Anwältinnen von Epstein-Opfern drängen Prinz Andrew zur Aussage

Epoch Times21. November 2019 Aktualisiert: 21. November 2019 15:34
Jeder, der sachdienliche Hinweise zu dem Fall des wegen vielfachen Missbrauchs von Minderjährigen und Sexhandels verdächtigen Epstein machen könne, müsse befragt werden - und Prinz Andrew "hat ganz klar sachdienliche Informationen", sagte Anwältin Bloom.

In der Affäre um den verurteilten US-Sexualverbrecher Jeffrey Epstein drängen Opferanwältinnen den britischen Prinzen Andrew zu einer Aussage. „Wir denken, dass niemand über dem Gesetz steht“, sagte Lisa Bloom, die fünf mutmaßliche Epstein-Opfer vertritt, am Donnerstag der BBC. Opferanwältin Gloria Allred forderte den Prinzen auf, sich „unverzüglich und ohne Vorbedingungen“ bei den US-Ermittlern zu melden, um zu seinen Verbindungen zu dem verstorbenen Millionär auszusagen.

Jeder, der sachdienliche Hinweise zu dem Fall des wegen vielfachen Missbrauchs von Minderjährigen und Sexhandels verdächtigen Epstein machen könne, müsse befragt werden – und Prinz Andrew „hat ganz klar sachdienliche Informationen“, sagte Anwältin Bloom. Es sei bekannt, dass der Prinz „zahlreiche Kontakte mit Jeffrey Epstein und (dessen Vertrauter) Ghislaine Maxwell hatte“. Deshalb solle er nicht nur von den Ermittlern, sondern auch von den Opferanwälten befragt werden.

Bloom forderte die Mitarbeiter von Prinz Andrew auf, „Informationen und Beweismittel“ wie E-Mails, Telefonlisten, Kalender und Reiseunterlagen auszuhändigen.

Der zweitälteste Sohn von Königin Elizabeth II. hatte am Mittwoch nach scharfer öffentlicher Kritik all seine öffentlichen Funktionen aufgegeben. Zuvor waren zahlreiche Unternehmen und Einrichtungen von dem 59-Jährigen abgerückt, nachdem er in einem Fernsehinterview kein Wort des Mitgefühls mit den Epstein-Opfers geäußert und sich nicht überzeugend von dem im August durch mutmaßlichen Suizid gestorbenen Sexualstraftäter distanziert hatte.

In einer schriftlichen Erklärung hatte Andrew am Mittwoch schließlich sein „unmissverständliches Bedauern“ über seine „unbedachte Verbindung“ zu Epstein zum Ausdruck gebracht und sein Mitgefühl „mit allen Betroffenen“ geäußert. Er trat von allen öffentlichen Verpflichtungen zurück. Britischen Zeitungsberichten zufolge soll die Entscheidung nach intensiven Krisengesprächen zwischen der Königin und Thronfolger Prinz Charles gefallen sein.

Der Fall des Herzogs von York war am Donnerstag Aufmacher der britischen Zeitungen. „Tut mir leid, Mama“, titelte der „Daily Mirror“ unter einem Foto, das den Prinzen im Auto nach einem Gespräch mit der Queen im Buckingham-Palast zeigt. Für die „Daily Mail“ ist Andrew nun der „Paria“ des britischen Königshauses. Viele Kommentatoren äußerten Zweifel daran, dass der Prinz jemals wieder öffentliche Funktionen für das Königshaus ausüben wird.

Falls Andrew denken sollte, sein Rückzug aus der Öffentlichkeit könne einen Schlussstrich ziehen, täusche er sich, hieß es in einem Kommentar der „Sun“: „Seine Sorgen, so fürchten wir, beginnen gerade erst.“ Auch die „Daily Mail“ schrieb, das Schlimmste komme womöglich noch. Die BBC hat für die kommenden Tage weitere Berichte mit Aussagen eines weiteren mutmaßlichen Epstein-Opfers angekündigt.

Epstein war im August in seiner New Yorker Gefängniszelle tot aufgefunden worden, er beging nach offiziellen Angaben Suizid. Ermittler werfen ihm vor, über Jahre hinweg minderjährige Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht und zur Prostitution gezwungen haben. Epstein hatte gute Kontakte zu zahlreichen Politikern und Prominenten, darunter auch US-Präsident Donald Trump.

Die Zeugin Virginia Giuffre hatte ausgesagt, als 17-Jährige bei drei Gelegenheiten zum Sex mit Prinz Andrew gezwungen worden zu sein. Dies wies der Prinz in dem Fernsehinterview kategorisch zurück. Ein Foto aus der Zeit zeigt Prinz Andrew mit Giuffre im Arm, ein anderes zeigt ihn 2008 bei einem Spaziergang mit Epstein – zu einem Zeitpunkt, als dieser bereits wegen Sexualstraftaten verurteilt worden war. (afp)

Eine Buchempfehlung vom Verlag der Epoch Times

Wer hat die Weltherrschaft? Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Immer klarer wird, dass die Geschichte der Menschheit nicht so ablief, wie sie heutzutage gelehrt wird. Das Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ gibt die lange gesuchten Antworten.

„Kapitalismus abschaffen“? „Wohnungsgesellschaften enteignen“? Familie auflösen? Keinen Wohlstand und keine Kinder mehr wegen des Klimas? Frühsexualisierung? Solche Gedanken sind in Politik, Medien und Kultur populärer denn je. Im Kern drücken sie genau das aus, was einst schon Karl Marx und seine Anhänger der gesamten Menschheit aufzwingen wollten.

Der Kommunismus hat im 20. Jahrhundert hunderte Millionen Menschen physisch vernichtet, heute zielt er auf ihre Seelen. Bei vielen Menschen blieb glücklicherweise die der menschlichen Natur innewohnende Güte erhalten – was den Menschen die Chance gibt, sich vom Einfluss des „Gespenst des Kommunismus“ zu befreien.
Hier weitere Informationen und Leseproben.

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

ISBN Band 1: 978-3-9810462-1-2, Band 2: 978-3-9810462-2-9, Band 3: 978-3-9810462-3-6. Einzeln kostet jeder Band 19,90 Euro (zzgl. 2,70 Euro Versandkosten), alle drei Bände gemeinsam sind im Moment noch zum Sonderpreis von 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands) zu erwerben. Das Buch hat insgesamt 1008 Seiten und über 1200 Stichworte im Indexverzeichnis.

Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder – falls vergriffen – direkt beim Verlag der Epoch Times Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Das Buch gibt es jetzt auch als Ebook und als Hörbuch

E-Book: Das E-Book gibt es in den Formaten PDF, EPUB oder MOBI. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. Das E-Book ist direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Hörbuch: Das Hörbuch bieten wir im MP3 Format zum Download an. Einzeln kostet jeder Band 17,90 Euro, alle drei Bände sind im Moment noch zum Sonderpreis von 43,00 Euro zu erwerben. Das Hörbuch ist direkt beim Verlag der Epoch Times bestellbar – Tel: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected] – es wird auch bald auf Amazon, Audible und iTunes erscheinen.