Frankreich: Zehntausende protestieren gegen Einführung von Impfpässen

Von 28. Juli 2021 Aktualisiert: 28. Juli 2021 18:40

Beim folgenden Beitrag handelt es sich um den Originaltext zum Video: „Frankreich erweitert Nutzung vom Impfpass aus – Gefälschte Pässe kursieren im Land“ vom YouTube-Kanal NTD-Deutsch. Epoch Times hat keine redaktionellen Änderungen vorgenommen. 

Mehr als 160.000 Menschen haben am letzten Samstag in Frankreich gegen die Erweiterung der Impfpass-Verwendung protestiert. Am Montagfrüh verabschiedete der Senat den entsprechenden Gesetzentwurf. Manche Franzosen versuchen das Gesetz durch gefälschte Papiere zu umgehen.

Zehntausende versammelten sich am vergangenen Samstag in Paris, um gegen die Einführung der Impfpässe zu protestieren. Das französische Parlament verabschiedete das Gesetz am Montag.

Das Originalvideo von NTD Deutsch: 

In dem sogenannten „Gesundheitspass“ wird vermerkt, ob eine Person gegen Corona geimpft ist, ob sie in den letzten 48 Stunden negativ getestet wurde oder ob sie in den letzten sechs Monaten von Covid-19 genesen ist.

„Ich bin absolut dagegen, weil ich nicht geimpft bin. Wenn ich bis 15. September nicht geimpft werde, verliere ich meinen Job. Man hat mir gedroht, mich zu entlassen. Ich bin heute hier, um mich für die freie Entscheidung hinsichtlich der Impfung starkzumachen.“ – sagt Céline Augen, Sekretärin in einer Arztpraxis.

Menschen, die Museen, Kinos oder Schwimmbäder in Frankreich besuchen wollen, wird bereits der Zutritt verweigert, wenn sie nicht nachweisen können, dass sie zu der Gruppe der drei Gs gehören: geimpft, getestet oder genesen. Auch für große Festivals oder den Besuch von Diskotheken wird der Impfpass verlangt.

„Ich habe das Gefühl, dass das alles zu schnell geht. Es ist erst 6 Monate her, dass diese Impfstoffe der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt wurden, und es fühlt sich an, als ob wir nun erpresst werden. Ich denke, ein Teil der Franzosen wird immer dagegen sein. Erpressung und Drohungen werden nicht funktionieren.“ – betont Ingenieur Ayoub Bouglia.

Ein Beamter des französischen Innenministeriums sagte, dass am Samstag landesweit über 160.000 Menschen an den Protesten teilgenommen hätten, gegenüber 114.000 in der Vorwoche. 

Unter ihnen war auch der französische Politiker José Évrard. „Ich bin heute hier, um meine Ablehnung der Regierungspolitik bezüglich des Gesundheitspasses zum Ausdruck zu bringen. Diese Politik unterdrückt die Freiheitsrechte der Franzosen. Für uns ist die Freiheit etwas, das mit unserer Lebensart verbunden ist, mit unserer französischen Seele einhergeht, denn Franzosen sind zunächst einmal Menschen der Freiheit.“ – (José Évrard, Abgeordneter der Nationalversammlung).

Ab Anfang August wird der Pass für den Besuch in Restaurants und Bars sowie für Fernreisen mit dem Zug oder mit dem Flugzeug benötigt.

Der verabschiedete Gesetzentwurf schreibt die COVID-19-Impfung für Beschäftigte im Gesundheitswesen verpflichtend vor.  

Diese Maßnahmen laufen am 15. November aus. Es sei denn, die Regierung stimmt für eine weitere Verlängerung. Bevor die Maßnahmen in Kraft treten, muss das oberste Gericht in Frankreich noch grünes Licht geben.  

Ein neues Phänomen taucht in Frankreich auf. Einige Franzosen versuchen, die Beschränkungen mit gefälschten Impfpässen zu umgehen. 

Für Menschen, die sich nicht impfen lassen oder den COVID-Test nicht immer wieder machen wollen, ist das wie eine Eintrittskarte zu einem normalen Leben.

Dies ist der Fall bei Josephine, einer ehemaligen Journalistin, die anonym bleiben will. 

„Die Idee, mir einen gefälschten Pass zu besorgen, kam, als ich hörte, dass sich der Impfstoff noch in einer Versuchsphase befindet.“ – erklärt Josephine.

Im Internet verkaufen einige Ärzte gefälschte Gesundheitspässe für 350 US-Dollar. Josephine ist der Pass das Geld wert.

„Ja, ich bin bereit, für diesen gefälschten Pass zu bezahlen. Aber ich will nicht dafür werben. Meine Tochter ist geimpft worden. Ich bin der Meinung, dass dieser Impfstoff eine Gefahr darstellt.” – sagt die Journalistin. 

Gesundheitspässe können von Ärzten ausgestellt werden. Sie registrieren die Person auf einer Website, auf der sämtliche Impfdaten erfasst werden. Diese Person erhält dann einen QR-Code.

Vor zwei Wochen wurde eine Drogeriebesitzerin mit 46 gefälschten Gesundheitspässen verhaftet. Sie hatte sie für 300 US-Dollar pro Stück auf Snapchat verkauft. Eine weitere Frau wurde aus demselben Grund in Grenoble verhaftet.

Die französische Regierung will künftig den Vertrieb gefälschter Gesundheitspässe mit einer Geldstrafe von 88.000 Dollar und 5 Jahren Gefängnis bestrafen.



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