Politischer Rosenmontag – Broder über Politiker-Auftritte: „Unter aller Sau wäre Beleidigung für die Schweine“

Von 4. März 2019 Aktualisiert: 4. März 2019 18:37
Publizist Henryk M. Broder ist generell kein Freund des närrischen Treibens. Was er diesmal jedoch bei den Auftritten zweier Bundesministerinnen in Aachen beobachten musste, unterbot seine schlimmsten Erwartungen.

Fasching, Karneval, Fasnacht oder wie die sogenannte „närrische Zeit“ regional unterschiedlich genannt wird, hat ihren Ursprung in altheidnischen Frühlingsfesten zur Vertreibung der Geister des Winters, die später christianisiert wurden. Die Zeit geht dem 40-tägigen Fasten vor dem Osterfest voraus, der regional festgelegte Beginn zum 11.11. deutet auf das zusätzliche vorweihnachtliche Fasten nach St. Martin hin.

Seines katholischen Sinnes weitgehend entkleidet, ist der Karneval zwar immer noch in den entsprechenden Gebieten am weitesten verbreitet – der bekannte Publizist Henryk M. Broder dürfte aber nicht der Einzige sein, der an dem, was vom Anlass geblieben ist, jedwede Substanz vermisst.

Deshalb stellt er bereits zu Beginn seiner Ausgabe von „Broders Spiegel“ klar, dass er kein Freund des Rosenmontags sei, diesen „schrecklich“ und „nichts Komisches daran“ finde. Die 22 Jahre, die er in Köln verbracht habe, hätten ihn, so Broder, gelehrt, dem Treiben weiträumig aus dem Weg zu gehen und die entsprechenden Tage in Amsterdam, Paris, Kopenhagen oder Hamburg zu verbringen.

Ein besonderes Ärgernis wären auch dieses Jahr wieder die Beiträge von Politikern gewesen, wobei Broder sich nicht sicher sei, ob deren Anteil in diesem Jahr tatsächlich höher gewesen wäre – oder nur auffälliger.

Exemplarisch griff Broder die Auftritte von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und Bundesjustizministerin Katarina Barley anlässlich des „Ordens wider den tierischen Ernst“ heraus – und kam nicht umhin, Aachen zu attestieren, auch den Humor sehr ernst zu nehmen.

Über die „launisch-launige Rede“, die Klöckner als frischgekürte Ritterin dieses Ordens hielt, weiß Broder zu schildern, diese wäre „so grauenhaft“ gewesen, dass er sich „beim Nacherzählen noch schäme“. Der Auftritt sei jedoch noch problemlos durch jenen von Barley getoppt worden, deren Namensvetterschaft ihm den Appetit auf seine geschätzte Graupensuppe vergälle. Ihren Auftritt „unter aller Sau“ zu nennen, wäre, so Broder, „eine Beleidigung für die Schweine“.

Wer immer ihr den Text geschrieben habe, hätte es mit ihr nicht gut gemeint. Mehr über die „zwei Nichtlachnummern, zu peinlich zum Fremdschämen“, im Video:

Dieser Beitrag stellt ausschließlich die Meinung des Verfassers dar. Er muss nicht zwangsläufig die Sichtweise der Epoch Times Deutschland wiedergeben.
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