Ferkel im Stall.Foto: iStock

Tierschutzbund fordert von Bundestag Ablehnung betäubungsloser Ferkelkastration

Epoch Times24. November 2018 Aktualisiert: 24. November 2018 13:50
Vor der Abstimmung im Bundestag über eine Verlängerung der betäubungslosen Kastration von Ferkeln hat der Deutsche Tierschutzbund zur Ablehnung des Gesetzentwurfs aufgerufen.

Vor der Abstimmung im Bundestag über eine Verlängerung der betäubungslosen Kastration von Ferkeln hat der Deutsche Tierschutzbund die Abgeordneten zur Ablehnung des Gesetzentwurfs aufgefordert.

„Wer die Schmerzen für die Ferkel verlängert, der verstößt auch eklatant gegen das Staatsziel Tierschutz“, sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Samstag. „Noch hoffen wir, dass sich in der SPD-Fraktion der Widerstand aufbaut.“

Eigentlich sollten Bauern in Deutschland laut Tierschutzgesetz zum Jahresende die chirurgische Kastration ohne Betäubung bei unter acht Tage alten männlichen Schweinen einstellen. Ab 1. Januar 2019 müsste dann ein Verfahren angewendet werden, das Schmerzen wirksam ausschaltet. Sofern das nicht möglich ist, müssten die Tierhalter auf eine chirurgische Kastration verzichten. Durch einen neuen Gesetzentwurf von Union und SPD sollen die Betriebe nun aber bis Ende 2020 Zeit für die Umstellung erhalten.

Anfang November hatte der Bundestag den Entwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes an den Agrarausschuss überwiesen, der am Montag darüber beraten will. Ebenfalls kommende Woche könnte dann die Abstimmung im Bundestag folgen. Der CDU-Agrarpolitiker Albert Stegemann sagte der Zeitung, ohne eine Fristverlängerung drohe den deutschen Sauenhaltern das Aus. „Daher geben wir den Beteiligten letztmalig zwei Jahre Zeit, als Brücke, um hierfür praxistaugliche und am Markt akzeptierte Lösungen zur Anwendung zu bringen.“

Die Ferkelkastration wird für notwendig gehalten, da männliche Schweine andernfalls den als unangenehm empfundenen Ebergeruch entwickeln können. (afp)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion