Seit 26 Generationen unter einem Dach – Schloss Merode erhält Großen Denkmalpreis

Epoch Times4. Mai 2019 Aktualisiert: 3. Mai 2019 12:03
Für "besondere Verdienste um den Wiederaufbau, die Sicherung und Erhaltung des Kulturerbes Schloss Merode" erhalten Prinz Charles-Louis und Prinzessin Clotilde de Merode sowie ihr Sohn Prinz Albert-Henri und Prinzessin Marie-Christine de Merode den Großen Denkmalpreis der Deutschen Burgenvereinigung.

Am heutigen Samstag (4. Mai) wird in Celle der Große Denkmalpreis 2019 der Deutschen Burgenvereinigung an Prinz Charles-Louis und Prinzessin Clotilde de Merode sowie an den Sohn Prinz Albert-Henri und Prinzessin Marie-Christine de Merode als Eigentümer von Schloss Merode verliehen. Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert und damit einer der höchstdotierten Preise, die privatwirtschaftlich für Denkmalschutz in Deutschland vergeben werden.

Die Stiftung der Deutschen Burgenvereinigung, vergibt jährlich diesen Preis und der Vorsitzende Vorstand der Stiftung und Ehrenpräsident der Deutschen Burgenvereinigung, Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein-Sayn nimmt die Ehrung ebenso persönlich vor, wie auch die Präsidentin der Deutschen Burgenvereinigung, Frau Prof. Dr. Barbara Schock-Werner, die ehemalige Dombaumeisterin zu Köln, die die Laudatio hält.

„Ehre und Ansporn zugleich“

Die Preisverleihung findet in Zusammenhang mit der Mitgliederversammlung der Deutschen Burgenvereinigung vor über 200 Mitgliedern statt, die ebenfalls am Wochenende 4. und 5. Mai in Celle durchgeführt wird. Prinz Albert-Henri de Merode kommentiert die Entscheidung mit den Worten: „Für diese überraschende Auszeichnung sind wir überaus dankbar. Dieser Preis ist uns Ehre und Ansporn zugleich.“

Die Prinzen de Merode erhalten den Preis für ihre besonderen Verdienste um den Wiederaufbau, die Sicherung und Erhaltung des Kulturerbes Schloss Merode. Das 850 Jahre alte Wasserschloss wurde im Krieg völlig zerstört und von der Familie wieder aufgebaut. Im Jahr 2000 zerstörte ein Brand jedoch erneut große Teile des Schlosses. Trotz aller Rückschläge leben die Merodes bereits in der 24., 25. und 26. Generation auf dem Schloss in Langerwehe im Kreis Düren.

Nach dem verheerenden Brand im Jahr 2000 gründeten die Nachbarn in Langerwehe einen Förderverein und unterstützten die Familie beim Wiederaufbau des Schlosses. Die Familie selbst hat den Wiederaufbau und den Erhalt von Schloss Merode zum Teil durch ein attraktives Veranstaltungsprogramm finanziert. Dazu gehört unter anderem ein traditioneller Weihnachtsmarkt, der jährlich ca. 70.000 Besucher anzieht und schon mehrfach zum schönsten Weihnachtsmarkt von Nordrhein-Westfalen gewählt wurde.

Seit 120 Jahren im Dienste des Denkmalschutzes

Die Deutsche Burgenvereinigung ist in 13 Landesgruppen untergliedert, die insgesamt über 3.000 Mitglieder betreuen. Die Landesgruppen veranstalten eigene Seminare und laden zu Vorträgen ein. Darüber hinaus stehen auch Reisen zu Burgen und Schlössern im In – und Ausland auf dem Programm. Ein wissenschaftlicher Beirat unterstützt zudem Mitglieder, die im Besitz von historischen Gebäuden sind bei der Restaurierung und Wiederherstellung und fördert auch eine von der Stiftung zu bewilligende finanzielle Unterstützung in Form von Anschubfinanzierungen.

In diesem Jahr besteht die Deutsche Burgenvereinigung seit 120 Jahren und ist damit die älteste überregionale Bürgerinitiative für den Denkmalschutz in Deutschland. Zu ihren Mitgliedern gehören Burgenliebhaber, Freunde historischer Kultur, Eigentümer von denkmalgeschützten Bauten, Schlössern und Burgen, sowie Herrenhäusern, aber auch Kunsthistoriker, Architekten und Denkmalpfleger.

Gegründet wurde die Deutsche Burgenvereinigung vor 120 Jahren von Bodo Ebhardt. Die große Menge der Mitglieder erfreut sich an den alten geschichtsträchtigen Denkmälern und setzt sich für ihre Erhaltung ein. Mitglieder sind automatisch Miteigentümer der Rheinland-Pfälzischen Marksburg in Braubach, dem Sitz der Deutschen Burgenvereinigung und der Stiftung. (DBV/ts)

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