Schweigemarsches in Prien am Chiemsee anlässlich des ersten Jahrestag der Ermordung der afghanischen Christin Farimah Seadie zu Auseinandersetzungen zwischen rund 30 Linksextremisten der Antifa und der den Trauerzug schützenden Polizei, als die Autonomen gegen 18 Uhr versuchten, die Polizeiabsperrung zu durchbrechen.

„Nach wenigen Minuten war der Aufruhr beendet“, meldete „Rosenheim24“. Die vom „Bündnis Chiemgau gegen Gewalt“ angemeldete Versammlung konnte den Schweigemarsch störungsfrei fortführen, an dessen Ende von den rund 50 Teilnehmern ein „Vaterunser“ für die zum Christentum konvertierte und ermordete Farimah S. und weitere namentlich vorgelesene ermordete Frauen gebetet. Anschließend wurden ein Gesteck und ein Kreuz vor dem Tatort am Supermarkt niedergelegt und eine Schweigeminute abgehalten. Dann löste sich die Versammlung auf.

In Trauer vereint: Christen und Muslime

Die Christin Farimah S. flüchtete vor sechs Jahren aus Afghanistan. In Prien am Chiemsee fand die vierfache Mutter eine neue Heimat, fühlte sich sicher – ein Trugschluss:

Donnerstagvormittag, 4. Mai 2017: Rund 200 Trauergäste geleiten die ermordete afghanische Christin Farimah S. – brutal von einem muslimischen Landsmann, Hamidullah M. (29), dahingemetzelt – zu ihrer letzten Ruhe.

Der Friedhof füllt sich mit Verwandten und Freunden der Ermordeten, mit Flüchtlingshelfern und Flüchtlingen. Zahlreiche Bewohner von Prien sind auch gekommen.

Die „Münchener Abendzeitung“ zitiert den Pfarrer:

Es ist genau das passiert, wovor wir alle Angst hatten, ein Mord, der Vorurteile und Ängste schürt. […] Wir stehen hier gemeinsam am Sarg, Christinnen und Christen jeder Konfession, Menschen muslimischen Glaubens, Bürgerinnen und Bürger …“

(Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth)

Die beiden jüngsten Kinder, zwei Jungs im Alter von fünf und elf Jahren, evangelisch getauft, die Augenzeugen des Mordes an ihrer Mutter wurden, werden von ihren Taufpatinnen in dieser schweren Stunde gestützt und getröstet. Die Jungs leben nun bei ihnen, sie seien wie Großmütter für die beiden geworden, erklärte Pfarrer Wackerbarth.

Der Sarg steht vor der Kirche aufgebahrt. Ein Lied wird gespielt, „I surrender“ von Hillsong, das Lieblingslied von Farimah, berichtet die „Bild“.

Nach der 45-minütigen Trauerfeier folgten die Menschen dem Sarg zum Friedhof, wo die Beisetzung stattfand.

Farimah hat ihr Christsein mit dem Leben bezahlt – so müssen wir vermuten. Aber Farimah hat auch ihr Recht auf Selbstbestimmtheit und Freiheit mit dem Leben bezahlt.“

(Pfarrer Karl-Friedrich Wackerbarth)

Auch der parteilose Bürgermeister von Prien, Jürgen Seifert, war gekommen. „Wir sind fassungslos.“ Der gewaltsame Tod habe die Gemeinde in ihrer Mitte getroffen. Mit bewegter Stimme sprach der Bürgermeister am Grab:

Das Schlimmste war, dass die Kinder die Tat mit ansehen mussten. […] Sie war jedem gegenüber ein Vorbild von gelungener und gelebter Integration.“

(Bürgermeister Seifert, parteilos)

Laut der „Abendzeitung“ ist die Situation vor Ort von Schmerz und Verzweiflung geprägt: „Schreie sind zu hören, Menschen sinken in Tränen aufgelöst am Grab nieder“, schreibt das Blatt.

Es hat eine Frau getroffen, die ein so wichtiges Bindeglied zwischen den Kulturen und Religionen war; durch ihren Fleiß, ihre Freundlichkeit und ihre optimistische Haltung.“

(Pfarrer Wackerbarth)

[Video-Bericht des „BR“ zur Beisetzung]

Am Tatort legen immer noch Menschen Blumen, Kerzen und Briefe ab, niemand gehe unberührt vorbei, heißt es.

Grausame Hinrichtung am Supermarkt

Später Sonntagnachmittag, 30. April 2017, im Luftkurort Prien am Chiemsee (10.000 Einwohner): Die Polizei wird gegen 19 Uhr zu einem grausamen Mord zum Parkplatz des Lidl-Marktes in der Franziska-Hager-Straße gerufen.

