Die Kurzvideo-App TikTok ist vor allem bei Jugendlichen beliebt.Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/dpa

Gefährliche TikTok-Challenge: Zehnjährige stirbt mit Gürtel um den Hals

Epoch Times22. Januar 2021 Aktualisiert: 22. Januar 2021 14:29
Die chinesische Video-App TikTok ist nicht nur wegen datenschutzrechtlicher Belange umstritten. Immer wieder kommt es auch zu tödlichen Unfällen, wenn Kinder sich auf gefährliche Video-Challenges einlassen.

Bei einer sogenannten Challenge auf der Videoplattform TikTok ist in Italien ein junges Mädchen gestorben. Die zehnjährige Antonella aus dem sizilianischen Palermo hatte an der „Blackout Challenge“ teilgenommen, wie italienische Medien am Freitag berichteten. Im Badezimmer habe sie sich dafür einen Gürtel mit dem Ziel um den Hals gelegt, solange die Luft anzuhalten wie möglich. Das Mädchen habe das Ganze mit ihrem Handy gefilmt.

Ihre fünfjährige Schwester habe Antonella am Mittwochabend bewusstlos auf dem Badezimmerboden gefunden, hieß es in den Berichten weiter. Obwohl die Zehnjährige sofort in ein Kinderkrankenhaus gebracht worden sei, habe sie nicht überlebt.

Antonellas Eltern sagten der Zeitung „La Repubblica“, eine weitere, ein Jahr jüngere Schwester der Zehnjährigen habe ihnen erklärt, dass Antonella das „Erstickungsspiel“ gespielt habe. „Wir hatten davon keine Ahnung“, sagte der Vater. Er sei davon ausgegangen, dass sich seine Tochter auf TikTok Tanz-Choreographien und andere Videos anschaue. „Meine Tochter, meine kleine Antonella stirbt wegen eines extremen Spiels auf TikTok: Wie kann ich damit fertig werden?“, klagte der Vater.

Die Staatsanwaltschaft von Palermo leitete Ermittlungen wegen „Anstiftung zum Selbstmord“ ein. Antonellas Handy wurde beschlagnahmt.

TikTok, das in Europa von rund 100 Millionen Menschen genutzt wurde, veröffentlichte eine Stellungnahme zu dem tragischen Vorfall. „Die Sicherheit der TikTok-Gemeinschaft ist unsere absolute Priorität“, versicherte die chinesische Videoplattform. Sie sei jederzeit bereit, bei den Ermittlungen zu Antonellas Tod mit den Behörden zusammenzuarbeiten.

Jedes Jahr gibt es Unfälle, wenn sich Kinder selbst bis zur Ohnmacht die Luft abdrücken, weil sie sich davon starke Empfindungen versprechen. Auch Todesfälle kommen dabei immer wieder vor. (afp)

 



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion