Li Keqiang (l.), Premierminister von China, und Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, während des EU-China-Gipfels.
Li Keqiang (l.), Premierminister von China, und Ursula von der Leyen (CDU), Präsidentin der Europäischen Kommission, während des EU-China-Gipfels.Foto: Olivier Matthys/Pool AP/dpa

China will sich „auf eigene Weise“ für Frieden in Ukraine einsetzen

Epoch Times1. April 2022 Aktualisiert: 1. April 2022 14:54
Trotz Ukraine-Kriegs gibt es keine Kritik aus China oder Indien an Russland. Peking will Friedensgespräche "auf seine eigene Weise" fördern.

Trotz seiner politischen Rückendeckung für Russland will China nach Darstellung von Ministerpräsident Li Keqiang mit den Europäern und der Weltgemeinschaft auf Frieden in der Ukraine hinarbeiten.

Bei dem EU-China-Videogipfel mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel sagte der Premier nach chinesischen Angaben am Freitag, China fördere „auf seine eigene Weise“ Friedensgespräche.

Sein Land arbeite mit der EU und der Welt zusammen und wolle „eine konstruktive Rolle spielen, um die Lage zu entspannen, die Feindseligkeiten einzustellen, eine größere humanitäre Katastrophe zu verhindern und den Frieden bald zurückkehren zu lassen“.

China setze sich für Souveränität und territoriale Integrität, grundlegende Normen in internationalen Beziehungen und die Lösung von Konflikten „durch Dialog und Verhandlungen ein“, wurde Li Keqiang vom chinesischen Außenministerium zitiert.

Russland ist vor gut fünf Wochen in die Ukraine einmarschiert. Zuvor hatte Moskau entlang der Grenzen wochenlang Truppen zusammengezogen.

Die von Außenminister Wang Yi und Staatsmedien in den vergangenen Wochen ständig wiederholten Vorwürfe, dass die USA, die EU und die Ostererweiterung der Nato die eigentlichen Verursacher der Ukraine-Krise seien, wurden nicht bekräftigt.

Auch dass Russlands „legitime Sicherheitsinteressen“ berücksichtigt werden müssten, wie Peking in dem Konflikt häufig betont, wurde in dem diplomatisch zurückhaltend gefassten Text über die Gespräche nicht wiederholt.

Der Premier betonte, China und die EU sollten ihren Dialog ausbauen und „angemessen mit Differenzen und Meinungsverschiedenheiten umgehen“. (dpa/red)



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