Totalüberwachung mit 5G: Was steckt hinter Chinas Stromausfällen?

Von 5. März 2021 Aktualisiert: 5. März 2021 21:36
Laut einem jüngsten Untersuchungsbericht setzt China in großem Maßstab auf digitale Infrastrukturen wie 5G-Basisstationen, Rechenzentren, künstliche Intelligenz oder industrielles Internet. Ziel ist die Überwachung der Bürger in einem Ausmaß, das an das Buch „1984“ von George Orwell erinnert.

Im vergangenen Winter kam es in vielen Provinzen Chinas zu großen Stromausfällen. Nach einer Expertenanalyse kann der Grund dafür in der allgegenwärtigen staatlichen Überwachung liegen.

Nach dem Ausbruch des KPC-Virus Anfang 2020 enthielt der nationale Arbeitsbericht der Kommunistischen Partei Chinas den Bau neuer Infrastrukturen wie 5G, künstliche Intelligenz und Rechenzentren.

Im Winter 2020 meldete die Innere Mongolei, eine wichtige Energieprovinz, als erste einen Stromausfall, gefolgt von Hunan, Zhejiang und anderen Provinzen. Die KPC erklärte, dies sei durch die starke wirtschaftliche Erholung verursacht worden.

Epoch Times führte eine eingehende Untersuchung der Stromverbrauchsstruktur Chinas durch und kam zu dem Schluss, dass die schnell wachsende digitale Überwachungsindustrie nicht nur zu einem wichtigen neuen Motor für Chinas Wirtschaft geworden ist.

Das allgegenwärtige digitale Überwachungssystem hat China vielmehr in eine orwellsche Gesellschaft verwandelt, in der alle gesammelten Daten und Informationen vom kommunistischen Regime genutzt und missbraucht werden können.

Neue Infrastruktur und digitale Wirtschaft

Die staatliche Kommission für die Überwachung und Verwaltung von Vermögenswerten des Staatsrates (SASAC) hat am 21. August 2020 einen Bericht veröffentlicht. Wenn man es genau betrachtet, stammt der größte Teil des Wachstums aus der digitalen Wirtschaft und der intelligenten Fertigung, die eng mit dem Bau neuer Infrastrukturen verbunden sind.

Laut SASAC bezieht sich die neue Infrastruktur auf digitale Infrastrukturen wie 5G-Basisstationen, Rechenzentren, künstliche Intelligenz und industrielles Internet.

Diese Infrastrukturen können ein auf digitaler Computertechnologie basierendes Wirtschaftssystem bilden, das als digitale Wirtschaft bezeichnet wird.

„Entwicklung der digitalen Wirtschaft“, „Förderung der digitalen Industrialisierung, industrielle Digitalisierung, tiefe Integration der digitalen Wirtschaft und der Realwirtschaft“ und „Aufbau eines international wettbewerbsfähigen Clusters für die digitale Industrie“ wurden in den 14. Fünfjahresplan der Kommunistischen Partei Chinas aufgenommen. 

Ulanqab in der Inneren Mongolei: Die „Big Data“-Stadt der Elektrizitätsknappheit

Laut einem Bericht der chinesischen Website „Caixin.com“ war die Autonome Region Innere Mongolei die erste Region, in der im November 2020 Stromausfälle auftraten. Die Autonome Region Innere Mongolei, in der sich die Stadt Ulanqab befindet, ist jedoch eine wichtige energiereiche Provinz in China. Sie versorgt nicht nur zehn Provinzen und Regionen mit externer Energie, sondern ist auch eine der wichtigsten Kohleproduktionsbasen Chinas. Die Kohleproduktion macht mehr als ein Viertel der Kohleproduktion des Landes aus.

Warum passieren die Stromausfälle ausgerechnet in der Inneren Mongolei, die ein wichtiger Stromversorgungsstandort und wichtigster Kohleproduktionsstandort in China ist?

In einem Artikel der chinesischen Website „sina.com“ vom 14. September 2020 heißt es, dass es in der kleinen Stadt Ulanqab in der Inneren Mongolei mit 2,87 Millionen Einwohnern hauptsächlich Landwirtschaft und Tierhaltung gebe.

Seit Huawei 2013 beschloss, ein Rechenzentrum in dieser Stadt zu errichten, ist Ulanqab nicht nur die nördliche Basis des National Big Data Disaster Preparedness Center geworden. Es ist auch ein großes Rechenzentrum für viele Unternehmen wie Alibaba.

Rechenzentrum gleich Energiefresser

Im Vergleich zu normalen Serverräumen stellen Rechenzentren hohe Anforderungen an Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Magnetfeldstörungen und andere Bedingungen und diese Anforderungen sind sehr hoch.

Es wird eine ununterbrochene Stromversorgung für viele Geräte wie Klimaanlagen und Kältemaschinen benötigt, um die Beleuchtung und Kühlung zu unterstützen. Laut einer Analyse der iResearch Consulting Group macht Strom 56,7 Prozent der Betriebskosten des Rechenzentrums aus.

Laut der „Volkszeitung“, dem Sprachrohr der Kommunistischen Partei Chinas, lag der Stromverbrauch der chinesischen Rechenzentren bereits 2016 über der jährlichen Stromerzeugung des Drei-Schluchten-Staudamms und 2017 sogar über der gesamten Stromerzeugung vom Drei-Schluchten-Damm und dem Gezhouba-Kraftwerk zusammen.

Im Jahr 2018 betrug der Gesamtstromverbrauch der chinesischen Rechenzentren etwa 160 TWh, was den Stromverbrauch der gesamten Stadt Shanghai mit 26 Millionen Einwohnern überstieg.

Die 5G-Basisstationen, die beim Sammeln von Big Data helfen, werden auch als „stromfressende Tiger“ bezeichnet. Laut dem China Communication Industry Network beträgt der Stromverbrauch von 5G-Basisstationen mehr als das Neunfache von 4G-Basisstationen.

Die Abdeckung von 5G ist ebenfalls geringer. Unter den gleichen Bedingungen sind mindestens drei 5G-Basisstationen erforderlich, um den Bereich einer 4G-Basisstationen abzudecken.

Liu Liehong, Vizeminister des Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie, sagte, China habe 700.000 5G-Basisstationen eingerichtet und mehr als 180 Millionen 5G-Terminals angeschlossen. Die Nachrichtenagentur „Xinhua“ wies darauf hin, dass die KPC voraussichtlich 2021 mehr als 1 Million 5G-Basisstationen bauen werde.

Allgegenwärtiges Überwachungsnetzwerk

Tang Wei vom Nationalen Energieforschungsinstitut Chinas schätzt, dass der Stromverbrauch der 5G-Basisstationen in China bis 2025 17-mal so hoch sein wird wie im Jahr 2020.

5G und digitale Hubs verbrauchen nicht nur viel Strom, sondern helfen der KPC auch beim Aufbau einer orwellschen Gesellschaft mit allgegenwärtiger Überwachung.

Auf der offiziellen Website von HuaweiCloud wird CampusGo als vorbildliches, intelligentes System vorgestellt, das die Verwaltung von Gewerbe- und Wohngebäuden sowie die Stadtverwaltung ermöglicht.

Es besitzt eine Eindringlingserkennung, Gesichtsidentitätsprüfung, Fahrzeugkennzeichenerkennung und andere intelligente Analysetechnologien wie intelligente Algorithmen und Deep Learning, um eine hochpräzise Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen über Gesichter, Fahrzeuge, Ereignisse und Verhaltensweisen sicherzustellen.

Die KPC kann auch verschiedene Methoden zur Überwachung von Personen verwenden, zum Beispiel Spracherkennung, Emotionserkennung und Abhörung von Mobiltelefonen. Dies erfordert komplexe Algorithmen und Datenanalysen.

Xie Zhenhao, Vorsitzender der Investmentmedien und des Fortune-Magazins, sagte 2018: „Egal wohin Sie in China gehen, Sie werden das intelligente Big-Data-Netzwerk der KPC niemals loswerden können.“

Hinter der digitalen Wirtschaft stehen Überwachung und Menschenrechtsverletzungen

Hinter der Entwicklung der digitalen Wirtschaft steht die Verbreitung von KPC-Überwachung und Menschenrechtsverletzungen.

Nach dem Aufbau eines allgegenwärtigen Überwachungsnetzwerks verfolgt die KPC genau, was 1,4 Milliarden Menschen in China jeden Tag, jede Minute und jede Sekunde sprechen und was sie machen. Die KPC kann das Verhalten der Menschen, wirtschaftliche Aktivitäten, den täglichen Konsum und sogar kulturelle und Unterhaltungsaktivitäten durchleuchten und auswerten.

Die KPC hat zudem ihr Überwachungsnetzwerk in Übersee erweitert, indem sie internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen beim Bau von Rechenzentren geholfen hat.

Am 21. Oktober 2019 veröffentlichte die Zeitschrift „Foreign Policy“ einen Artikel, nach welchem Chinas Überwachungsstaat zehntausende neue Ziele verfolgt. Demnach arbeitet die KPC mit dem Ministerium für öffentliche Sicherheit und Technologieunternehmen zusammen, um detaillierte Informationen über sogenannte „Schlüsselpersonen“ in einer „Dynamic Control System“-Datenbank zu sammeln und es in Echtzeit zu teilen, um gegen diese Personen vorzugehen.

„Schlüsselpersonen“ sind die Hauptziele der Unterdrückung durch die KPC, darunter Falun Gong-Übende, Petenten, Menschenrechtsverteidiger (einschließlich Menschenrechtsanwälte), Dissidenten, Demonstranten und ethnische Minderheiten wie Uiguren.


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