Strache unterstützt erstmals offen DAÖ – FPÖ will Identitäre nicht generell fernhalten

Von 21. Dezember 2019 Aktualisiert: 21. Dezember 2019 7:20
In einem Post auf Facebook äußert sich Ex-FPÖ-Chef HC Strache erstmals offen positiv über die neu gegründete DAÖ. Der frühere Haider-Vertraute Gernot Rumpold geht davon aus, dass Strache 2020 als Spitzenkandidat für Wien zur Verfügung stehen wird.

Das Projekt einer „Strache-Partei“ für Österreich, über das in den vergangenen Wochen lange spekuliert wurde, scheint Gestalt anzunehmen. Am Donnerstag (19.12.) postete der frühere FPÖ-Chef und Vizekanzler Heinz-Christian Strache seine bislang deutlichste Unterstützungsadresse für die am 12. Dezember gegründete Partei „Die Allianz für Österreich“ (DAÖ).

Zu einem Gruppenfoto der drei Wiener Gemeinderäte, die sich von der FPÖ abgespalten und die neue Formation gegründet hatten, schrieb HC Strache auf Facebook die Worte:

Danke für Euren mutigen Schritt für eine zukünftig starke und neue Allianz für Österreich. Denn es braucht eine ehrliche und kantige politische Kraft für Österreich!“

Am heutigen Freitag legte ein bekannter Name aus der früheren FPÖ nach: Der langjährige Bundesgeschäftsführer der Haider-FPÖ, Gernot Rumpold, zeigt sich zuversichtlich, dass Strache im nächsten Jahr als Spitzenkandidat der DAÖ für die Wiener Gemeinderatswahl zur Verfügung stehen wird.

Potenzial bis 12 Prozent

Rumpold, der gegenüber dem „Kurier“ erklärte, „hoch motiviert“ zu sein, arbeitet seit dem 12. Dezember für DAÖ-Gründer Karl Baron. Er betont, dass der „nicht korrekte“ Umgang der FPÖ mit ihrem langjährigen Parteichef keine andere Option gelassen hätte, als die neue Formation ins Leben zu rufen.

Jörg Haiders früherer „Mann fürs Grobe“, der in Umgang und Auftreten als wenig manierlich, aber in Fragen der Organisation und PR als sehr professionell galt, rechnet damit, dass noch bis zu zehn weitere Gemeinderäte der FPÖ in den kommenden Wochen zur DAÖ übertreten werden. Derzeit sei man noch auf der Suche nach einem Büro und Mitarbeitern für den Klub. Rumpold ist sich sicher: „Wenn alles organisiert ist, dann wird Strache als Spitzenkandidat in die Wien-Wahl gehen.“

Auch Strache selbst soll mittlerweile aktiv FPÖ-Abgeordnete kontaktieren, um sie von einem Wechsel zu überzeugen, will der „Kurier“ wissen. Rumpold geht von einem Potenzial zwischen 7 und 12 Prozent aus, das die DAÖ bei ihrem ersten Antreten in Wien erreichen könne. Derzeit verhandele man mit potenziellen Geldgebern. Der frühere Haider-Vertraute geht von einem Budget von zwei bis drei Millionen Euro aus, das für den Wahlkampf gebraucht werde. Namen wollte er noch keine nennen.

Grosz: Wer DAÖ hilft, ist „nützlicher Idiot von Rot-Grün“

Auf einen möglichen Mitstreiter werden Strache und die DAÖ allerdings verzichten müssen: Der frühere BZÖ-Chef und heutige erfolgreiche Videoblogger Gerald G. Grosz, der nach den Nationalratswahlen noch die FPÖ für ihren Umgang mit dem früheren Parteichef kritisiert hatte, wendet sich in einem Video an diesen und rät ihm von einem Engagement für die neue Partei ab.

Lieber Heinz-Christian Strache! Ich versteh Dich nicht! Du bist an und für sich ein herzensguter, empathischer Mensch,…

Gepostet von Gerald G. Grosz am Sonntag, 15. Dezember 2019

Grosz bezeichnet die DAÖ als „Totgeburt unbedeutender Glücksritter, Abkassierer und finsterer Gesellen aus dem gesellschaftlichen Souterrain“. Sich für diese herzugeben, würde Strache zum „nützlichen Idioten eines rot-grünen Wiens“ machen.

„Heinz-Christian, ich bin enttäuscht“, äußert Grosz in Richtung Straches. „Über mangelnde Reflexion, über Demutslosigkeit, Dummheit, ob der gelebten Dekadenz und vor diesem nicht vorhandenen strategischen Weitblick. Das sind Charaktereigenschaften, die man einem Jörg Haider beispielsweise nie nachsagen konnte. Nutze die Weihnachtszeit, besinne Dich jener Werte, die Du von Deinen Gegnern immer großmundig eingefordert hast. „Allen Segens Anfang heißt Besinnung‘, sagte Sophokles.“

Identitäre nicht „notwendigerweise rechtsextrem“

Die FPÖ selbst wiederum arbeitet einem Bericht des „Standard“ zufolge an ihrem organisatorischen „Reformprogramm“, das im Januar dem Parteivorstand zum Beschluss vorgelegt werden soll. Dabei will man unter anderem auch ein an der Definition des Innenministeriums orientiertes Kriterium für – mit der Parteimitgliedschaft nicht vereinbaren – Rechtsextremismus erarbeiten und einen Fragebogen für Mitgliedschaftswerber, der helfen soll, den „Narrensaum“ fernzuhalten.

Eine grundsätzliche Absage an die „Identitären“ sei damit aber nicht verbunden, meint Andreas Rabl, der Welser Bürgermeister und Chef der Reformgruppe. Gegenüber Ö1 erklärte er, nicht alle, die bei den Identitären aktiv seien, wären „notwendigerweise rechtsextrem“. Man müsse sich daher die persönliche Einstellung jedes Einzelnen anschauen, um zu beurteilen, ob jemand bei der FPÖ willkommen sei.

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