Fahne von Österreich weht vor dem Nationalrat (österreichisches Parlament).Foto: dts

Österreich weist Italiener wegen Geheimdiensttätigkeit für Türkei aus

Epoch Times12. Januar 2021 Aktualisiert: 12. Januar 2021 14:55
Österreich hat einen Italiener türkischer Herkunft ausgewiesen, der nach eigenen Angaben Kritiker des türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan umbringen sollte.

Österreich hat einen italienischen Staatsbürger türkischer Herkunft ausgewiesen, der eigenen Angaben zufolge Kritiker des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan töten sollte. Die österreichischen Behörden hätten ihren Mandanten Feyyaz Öztürk als „Bedrohung der öffentlichen Sicherheit“ eingestuft und vor Weihnachten zur italienischen Grenze gebracht, sagte die Anwältin Veronika Ujvarosi am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Wiener Landtagsabgeordnete Berivan Aslan, eine Grünen-Abgeordnete kurdischer Herkunft, hatte im Oktober gesagt, dass drei Kritiker Erdogans von den Anschlagsplänen betroffen seien.

Der 53-jährige Öztürk stellte sich selbst dem österreichischen Geheimdienst. In einem Verfahren, das am 4. Februar gegen ihn eröffnet werden soll, muss er mit einer zweijährigen Haftstrafe rechnen. Die Ausweisung nach Italien wurde angeordnet, weil die Frist für die Untersuchungshaft abgelaufen war.

Ihrem Mandanten gehe es gut, er wolle nach Österreich zurückkehren, sagte Ujvarosi. Sie beantragte, dass das Verbot zum Betreten des österreichischen Staatsgebietes vorübergehend aufgehoben werde, damit Öztürk an dem Prozess teilnehmen kann. Die Staatsanwaltschaft teilte mit, dass gegen Öztürk seit September Ermittlungen liefen, die zu einer Anklage wegen geheimdienstlicher Zusammenarbeit mit einem fremden Staat geführt hätten.

Die Drohungen aus der Türkei richten sich nach dem Stand der Ermittlungen unter anderem gegen Aslan. Sie sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass sie weiterhin unter Polizeischutz stehe. Die Türkei bestreitet jede Verwicklung in den Fall. In den vergangenen Jahren gab es Medienberichte, dass Mitglieder der türkischstämmigen Gemeinde eingeschüchtert wurden, wenn sie Erdogan und seine Regierung öffentlich kritisierten. (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion