Erneut Corona-Proteste in Frankreich und Australien – Polizei in Melbourne setzt Gummigeschosse ein

In zahlreichen Großstädten in Frankreich, sowie in den australischen Städten Sydney und Melbourne, gab es erneut Proteste gegen die Corona-Politik der Regierungen. Dabei kam es zu teils massiven Ausschreitungen mit der Polizei.
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Massiver Protest gegen die Zwangsmassnahmen in Frankreich.Foto: STEPHANE DE SAKUTIN/AFP via Getty Images
Epoch Times21. August 2021

In Frankreich finden am Samstag das sechste Wochenende in Folge Proteste gegen die verschärften Corona-Regeln statt. Landesweit sind mehr als 200 Kundgebungen angekündigt worden. Allein für Paris wurden vorab vier Protestmärsche angekündigt, davon zwei der „Gelbwesten“-Bewegung. Auch Gruppen des Rechtsaußen-Lagers wollten erneut ihre Anhänger mobilisieren.

Die Demonstranten wollen mit ihrem Protest den Unmut über die von Präsident Emmanuel Macron verkündete Corona-Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal bekunden. Sie lehnen auch die kürzlich eingeführte Corona-Testpflicht für den Besuch von Restaurants, Kinos oder Einkaufszentren ab. Vergangenen Samstag waren nach Angaben des Innenministeriums mehr als 210.000 Menschen auf die Straße gegangen, die Organisatoren zählten fast doppelt so viele Teilnehmer.

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Hunderte Festnahmen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen in Australien

Bei Protesten gegen die strikten Corona-Einschränkungen in Teilen Australiens ist es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften gekommen. Wie die Polizei im Bundesstaat Victoria am Samstag mitteilte, wurden bei Kundgebungen in Melbourne mehr als 200 Menschen festgenommen. Sieben Polizeibeamte seien bei den nach verletzt worden. Die Beamten setzten Pfefferspray gegen Teilnehmer der Proteste ein. Die Polizei ging massiv gegen die unbewaffneten Demonstranten auch mit Gummigeschossen und Pferdestaffeln vor.

In Sydney waren laut Angaben der Polizei des Bundesstaats New South Wales wegen Protesten mehr als 1.500 Sicherheitskräfte im Einsatz. Sie errichteten Straßensperren und nahmen dutzende Menschen fest. Auch in Brisbane im Bundesstaat Queensland protestierten zahlreiche Menschen erneut gegen die Corona-Maßnahmen.

Als Reaktion auf einen Anstieg an Corona-Infektionen bzw. positiven  Testergebnissen in Australiens zweitgrößter Staat Melbourne und in weiteren Teilen von Victoria hatten die Behörden am Samstag eine nächtliche Ausgangssperre auf den gesamten Bundesstaat ausgeweitet. Gemäß der neuen Anordnung müssen die Menschen zwischen 21.00 Uhr und 05.00 Uhr morgens zu Hause bleiben.

Australiens größte Stadt Sydney befindet sich bereits in der siebten Woche in einem Corona-Lockdown. Die mehr als fünf Millionen Einwohner sind aufgerufen, ihre Wohnungen nur in dringenden Fällen zu verlassen. Die Maßnahmen wurden mindestens bis September verlängert.

Australien hatte die Corona-Pandemie zunächst mit der Schließung seiner Grenzen, der schnellen Verhängung von Lockdowns bei bekannten Fällen und intensiver Kontaktverfolgung lange weitgehend eindämmen können. In den vergangenen Monaten stieg jedoch die Zahl der Infektionen.

Die zunächst zögernd angelaufene Corona-Impfkampagne hat nun etwas mehr Zulauf, dennoch ist weniger als ein Drittel der Australier vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Viele Australier stehen der Corona-Politik der Regierung skeptisch gegenüber. (afp/er)



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