Falun-Gong-Praktizierende fordern ein Ende der Verfolgung durch die KP Chinas

Von 27. September 2021 Aktualisiert: 28. September 2021 10:30
Anlässlich der Generalversammlung der Vereinten Nationen protestierten Falun-Gong-Praktizierende gegen die Verfolgung der Meditationspraxis in China. Die buddhistische Praxis ist die größte verfolgte Gruppe im kommunistisch regierten Land und schon seit über zwei Jahrzehnten massiven Repressionen ausgesetzt.

Die UN-Generaldebatte in New York geht am Montag zu Ende. Bei der einwöchigen Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York ging es unter anderem um Klimapolitik und die Lage in Myanmar und Afghanistan.

Unter den vielen Rednern war auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der Deutschland repräsentierte. Steinmeier hat eine ehrlichere, klügere und stärkere deutsche Außenpolitik als Konsequenz aus dem Scheitern des Westens in Afghanistan angemahnt. Ein „Rückzug von der Welt“ sei keine Option, sagte er am Freitag in der ersten Rede eines Bundespräsidenten vor der UN-Vollversammlung seit fast 40 Jahren.

Steinmeier plädierte eindringlich für mehr deutsche und europäische Verantwortung in der Welt – auch militärisch, aber nicht nur: „Militärische Stärke ohne den Willen zur Verständigung, ohne Mut zur Diplomatie macht die Welt nicht friedlicher. Wir brauchen Verhandlungsstärke ebenso wie Verteidigungsstärke.“

Der Bundespräsident richtete auch mahnende Worte an die Großmächte USA, China und Russland, die sich in Bezug auf Afghanistan derzeit im UN-Sicherheitsrat gegenseitig blockieren. „Die Vereinten Nationen sind kein wertneutraler Boxring der Weltmächte“, sagte er. Die mächtigen Staaten müssten ihrer Verantwortung für kleinere Länder gerecht werden.

Der Bundespräsident forderte gleichzeitig mehr deutsches und europäisches Engagement: „Wir Europäer, auch wir Deutsche, müssen mehr tun für unsere eigene Sicherheit, mehr tun für Frieden und Stabilität in unserer Nachbarschaft und weltweit.“

Was das mit Blick auf das kommunistische China, in dem die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, bedeutet, wird sich zeigen.

Verfolgung in China

Vor dem UN-Gebäude wurde auch auf die verheerende Menschenrechtslage in China aufmerksam gemacht. Anhänger der buddhistischen Meditationsbewegung Falun Gong demonstrierten für ein Ende der Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas (KPC).

Seit mehr als zwei Jahrzehnten machen die zu Unrecht Verfolgten auf die Menschenrechtsverletzungen in China aufmerksam – seit 22 Jahren protestieren sie vor der UNO in New York. Mit 70 bis 100 Millionen Übenden weltweit ist Falun Gong die größte verfolgte Gruppe in China und weltweit.

Die Verfolgung wurde in den UN-Debatten nicht thematisiert. Ein Grund für das Schweigen vieler Länder sind die lukrativen Wirtschaftsbeziehungen zu Peking.

Stimme für die Verfolgten

Wie kam es zur Verfolgung von Falun Gong durch die KP Chinas? Aufgrund der zunehmenden Popularität in allen Schichten der Bevölkerung fühlte sich die KP in ihrem Machtanspruch bedroht. Schließlich leitete der ehemalige KP-Führer Jiang Zemin 1999 eine systematische Auslöschungskampagne ein – in der Hoffnung, die Praktik in wenigen Monaten zu zerschlagen.

Seither wurden Millionen von Praktizierenden in Gefängnissen, Arbeitslagern und anderen Einrichtungen inhaftiert. Nach Angaben des Falun-Dafa-Informationszentrums wurden Hunderttausende während der Haft gefoltert – viele sind gestorben.

Jacek Krzywinski, einer der Demonstranten, die vor dem UN-Gebäude meditierten und Banner hochhielten, sagte, er wolle das „Bewusstsein dafür schärfen, was in China geschieht.“

Sie haben (…) dort drüben keine Stimme, also sind wir hier. Wir sind ihre Stimme hier in Amerika“, so Krzywinski.

Er hofft, dass die Vereinten Nationen etwas gegen die Menschenrechtsverletzungen in China unternehmen. „Sie wissen wahrscheinlich, was in China vor sich geht“, sagte er gegenüber der Epoch Times.

Tom Tang, ein chinesischstämmiger Falun Gong-Praktizierender, der in New York lebt, will die Menschen in der ganzen Welt von der Verfolgung wissen lassen. „Wir wollen nur, dass die UNO hilft, die Verfolgung von Falun Gong zu beenden. Wir wollen helfen, die chinesische Regierung davon abzuhalten, Schlechtes zu tun“, sagte Tang.

Systematischer Organraub bestätigt

Tang wies auch auf die gewaltsame Entnahme von Organen von inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden durch die KP Chinas hin.

Ein Volkstribunal in London bestätigte im Jahr 2019 nach umfassender Prüfung der Beweise die ungeheuerlichen Anschuldigungen. Das chinesische Regime profitiert demnach durch den Verkauf von Organen in seiner lukrativen Organtransplantationsindustrie.

Die Demonstrantin Helen Huang bat die Menschen, eine Petition zu unterzeichnen, die das Ende der Kommunistischen Partei Chinas fordert. Das Ende der KPC bedeute, dass das chinesische Volk frei sein werde und dass die Praktizierenden aus dem Gefängnis frei kämen, sagte sie.

Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa, ist eine spirituelle Praxis, die Meditationsübungen und Lehren umfasst, die auf den Grundsätzen von Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht basieren.

Die Generaldebatte der UN-Vollversammlung hat am vergangenen Dienstag begonnen. An dem einwöchigen diplomatischen Spitzentreffen nahmen rund hundert Staats- und Regierungschefs und zahlreiche Außenminister teil.

Mk mit Material der Epoch Times USA



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