Schwarzes Leben ist für „Black Lives Matter“ nicht wichtig

Von 25. Juni 2020 Aktualisiert: 25. Juni 2020 16:24
Die Leute der Bewegung "Black Lives Matter" sind sehr jung. Sie könnten die schwarzen Gemeinden verbessern. Aber das tun sie nicht.

Während sich die Welt in sinnlosen Debatten über den Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Tulsa, US-Bundesstaat Oklahoma, ergoss, wurden am Vatertagswochenende in der US-Stadt Chicago 60 Schießereien gemeldet – neun davon endeten tödlich.

Unter den Opfern befand sich auch ein 13-jähriges Mädchen. Das Kind wurde in der Nachbarschaft von Austin, einem Stadtviertel in Chicago, auf der West Side erschossen. In derselben Gegend und nur Stunden zuvor, hielt jemand in einem Geländewagen neben einem blauen Honda an und feuerte mehrere Schüsse auf den Fahrer ab. Dabei wurde der dreijährige Sohn des Fahrers getroffen und getötet.

Nur einige Wochen zuvor ereignete sich ein ähnliches Gemetzel in Chicago. Am Wochenende des Memorial Day – der am 31. Mai in den USA begangen wird – wurden 39 Menschen bei Schießereien verwundet und 10 starben. Darunter befand sich ein 16-jähriger Junge.

Und dann haben wir natürlich Minneapolis, der Stadt in Minnesota, wo die meisten der jüngsten Auseinandersetzungen begannen. Dort sind am 21. Juni bei einer Schießerei 11 Menschen verwundet worden – ein Toter.

All diese tragischen Geschehnisse fanden in der afroamerikanischen Community statt. Es waren Schwarze, die Schwarze verwundet oder getötet haben.

Wo war die „Black Lives Matter“-Bewegung (BML) dort? Nirgendwo, weil die Polizei nicht in diese Gewalttaten involviert war. BLM scheint sich nicht um die Gewalt zu kümmern, die Schwarzen angetan wird, wenn die Polizei nicht involviert ist. Die Bewegung kümmert sich auch nicht um die Verbrechen, die Schwarzen von Schwarzen angetan werden. Obwohl diese um ein Vielfaches häufiger und tödlicher sind, was zu exponentiell mehr schwarzen Opfern führt.

Das Hauptinteresse von BLM scheint darin zu bestehen, den Staat zu zerschlagen und mit ihren Kumpels in der „Antifa“ eine Revolution auszulösen, um selbst die Macht zu übernehmen.

Aber es gibt noch einen anderen, vielleicht psychologisch gravierenderen Grund, warum BLM sich nicht mit der Gewalt zwischen Schwarzen und Schwarzen befassen will – außer wenn sie einen Weg finden, die Polizei damit in Verbindung zu bringen.

Wenn sich „Black Lives Matter“ mit den Dingen in den schwarzen Communitys beschäftigen würde, könnte das wirklich peinlich werden. Denn dann entsteht unausweichlich die Frage: Warum ist es den Afroamerikanern nicht gelungen, ihre eigenen Nachbarschaften an Orten wie Chicago, Minneapolis, Baltimore, St. Louis und Los Angeles zu verbessern?

Warum sind sie nach all den Jahren in einem so miserablen Zustand? Warum bringen sich immer noch so viele Menschen gegenseitig um? Ist das alles die Schuld des weißen Mannes?

Nun, in gewisser Weise schon, wenn es der weiße Mann Lyndon B. Johnson ist. Bevor er 1964 aus idealistischen und eigennützigen Gründen die „Große Gesellschaft“ ins Leben rief, waren die meisten schwarzen Familien intakt. Manche Beobachter meinen sogar, damals seien die schwarzen Familien besser intakt gewesen, als die weißen. Doch dann kam das Wohlfahrtssystem. Und im Laufe der Jahre, als die Zuschüsse attraktiver wurden, als ein Lohn für echte Arbeit, lösten sich die schwarzen Familien auf. Ihre Gemeinschaften verfielen zunehmend.

Die überwiegende Mehrheit der schwarzen Kinder wird heute außerehelich in Einelternfamilien geboren. Ihre Leben sind schon gescheitert, noch bevor sie überhaupt eine Chance in der Welt hatten.

Dagegen sollte BLM etwas unternehmen, wenn die Bewegung wirklich etwas für die Afroamerikaner tun wollte und das Leben schwarzer Menschen für sie wirklich eine Bedeutung hätte.

Aber das würde doch keinen Spaß machen. Das Leben vor Ort zu verbessern, die Menschen zu ermutigen, von der Sozialhilfe loszukommen und Arbeit zu finden, Unternehmen zu gründen, dort zu bleiben oder zu heiraten, sich von Drogen, Alkohol und Banden fernzuhalten, all das ist harte Arbeit.

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Die Anführer von „Black Lives Matter“ sind offensichtlich intelligente Menschen. Aber sie gehen den einfachen Weg und lassen ihren Zorn und ihre Angst vor der Wahrheit ihr Leben diktieren. Und dass, obwohl diese, alle diese Menschen, doch so viel Potenzial hätten.

Die BLM-Leute sind sehr jung. Sie könnten die schwarzen Gemeinden verbessern. Aber das tun sie nicht. Sie lenken ihre Energien auf den romantischen Wahn der Revolution, und wollen Dinge niederreißen und zerstören statt etwas aufzubauen.

John Lennon und Paul McCartney haben es in einer frühen, ähnlichen Ära in dem Song „Revolution“ sehr gut ausgedrückt:

„Ihr sagt ihr wollt eine Revolution, nun wisst ihr,
wir alle wollen die Welt verändern.
Ihr sagt mir, es sei Evolution, nun wisst ihr,
wir alle wollen die Welt verändern.
Doch, wenn ihr von Zerstörung sprecht,
wisst ihr, dann könnt ihr mich vergessen.“

Vers drei ist noch zeitgenössischer. Es scheint als ob John und Paul in der Zeit des KPC-Virus direkt zu „Black Lives Matter“ und der „Antifa“ sprechen würden:

„Ihr sagt, ihr werdet die Verfassung ändern, nun wisst ihr,
wir alle wollen eure Köpfe ändern.
Ihr sagt mir, die Institution sei schuld, nun wisst ihr,
ihr solltet lieber euren Geist befreien.
Aber, wenn ihr mit Bildern des Vorsitzenden Mao rumlauft,
werdet ihr nichts, mit niemandem, schaffen.“

Wie Recht sie hatten.

Über den Autor: Roger L. Simon ist ein preisgekrönter Autor, Oscar-nominierter Drehbuchautor und Mitbegründer von PJ Media. Seine jüngsten Bücher sind „Ich weiß am besten: Wie moralischer Narzissmus unsere Republik zerstört, wenn sie es nicht schon getan hat“ (Sachbuch) und „Die Ziege“ (Belletristik).

Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: Black Lives Don’t Matter to Black Lives Matter

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