Griechenlands Premierminister Kyriakos Mitsotakis.Foto: LUDOVIC MARIN/POOL/AFP via Getty Images

„Corona-Hausarrest“ für alle Griechen ab diesem Wochenende – Ausgangsgenehmigung nur per SMS

Epoch Times6. November 2020 Aktualisiert: 6. November 2020 22:05
In Griechenland gelten ab diesem Wochenende im Kampf gegen die Corona-Pandemie rigorose Ausgangsbeschränkungen. Die Bürger dürfen ihre Häuser und Wohnungen drei Wochen lang nur noch verlassen, wenn ihnen dies von den Behörden per SMS genehmigt wird.

In Griechenland gelten ab diesem Wochenende im Kampf gegen die Corona-Pandemie auch tagsüber rigorose Ausgangsbeschränkungen. Die Bürger dürfen ihre Häuser und Wohnungen nur noch verlassen, wenn sie dies über ihr Handy beantragt und per SMS eine Genehmigung erhalten haben, wie Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Donnerstag ankündigte.

Die Maßnahme gilt drei Wochen lang. Eine nächtliche Ausgangssperre war bereits zuvor für das ganze Land verhängt worden.

Verschärfung des Lockdown eine „schwierige Entscheidung“

Mitsotakis nannte die jetzige Verschärfung des Lockdown eine „schwierige Entscheidung“. Angesichts der „gefährlichen“ Entwicklung der Infektionszahlen sei die Maßnahme jedoch notwendig. Die rigorosen Beschränkungen treten am Samstagmorgen um 06.00 Uhr in Kraft. Demnach müssen auch viele Geschäfte geschlossen bleiben. Nur „essenzielle“ Läden wie Lebensmittelgeschäfte und Apotheken dürfen offen bleiben.

Anders als beim früheren sechswöchigen Lockdown in Griechenland im Frühjahr bleiben aber die Kindergärten und Grundschulen geöffnet. Der Unterricht für Sekundärschüler findet hingegen nur noch aus der Ferne statt, wie dies bereits für Studenten der Fall ist.

Situation in Griechenland

Die positiven Testergebnisse in Griechenland hatten zuletzt deutlich zugenommen. Am Mittwoch wurden 2.646 positiv Getestete und 18 neue Todesfälle, die mit dem neuartigen Coronavirus in Verbindung stehen sollen, verzeichnet.

Besonders besorgt sind die griechischen Behörden aber wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Patienten auf den Intensivstationen. Die Zahl dieser Patienten, die an Beatmungsgeräte angeschlossen sind, hat sich seit Anfang Oktober mehr als verdoppelt. (afp)

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