Ein abgelehnter Asylbewerber aus Afghanistan (29) lauert der einzigen afghanischen Christin (38) im Ort auf, als sie mit ihren beiden Kindern (5, 11) vom Einkaufen aus dem Supermarkt kommt. Die Frau war bereits in ihrer Heimat vom Islam wegkonvertiert zum Christentum. Laut „IGFM“ (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) eine Todsünde: „Wer sich von euch trennt (oder von euch abfällt), der soll sterben“, so die Überlieferungen der Muslime laut der Menschenrechtsorganisation.

Vom Prinzip her war die Mordtat in Prien eine Hinrichtung auf einem öffentlichen Platz. Der Mörder griff die Frau von hinten an, stach ihr mit dem Messer in den Kopf und schnitt ihr die Kehle durch. Dem Killer war es dabei völlig egal, dass die beiden Kinder die Hinrichtung ihrer Mutter direkt erleben mussten.

Klassischer Religions-Mord

Die Frau lebte seit Jahren mit ihren Kindern in Deutschland, hatte eine Wohnung. Der Täter kam 2013 ins Land, hatte lediglich eine Duldung und lebte in einer Gemeinschaftsunterkunft in Prien. Prien ist klein, die afghanische Community kennt sich, auch Täter und Opfer kannten sich, jedoch nur flüchtig.

Laut „insalzach24“ hat die Polizei inzwischen die Ermittlungen auf eine religiöse Straftat fokusiert, auch die Polizei geht nicht von Eifersucht als Motiv aus, auch nicht von einer Beziehungstat. Der Täter ist inzwischen geständig, schweigt jedoch noch zum Motiv.

Laut dem „Oberbayerischen Volksblatt“ hatte sich die Frau bereits vor Jahren von ihrem Mann (50), dem Vater der Kinder, scheiden lassen. Seit zwei Wochen hatte sie einen neuen Freund, einen Deutschen, der zur Tatzeit beruflich im Ausland war. Am Sonntag wollten sie in der Wohnung der Frau zusammen kochen, dafür der Einkauf.

Der älteste Sohn der Ermordeten bestätigte der „Bild“:

Meine Mutter kannte den Mann nicht. Man hat sich gegrüßt, mehr nicht.“

(Peymann S., 20, ältester Sohn des Opfers)

Er habe gehört, dass der 29-Jährige seiner Mutter Farimah gezielt vor dem Supermarkt aufgelauert haben soll, so das Blatt weiter.

Die einzige Christin unter den Afghanen in Prien

Die „Bild“ sprach mit der Schwester der ermordeten Frau, die mit ihrer Familie vor sechs Jahren nach Deutschland flüchtete. In Prien am Chiemsee fand die vierfache Mutter eine neue Heimat, fühlte sich sicher – ein Trugschluss.

Die Schwester der 38-Jährigen kam aus Essen angereist. Die 31-jährige Somi A. ist überzeugt:

Meine Schwester musste sterben, weil sie Christin wurde.“

(Angehörige des Opfers)

Sie habe sich vor acht Jahren evangelisch taufen lassen: „Auf einer Reise in den Iran hatte sie einen Priester getroffen, der sie vom Christentum überzeugt hat. Farimah war die einzige konvertierte Christin unter den Afghanen in Prien.“

Ich habe gehört, dass der Täter seine Tat angekündigt haben soll. Er war wütend, weil er abgeschoben werden sollte. Er wusste, dass meine Schwester Christin war. Er hat sie auf dem Weg zur Kirche gesehen.“

(Somi A., 31, Schwester des Opfers)

Augenzeugen berichten

„Sowohl der Täter als auch das Opfer sind afghanische Staatsangehörige“, bestätigte die Polizeisprecherin Fiona Schwarzbraun dem Medienportal „rosenheim24“.

Eine Kundin des Supermarktes gab gerade ihre Pfandflaschen in den Automat, als sie eine Rangelei vor der Laden mitbekam.

