Trump: Wenn es nach Bolton ginge, würden wir es mit der ganzen Welt auf einmal aufnehmen

Epoch Times25. Juni 2019 Aktualisiert: 26. Juni 2019 16:19
US-Präsident Trump ist dagegen, überstürzt einen Krieg mit dem Iran vom Zaun zu brechen. Wenn es nach seinem Berater John Bolton ginge, wären die USA jedoch bereits in mehrere militärische Konflikte weltweit verwickelt.

Donald Trump will den Iran nicht leichtfertig angreifen. Das machte der US-Präsident am Sonntag in einem Interview mit dem US-Sender NBC deutlich.

Trump bestätigte aber, dass, wenn es nach seinem obersten außenpolitischen Berater John Bolton ginge, die USA den Iran bereits angegriffen hätte. Und nicht nur den Iran – Bolton würde die USA gleich in mehrere internationale Konflikte verwickeln. Doch der US-Präsident besteht darauf, in diesen heiklen Angelegenheiten das letzte Wort zu haben. Ob amerikanische Raketen gegen den Iran fliegen, das will Trump selber entscheiden.

NBC-Moderator Chuck Todd fragte den Präsidenten, ob er von seinen Beratern „in eine militärische Aktion gegen den Iran gedrängt“ werde. Darauf antwortete Trump:

Ich habe zwei Gruppen von Leuten: Ich habe Tauben und ich habe Falken und John Bolton ist absolut ein Falke. Wenn es nach ihm gehe, würde er es mit der ganzen Welt auf einmal aufnehmen.“

Trump betonte aber auch, Bolton in seinem Team zu schätzen.

Das spielt keine Rolle, weil ich beide Seiten will“, so der Präsident.

John Bolton war bereits während der Regierungen von Ronald Reagan und George W. Bush im Weißen Haus.

Angriff gegen den Iran abgebrochen

Der Präsident verwies im Interview auch auf seine Bilanz bei der Bewahrung des Friedens. Seit Trump im Amt ist, wurde durch die USA kein Land angegriffen. Trump betonte, schon im Jahr 2003 gegen die Invasion des Iraks gewesen zu sein.

Vor vier Tagen entschied der Präsident, einen Angriff gegen den Iran abzubrechen, weil er nicht „verhältnismäßig“ gewesen wäre. Der Iran hatte offenbar eine Drohne abgeschossen. Bei einem Angriff der USA wären 150 Menschen ums Leben gekommen, das wollte Trump verhindern.

Am Samstag sagte der Präsident, dass Bolton „einen sehr guten Job“ machen würde – er und sein Berater aber eine „sehr verschiedene Meinung“ über den Nahen Osten hätten.

Bolton war am Wochenende in Israel. Von dort aus warnte er das Mullah-Regime im Iran davor, „die Vorsicht der USA und die Diskretion nicht mit Schwäche zu verwechseln“. (so)

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