Ein Schlepper (C) der holländischen Bergungsfirma SMIT versucht das brandgeschädigte, in Singapur registrierte Containerschiff MV X-Press Pearl (L) am 2. Juni 2021 von der Küste Colombos wegzuschleppen, nachdem der srilankische Präsident Gotabaya Rajapaksa angeordnet hatte, das Schiff in tieferes Wasser zu bringen, um eine größere Umweltkatastrophe zu verhindern.Foto: ISHARA S. KODIKARA/AFP via Getty Images

Brände auf Schiffen: Untergang vor Sri Lanka und im Golf von Oman

Epoch Times2. Juni 2021 Aktualisiert: 2. Juni 2021 10:11

Das durch einen Brand vor der Küste Sri Lankas beschädigtes Containerschiff droht doch noch zu sinken. Das teilte die Marine des Inselstaats am Mittwoch mit, nachdem Experten einer niederländischen Spezialfirma versucht hatten, das Wrack weg von der Küste zu schleppen.

Zuvor hatte ein Feuer an Bord 13 Tage lang gebrannt, bevor es am Dienstag gelöscht werden konnte.

Auf dem in Singapur registrierten Containerschiff war am 20. Mai kurz vor der Einfahrt in den Hafen von Colombo ein Feuer ausgebrochen. Die „X-Press Pearl“ transportierte unter anderem 25 Tonnen Salpetersäure und andere Chemikalien sowie 28 Container mit Plastikgranulat.

Zudem hatte sie 278 Tonnen Schweröl und 50 Tonnen speziellen Kraftstoff für Schiffe an Bord. Mehrere Container stürzten von dem brennenden Schiff ins Meer. Die Plastikteilchen verschmutzen seither die bei Urlaubern beliebten Strände Sri Lankas.

Sri Lankas Polizei ermittelt nun gegen die Reederei und die Schiffsbesatzung und fordert eine Entschädigung von der Versicherung des Frachters. Am Montag wurde mit der Befragung der 25 Crewmitglieder begonnen. Die Ermittler vermuten, dass das Feuer durch ein Leck in einem Salpetersäure-Fass verursacht wurde, von dem der Kapitän schon Tage zuvor wusste.

Iranisches Marineschiff sinkt nach Brand in Golf von Oman

Zudem ist das vermutlich größte Versorgungsschiff der iranischen Marine im Golf von Oman gesunken. Auf dem Tanker „Charg“ sei am Dienstag um 2:25 Uhr Ortszeit ein Feuer ausgebrochen, teilte das Militär am Mittwoch mit. Die Besatzung sei in Sicherheit.

Vor dem Untergang der „Charg“ sei 20 Stunden lang versucht worden, das Feuer zu löschen. Das Schiff sank nach Marineangaben vor dem Hafen von Dschaskim Süden des Landes in der Nähe der Straße von Hormus. Die Umstände sind unklar. Das Staatsfernsehen und die halboffiziellen Agenturen Fars und Tasnim beschrieben die Charg als Ausbildungsschiff.

Die Charg kann andere Schiffe auf See mit Nachschub versorgen und auch schwere Ladung befördern. Sie wurde 1977 zu Wasser gelassen und in Großbritannien gebaut. (afp/ks)

 

 

 

 



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