Die "Feuerwerksmusik" von Georg Friedrich Händel wurde für ein großes Freiluft-Orchester mit vielen Bläsern komponiert.Foto: iStock

Klassik des Tages: Händels Feuerwerksmusik

Epoch Times31. Dezember 2021 Aktualisiert: 29. Dezember 2021 16:12
Aus der Reihe Epoch Times Musik – Für Liebhaber.

Georg Friedrich Händel (1685 – 1759) war ein deutscher Komponist aus Halle (Saale) am englischen Hof und komponierte 1749 im Auftrag von König Georg II. von Großbritannien die Feuerwerksmusik – jedoch nicht zu Silvester. Hier seine Suite für Orchester in D-Dur, HWV 351, gespielt von den Deutschen Händelsolisten unter Leitung von Holger Speck.

  1. Ouverture (0:00)
  2. Bourrée (7:46)
  3. La paix (8:55)
  4. La Réjouissance (12:04)
  5. Minuet I & II (13:33 und 15:14)

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Die Musik für das königliche Feuerwerk entstand zur Feier der Unterzeichnung des Friedensvertrages, der den österreichischen Erbfolgekrieg 1748 beendete. Damit wurde bestätigt, dass die österreichische Kaiserin Maria Theresia Anspruch auf den habsburgischen Thron hatte. Gleichzeitig erkannte er die Errungenschaften des aufstrebenden Königreiches Preußen an, das sich mit Frankreich und Spanien gegen die habsburgische Monarchie und Großbritannien gestellt hatte.

Sechs Tage vor dem großen Feuerwerk am 21. April 1749 wurde Händels Werk uraufgeführt – bei einer öffentlichen Probe in Vauxhall Gardens mit 57 Musikern und mit über 12.000 Zuschauern. Diese verursachten damals einen dreistündigen Stau der Kutschen und einen handfesten Streit der Lakaien, die London Bridge war total überfüllt.

Bei der eigentlichen Aufführung kam es zu Schwierigkeiten mit dem Feuerwerk, ein Teil der Feuerwerks-„Maschine“ brannte ab – es war ein Fiasko. Das einzige, was die Feier rettete, war Händels Musik.

Händel ging bei seinem Auftrag von einem Freiluft-Orchester mit typischer Bläser-Streicher-Besetzung aus, der König wollte ein Orchester ausschließlich aus Bläsern und Pauken. Letztendlich verzichtete Händel bei der Aufführung auf die Streicher, führte jedoch ein zweites Mal die Feuerwerksmusik mit Streichern auf (einen Monat später). Anschließend erstellte er eine gemischte Fassung, die heutzutage meist gespielt wird.



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