Insel-Streit im Südchinesischen Meer: Filipinos beklagen Chinas „aggressive und militaristische Politik“

Epoch Times9. April 2019 Aktualisiert: 9. April 2019 19:27
Demonstranten auf den Philippinen beklagen die "sehr aggressive und militärische" Politik des chinesischen Regimes im Südchinesischen Meer.

Die Lage im Südchinesischen Meer spitzt sich weiter zu: Rund 200 philippinische Aktivisten marschierten am Dienstag zum chinesischen Konsulat in Manila, um gegen Drohgebärden des chinesischen Regimes im Südchinesischen Meer zu demonstrieren.

„Wir sind nicht blind. Wir wissen, dass es sich um Milizen handelt. Der Einsatz so vieler sogenannter Fischer auf unseren Inseln schränkt unsere Bewegungsfreiheit ein, das Recht unserer Fischer auf Fischfang und das Recht unserer Militärschiffe auf Patrouille. Das ist ein weiteres Zeichen für Chinas sehr aggressive Politik. Es ist eine militaristische Politik im westlichen Philippinischen Meer und dagegen protestieren wir. Das Tragische daran ist, dass unsere Regierung hilflos zu sein scheint und das Vorgehen toleriert,“ sagte ein Demonstrant.

Verschiedenen Medienberichten zufolge haben chinesische Milizen eine von den Philippinen beanspruchte Insel im Südchinesischen Meer mittels Fischerbooten umzingelt.

Das philippinische Militär gab bekannt, etwa 275 Boote zu überwachen, von denen angenommen wird, dass sich das chinesische Militär an Bord befindet. Die Fischerboote ankern seit Anfang des Jahres nahe der Insel Thitu.

Thitu, auch bekannt als Pag-asa (Hoffnungsinsel), ist die größte von den Philippinen beanspruchte Insel im ölreichen Südchinesischen Meer und liegt rund 20 Kilometer vom chinesischen Subi-Riff entfernt.

In Chinas Schuldenfalle

Wegen Chinas Vorstoß im Südchinesischen Meer, reichte Manilas Regierung vergangene Woche Beschwerde in Peking ein. Die Demonstranten sagten aber, dass dies nicht reichen und Chinas Regime sein Verhalten nicht ändern würde. Die Menschen beklagen auch, dass der Kredit und die Verträge für Infrastrukturprojekte zwischen den Philippinen und China letzten Endes nur  vorteilhaft für Peking sein werde – die Bürger befürchten eine Schuldenfalle.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte pflegt seit seiner Amtsübernahme im Jahr 2016 engere Beziehungen zum chinesischen Regime. Duterte betonte jedoch, er werde es China nicht erlauben, die Insel Thitu zu besetzen. Der Staatschef richtete scharfe Worte an Peking: sollte  Chinas Regierung tatsächlich versuchen, die Insel unter ihre Kontrolle zu bringen, würden philippinische Soldaten alles in ihrer Macht stehende tun, um dies zu verhindern. (Reuters/so)



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