Italien-Flagge.Foto: iStock

DAFOH richtet Appell an Italiener: Eigenen Werten treu bleiben – sich vom KP Regime distanzieren

Von 19. April 2020 Aktualisiert: 25. Mai 2020 15:29
Die internationale Organisation für Medizinethik Doctors Against Forced Organ Harvesting (DAFOH) setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 2007 gegen gefälschte Zahlen im Gesundheitsbereich des chinesischen Regimes ein. Die Organisation wendet sich mit Sorge an die italienische Bevölkerung: Um die Virus-Pandemie zu überwinden, müsse eine rasche Distanzierung zur kommunistischen Partei Chinas erfolgen, sowie die „trojanischen Pferde“ des Regimes erkannt werden.

Am 9. April veranstaltete die internationale Organisation für Medizinethik Doctors Against Forced Organ Harvesting (DAFOH) eine Video-Pressekonferenz in Rom, Italien. Dabei präsentierte die Organisation, die sich seit ihrer Gründung mit gefälschten Zahlen und schweren Missachtungen der Medizinethik des chinesischen Regimes konfrontiert sieht, besorgniserregende Punkte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und Entwicklungen im italienischen Gesundheits- und Wirtschaftsbereich.

So brachte die Ärzteorganisation verschiedene Strategien des chinesischen Regimes, die sie als trojanische Pferde bezeichneten, zur Sprache – darunter die „Seidenstraße der Gesundheit“ , die Gesichtsmasken-Diplomatie und das chinesische 5G-Netzwerk in italienischen Krankenhäusern.

Vertuschung des Virusausbruchs durch die KPCh kostet unzählige Leben in Italien

Der offizielle Titel der Pressekonferenz lautete: „Die Vertuschung des Wuhan Virus durch die KPCh kostet unzählige Leben in Italien“. Das Herunterspielen des Virusausbruchs durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh), die Verhinderung der Weitergabe von Informationen und das Ruhigstellen von Ärzten wie Dr. Li Wengliang, der seine Kollegen vor dem Virus warnen wollte, werden als Ursachen für das Ausmaß der Pandemie angesehen.

Im Rahmen der Pressekonferenz schließt sich DAFOH anderen Stimmen, wie die der „Free Hongkong Press“ oder dem internationalen Medium Epoch Times an, und bezeichnen das neuartige Coronavirus während der Konferenz als KPCh-Virus.

Italien ist von der Virus-Pandemie besonders stark betroffen und hat mit über 21.000 Toten (Stand: 15.04.) bisher die meisten Todesfälle in Europa. Als ein Hintergrund dafür gilt die enge wirtschaftliche Beziehung zu China. Im Laufe der mehrstündigen Pressekonferenz sprachen die Vortragenden Dr. Katerina Angelopoulou, Repräsentantin von DAFOH für Italien, Marco Respinti, Geschäftsführer des Magazins Bitter Winter, das über die Verfolgung religiöser Minderheiten in China berichtet, und Antonio Stango, Präsident der italienischen Vereinigung für Menschenrechte.

Trojanische Pferde des chinesischen Regimes

Im Laufe der Pressekonferenz diskutierten die Sprecher über verschiedene „Trojanische Pferde“, mit denen das chinesische Regime in Europa und vor allem in Italien, die Pandemie nutzen will, um seinen Einfluss zu vergrößern.

Die „Seidenstraße der Gesundheit“

Im Laufe der Pandemie hat sich die KP Chinas als Initiator der „Seidenstraße der Gesundheit“ präsentiert. Dies wird von Dr. Angelopoulou im Rahmen der Konferenz klar kritisiert. Die italienische Ärztin spricht davon, dass die KPCh zu Beginn des Virusausbruches Anfang Dezember keine Expertenteams nach Wuhan gelassen hatte und die Zahlen der Infizierten wissentlich zu niedrig angegeben habe.

Zum Thema, dass China sich als Initiator der „Seidenstraße der Gesundheit“ darstellen möchte, schreibt sie in einem Pressestatement: „Jedoch haben sie [die KPCh] keine Verantwortung dafür übernommen, dass sie die „Seidenstraße der Pandemie“ verursacht haben.“

Das chinesische Rote Kreuz in Italien

Das chinesische Rote Kreuz gehört nicht zum internationalen Roten Kreuz, sondern wird direkt von der KPCh finanziert und verwaltet. Anfang Februar, geriet die Zweigstelle des chinesischen Roten Kreuzes erstmals ins Visier der internationalen Gesellschaft, weil sie die nach China gespendeten Gesichtsmasken und medizinischen Güter nicht an die Krankenhäuser weiterleiteten.

