Das Geheimnis der Sphinx – Wie alt ist sie wirklich?

Epoch Times6. Juni 2018 Aktualisiert: 5. Juni 2018 18:59
Die Sphinx auf dem Plateau von Gizeh ist sehr imposant und majestätisch. Sie birgt viele Geheimnisse, die bisher nicht entschlüsselt werden konnte. Auch ihr wahres Alter bleibt noch im dunkeln. Doch die Wissenschaft hat bereis begonnen die Spuren ihrer Vergangenheit zu deuten. ... Und wie alt ist sie nun?

Diese geheimnisvolle Skulptur aus vergangenen Tagen hat bis heute die Menschheit fasziniert. Das wahre Geheimnis ihrer Herkunft hat sie bisher nicht preisgegeben und es bleibt wohl noch für einige Zeit im Verborgenen. Denn das Forschen an dem großen Löwen und in der Umgebung ist seit geraumer Zeit durch die ägyptischen Behörden verboten. Weitere Ausgrabungen könnten das Monument beschädigen, so heißt es. Oder steckt doch etwas anderes dahinter?

Das wahre Alter der Sphinx bleibt ebenfalls noch unentschlüsselt – die Frage danach beschäftigt die Wissenschaftler bis heute und konnte bisher noch nicht abschließend geklärt werden. Aber die meisten Archäologen gehen davon aus, dass die Sphinx nicht älter als 4.500 Jahre sein kann.

Wassererosionsspuren an der Sphinx entdeckt

In den 1950er Jahren erforschte der französischen Mathematiker und Symbolforscher, René Adolphe Schwaller de Lubicz die Sphinx und war der erste Forscher, der auf die Wassererosionsspuren an der Sphinx hinwies.

In seinem Buch, „Roi de la Théocratie Pharaonique“ zu deutsch: „König der paranoischen Theokratie“ hielt er fest: „Bevor Ägypten im 11. Jahrtausend vor Christus von Unwetterkatastrophen heimgesucht wurde, muss dort eine hoch entwickelte Kultur existiert haben. Wir vermuten, dass die Sphinx damals bereits existierte, denn ihr Löwenkörper weist eindeutig Spuren von Wassererosion auf“, berichtet Giza-Vermaechtnis.

Der Tal-Tempel müsste erheblich zurückdatiert werden

Andere Wissenschaftler gehen davon aus, dass zum Bau der Sphinx Steine aus dem Felsgestein des Plateaus von Gizeh benutzt wurden. Ein hufeisenförmiger Graben wurde aus dem Gestein herausgeschlagen, so das ein Kern blieb, der anschließend bildhauerisch bearbeitet wurde.

Geologische Untersuchungen hätten ergeben, dass die Kalksteinmegalithen, die für den Bau des Tempels verwendet wurden, aus diesem Graben stammen und somit kurz vor dem Bau der Sphinx gebrochen wurden.

Falls sich nun herausstellen sollte, dass die Sphinx tatsächlich Jahrtausende älter ist, als die Ägyptologen annehmen, dann müsste auch dieser Tal-Tempel erheblich zurückdatiert werden.

Im Jahr 1989 beschäftigte sich der renommierte Geologe von der Universität Boston, Professor Robert Schoch mit der Sphinx. Er war Spezialist auf dem Gebiet der Verwitterung von weichem Gestein, ähnlich dem Kalkstein des Plateaus von Gizeh.

Monument älter als 15.000 Jahre?

Schoch war der Idee, dass die Sphinx viel älter als 4500 Jahre alt sein könnte am Anfang sehr skeptisch gegenüber. Doch er änderte seine Meinung, nachdem er das Monument 1990 zum ersten Mal genauer unter die Lupe genommen hatte, so das Magazin Giza-Vermaechtnis weiter.

Schon die ersten Untersuchungen hätten ergeben, dass die Verwitterungsspuren des Bauwerkes auf Wasser zurückzuführen sei.

Nach einer genaueren Untersuchung stand fest, dass diese durch starke Regenfälle verursacht worden sein mussten. Doch dann stellte sich die Frage, wann es das letzte Mal in dieser Region stärker geregnet haben könnte.

Als das Team um Professor Schoch 1992 an der Jahresversammlung der „Geological Society of America“ die Ergebnisse präsentierte, seien viele Geologen angesichts des Beweismaterials völlig erstaunt gewesen. Denn, dass erst nach zweihundert Jahren Gizeh-Forschung die Wassererosion an der Sphinx durch Niederschläge festgestellt wurde, war eine Sensation.

Computer errechneten,  dass es über 1.‘000 Jahre lang ununterbrochen Regenfälle gegeben haben müsste, um eine solche Erosion hervorzurufen. Wenn davon ausgegangen wird, dass es diese Regenfälle gab, müsste die Sphinx mindestens 8.‘000 Jahre alt sein.

Mindestens 8.000 Jahre alt

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Da es aber eher unwahrscheinlich ist, dass es tausend Jahre lang ununterbrochen geregnet haben kann, wurde sie auf mindestens 10‘.000-15‘.000 Jahre geschätzt.

In der Ägyptologie dagegen wird diese Erkenntnis nach wie vor vehement abgestritten. Denn das würde bedeuten, dass die Sphinx bereits während den grossen Regenfällen in Ägypten um 10.‘000 vor Christus existiert haben müsse, so berichtet das Magazin „Giza-Vermaechtnis“.

Doch Professor Robert Schoch bleibt bei seiner Ansicht, dass das Monument noch vor dem Ende der letzten Eiszeit errichtet wurde. Alles war schon lange vorher dort in Gizeh. Dies bedeutet, das die Entstehung in einer Zeitspanne irgendwann vor 15.000 vor Christus zu suchen ist.

Die Belege für ihr wahres liegen wohl tiefer unter der Sphinx verschüttet, als sich die Grabungen bisher vorgewagt haben. Neue Grabungen sind jedoch von den ägyptischen Behörden verboten, sie könnten das Monument empfindlich beschädigen – oder steckt da etwa noch mehr dahinter? (vm)

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