Ich hörte angsterfüllte Schreie wie ‚Er hat ein Messer, er will sie abstechen!‘ Das war schlimm. Ein mutiger Bürger, ich weiß nicht, ob das der Polizist war, versuchte noch dazwischen zu gehen und die Frau zu retten. Alles war voller Blut, es war unfassbar schrecklich!“

(Augenzeugin zum „Merkur“)

Ein Leser von „rosenheim24“ berichtete:

Wir standen gerade an der Kasse und bezahlten, da kam ein Mann herein gerannt und schrie: ‚Da sticht einer auf eine Frau ein! Von draußen hörte man die verzweifelten Schreie der Frau!“

(Augenzeuge)

Ein Feuerwehrmann sagte: „Wir waren am Abend noch da und haben die Blutspuren von der Straße entfernt.“ Der Mann selbst war zur Tatzeit nicht vor Ort, Freunde erzählten ihm aber die traurige Geschichte…

„Er hat ein Messer!“

Der 29-jährige Afghane saß vor dem Lidl-Markt auf einer Bank, direkt gegenüber vom Eingang. Als die 38-Jährige mit den beiden Jungs im Alter von fünf und elf Jahren mit ihrem Einkaufswagen aus dem Laden kommt, steht der 29-Jährige abrupt auf.

Er sei dann von hinten auf die Frau los, habe ihr in den Kopf gestochen und die Kehle durchgeschnitten. Wie in Trance soll er dann weiter auf sein Opfer eingestochen haben. Eine unfassbar grausame Bluttat!“

(Feuerwehrmann)

Der Täter konnte von einem zufällig privat am Supermarkt befindlichen Polizisten, der vor dem langen Maiwochenende noch Einkaufen war und weiteren Passanten überwältigt werden. Dabei leistete der Mann heftige Gegenwehr.

Eine ebenfalls zufällig anwesende Krankenschwester kümmerte sich um die stark blutende Frau als Ersthelferin.

Menschen standen um den Ort der Tat, manche weinten, manche schrien vor Entsetzen: „Er hat sie erstochen, einfach erstochen“, so das „OVB“.

Das Kriseninterventionsteam nahm die beiden Kinder in Obhut, die den grausamen Angriff auf ihre Mutter mit ansehen mussten.

Wenn man nur daran denkt, wie klein Prien ist und jetzt passiert so etwas schon bei uns, das ist unglaublich traurig. Es traut sich ja niemand mehr wirklich aus dem Haus!“

(Feuerwehrmann)

Verdeckter Terror-Akt in Prien?

Zusammenfassend gesehen: Die Frau konvertierte zum Christentum, flüchtete nach Deutschland, lebte hier als einzige Christin unter den Afghanen im beschaulichen Prien mit ihren Kindern in einer Wohnung.

Der Täter, ein afghanischer Moslem, lebte erst seit Kurzem in Deutschland und somit im Asylheim. Er sollte abgeschoben werden. Er kannte laut dem Sohn die Frau nicht näher, die in einer Beziehung mit einem Deutschen stand.

Die Europäische Union geht laut der „Bundeszentrale für politische Bildung“ davon aus:

Jeder Mitgliedstaat trifft die erforderlichen Maßnahmen, um sicherzustellen, dass die unter den Buchstaben a) bis i) aufgeführten, nach den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften als Straftaten definierten vorsätzlichen Handlungen, die durch die Art ihrer Begehung oder den jeweiligen Kontext ein Land oder eine internationale Organisation ernsthaft schädigen können, als terroristische Straftaten eingestuft werden, wenn sie mit dem Ziel begangen werden,

  • die Bevölkerung auf schwer wiegende Weise einzuschüchtern oder
  • öffentliche Stellen oder eine internationale Organisation rechtswidrig zu einem Tun oder Unterlassen zu zwingen oder
  • die politischen, verfassungsrechtlichen, wirtschaftlichen oder sozialen Grundstrukturen eines Landes oder einer internationalen Organisation ernsthaft zu destabilisieren oder zu zerstören:

a) Angriffe auf das Leben einer Person, die zum Tode führen können […]

[Auszug aus dem Rahmenbeschluss des Rates vom 13. Juni 2002 zur Terrorismusbekämpfung, http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=celex:32002F0475 (31. 5. 2016)]

Übrigens:

Laut „chiemgau24“ wurde der Afghane nach der Tat in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Wieder mal war also ein Mord die Tat eines „psychisch Kranken“.

An dieser Stelle darf die Frage wohl gerechtfertigt sein, ob nicht jeder Mörder auf die eine oder andere Weise „psychisch krank“ und abnormal ist.

Siehe auch:

Regensburg: Asylbewerber vor Gericht – Junger Frau Messer in den Rücken gerammt, weil sie ihn zurückwies

Bielefeld: Hammer-Attacke in Sprachschule – Iraker (51) schlägt auf Ehefrau ein

Mysteriöser Messermord: Kickboxer singt weinend französische Nationalhymne, ruft „Allahu Akbar“ und tötet

Schweden nach Mord an Flüchtlingshelferin: Gemeinderat verbietet Trauerfeier

 

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