Schweizer Pharmakonzern Novartis.Foto: Keystone/dpa

Pharmariese Novartis zahlt mehr als 700 Millionen Dollar in Schmiergeld-Affäre

Epoch Times2. Juli 2020 Aktualisiert: 2. Juli 2020 15:34

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat in den USA zwei Millionen-Vergleiche zur Beilegung einer Schmiergeld-Affäre geschlossen. Das Unternehmen zahle umgerechnet rund 650 Millionen Euro, um zwei Verfahren abzuschließen, teilte Novartis am Donnerstag mit.

Der weitaus größte Teil der Summe, 600 Millionen Euro, entfällt demnach auf eine juristische Auseinandersetzung über fragwürdige Zahlungen an Ärzte.

Novartis soll über Jahre hunderte Millionen Dollar für Konferenzen ausgegeben haben, bei denen Mediziner auftraten, die besonders häufig Medikamente des Konzerns verschrieben. Laut US-Justizministerium dienten die Honorare für die Ärzte dem Zweck, dass sie weiterhin und möglichst noch öfter zu Novartis-Produkten greifen. Neben direkten Zahlungen seien die Mediziner mit extravaganten Mahlzeiten und teuren Drinks umworben worden.

In dem anderen Rechtsstreit ging es um den Vorwurf, der Konzern habe über drei Stiftungen Zahlungen an Patienten geleistet, die mit zwei Novartis-Medikamenten gegen Multiple Sklerose und Nierenkrebs behandelt wurden. Wegen dieses Falls zahlt Novartis den Angaben zufolge rund 45,5 Millionen Euro.

Nach Auffassung des US-Justizministerium fielen die Entscheidungen über die Schmiergeldzahlungen an höchster Stelle im Nordamerika-Hauptquartier von Novartis. Konzernchef Vas Narasimhan erklärte am Donnerstag, das Unternehmen wolle frühere Regelverstöße aufklären und daraus lernen. (afp/sua)

 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion