Volkmarsen: Verdächtiger wegen Mordversuchs in U-Haft – Motiv weiter unklar

Epoch Times25. Februar 2020 Aktualisiert: 26. Februar 2020 13:20
Ein Autofahrer fährt während des Rosenmontagsumzugs im nordhessischen Volkmarsen in die Menge. Zahlreiche Menschen werden verletzt, darunter auch Kinder. Was trieb den Mann an?

Das Motiv für die Autoattacke auf Besucher des Rosenmontagszugs im nordhessischen Volkmarsen mit mehr als 60 Verletzten ist weiterhin unklar. Es liege bislang noch keine Aussage des Verdächtigen vor, sagte ein Sprecher der Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch über den Ermittlungsstand. „Die Motivlage ist offen“, betonte er. „Wir können nichts ausschließen.“

Ein 29-Jähriger aus Volkmarsen war am Montag mit seinem Auto in Zuschauer des örtlichen Rosenmontagsumzugs gefahren. Dabei wurden 61 Menschen verletzt, darunter mindestens 20 Kinder. Über die Schwere der Verletzungen wurden keine genaueren Informationen veröffentlicht. Es war aber klar, dass es auch mehrere Schwerverletzte gab.

Der Fahrer, der noch am Ort des Geschehens festgenommen wurde, sitzt inzwischen wegen des Verdachts des versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler war er bei der Fahrt wohl nicht betrunken. Nach dem Vorfall schloss das hessische Innenministerium in Wiesbaden einen Anschlag nicht aus.

+++ Newsticker +++

Gegen den 29-jährigen Verdächtigen, der mit einem Pkw am Montag in eine Zuschauermenge bei einem Rosenmontagsumzug im hessischen Volkmarsen nahe Kassel gefahren sein soll und dabei mehrere Menschen verletzt haben soll, ist durch das Amtsgericht Kassel Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes angeordnet worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Dienstagabend mit. Zudem werde dem „dringend tatverdächtigen“ 29-Jährigen gefährliche Körperverletzung und gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr vorgeworfen, hieß es weiter.

Motiv nach Vorfall in Volkmarsen mit 61 Verletzten weiter unklar

Nach der folgenschweren Fahrt eines Autos in eine Gruppe von Besuchern beim Rosenmontagszug im nordhessischen Volkmarsen ist die Zahl der Verletzten auf fast 61 gestiegen. Noch immer meldeten sich Opfer, teilte die Polizei in Kassel am Dienstag mit. Die Ermittler riefen nun alle bei dem Vorfall Verletzten auf, sich zu melden, auch wenn keine ärztliche Behandlung notwendig gewesen sei.

Alkoholisiert sei der 29-jährige Deutsche nicht gewesen, sagte ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Ob der Fahrer andere Drogen genommen hatte, war aber noch nicht bekannt. Die Zahl der Verletzten wurde auf 52 korrigiert, darunter 18 Kinder.

Der Mann aus Volkmarsen war am Montag offenbar mit hoher Geschwindigkeit in den Rosenmontagszug gefahren. Das hessische Innenministerium schloss einen Anschlag nicht aus. Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts auf.

Insgesamt befanden sich am Dienstagmorgen noch 35 Menschen in stationärer Behandlung im Krankenhaus, wie die Polizei in Kassel mitteilte. 17 weitere Menschen wurden demnach ambulant behandelt und konnten das Krankenhaus verlassen.

Auch am Dienstag war der Fahrer noch nicht vernehmungsfähig, wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP sagte. „Wir konzentrieren uns auf sein Umfeld“, sagte er zu den Ermittlungen.

Demnach würden nun die Kontakte sowie das bisherige Leben des 29-Jährigen untersucht. Die Ermittlungen sollen demnach aktuell nicht von der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe übernommen werden, die unter anderem terroristische Straftaten verfolgt.

Zunächst hatte es am Montag geheißen, rund 30 Menschen seien verletzt worden – die Zahl wurden am Dienstag deutlich nach oben auf 52 Verletzte korrigiert.

Der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft sagte, die Opfer seien zwischen zwei und 85 Jahre alt. Zur Schwere der Verletzungen machte er noch keine Angaben – klar war aber, dass es Schwerverletzte gab. Auch 18 Kinder im Alter von bis zu 14 Jahren wurden demnach verletzt.

Demnach nahmen Ermittler nach dem Vorfall am Montag einen weiteren Mann wegen der Anfertigung sogenannter Gafferaufnahmen der Tat fest. Ob eine Verbindung zu dem Fahrer besteht, wird den Ermittlern zufolge noch geprüft.

Am Montag waren sämtliche Rosenmontagszüge in Hessen infolge des Vorfalls abgebrochen worden. Am Dienstag erklärte das Innenministerium in Wiesbaden, es lägen keine konkreten Hinweise vor, dass Faschingsumzüge an jenem Tag gefährdet seien.

Dennoch werde die Polizei „eine deutlich stärkere Präsenz bei den Veranstaltungen zeigen“. Ob einzelne Veranstaltungen abgesagt werden, entscheiden demnach die Entscheidungsträger vor Ort.

Der Vorfall erregte deutschlandweit Aufsehen. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) zeigte sich erschüttert, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) reagierte bestürzt.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigte sich am Dienstag bestürzt. „Der schreckliche Vorfall in Volkmarsen hat mich tief erschüttert“, schrieb er bei Facebook. Den Verletzten sandte er „herzliche Genesungswünsche“. (dpa/afp/dts/so)



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