Laut dem Pressebericht von DAFOH sollen allein bis Februar 2 Milliarden Gesichtsmasken auf diese Weise in China gelagert worden sein. Seit Mitte März schickt das chinesische Rote Kreuz medizinisches Personal, Masken und Medizinprodukte nach Italien. Allerdings musste Italien in diesem Prozess die zuvor gespendeten Masken zurückkaufen.

Laut Dr. Angelopoulou seien diese Hilfsleistungen eine Taktik, um das Image der chinesischen Regierung in Italien aufzubessern. „China behauptet, dass sie das Virus in ihrem Land unter Kontrolle haben und präsentiert ihre Ärzte als Retter und Experten. Jedoch besteht starker Zweifel daran, ob die offiziellen Zahlen aus China überhaupt stimmen“, heißt es im Statement der Pressekonferenz.

Maskendiplomatie – divide et impera

Schutzmasken sind sowohl für das medizinische Personal als auch für die Bevölkerung wichtig und notwendig. Allerdings sind sie in den meisten europäischen Ländern Mangelware. Dies ist nicht zuletzt der Fall, weil viele Masken nach China gespendet wurden. Daher konnten die europäischen Länder sich untereinander nicht mit Schutzmasken unterstützen und versuchten für sich selbst Masken zu beschaffen.

Italien, als das vom Virus am schlimmsten betroffene Land, warf den anderen europäischen Ländern vor, dass sie Italien im Stich gelassen hätten und dass die italienische Bevölkerung nicht mehr an Europa glaube.

Die meisten Länder der Welt, darunter auch Italien, sind beim Import der Masken direkt von China abhängig. Diese Strategie, die sich die KP durch das Horten der Masken zurechtgelegt hat, ist dem römischen Prinzip „divide et impera“ (Teile und Herrsche) gleich.

„Zuerst sorgten sie [das chinesische Regime] für Spannungen zwischen den Ländern und dann präsentieren sie sich als Retter, die Gesichtsmasken in die überforderten Länder liefern“, so Dr. Angelopoulo im Pressestatement der Konferenz.

5G-Netzwerk in italienischen Krankenhäusern

Während die italienische Bevölkerung unter der Virus-Pandemie leidet, nutzt die KP Chinas die Situation, um das staatlich kontrollierte 5G-Netzwerk in den italienischen Krankenhäusern zu propagieren.

Während die Vorteile des Datentransfers über das Virus offiziell in den Vordergrund gestellt werden, sollten bestimmte Punkte dahinter nicht ignoriert werden. Dazu zähle die Kontrolle notwendiger Infrastruktur, die über das 5G-Netzwerk angeschlossen wäre oder der Schutz der Patientendaten.

Appell von DAFOH an die italienische Bevölkerung

Während der Pressekonferenz betonen die Sprecher das besondere Erbe der italienischen Kultur. Italien und seine Bevölkerung waren immer eng mit ihrem Glauben, ihrer Tradition und ihrer reichen Kultur verbunden. Dies steht geradezu im Gegensatz zu den Werten der KPCh, die im Zuge der Kulturrevolution die traditionelle Kultur Chinas vollkommen zerstörte und verschiedene Glaubensrichtungen und Minderheiten bis zum heutigen Tag verfolgt.

Ursprünglich beschäftigt sich DAFOH damit dem staatlich organisierten Organraub in China, vor allem an Falun Gong-Praktizierenden, Einhalt zu gebieten. Auf Grund dieser Erfahrung sind sie davon überzeugt, dass man dem KP Regime auch im Zuge der Virus-Pandemie nicht vertrauen kann. „Wir appellieren an die italienische Regierung und die italienische Bevölkerung, ihre Kultur und ihren Glauben wertzuschätzen und sich sozial und wirtschaftlich von der Kommunistischen Partei Chinas zu distanzieren“, so die Veranstalter der Konferenz.

DAFOH warnt davor, dass sich die angekündigte „Seidenstraße der Gesundheit“ nicht in eine „Seidenstraße der Organraub-Transplantationen“ entwickeln darf.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Vision Times.



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