Irans Präsident Hassan Ruhani (r.) mit Außenminister Mohamed Dschawad Sarif.Foto: ATTA KENARE/AFP/Getty Images

Irans Präsidialamt: Ruhani wird Sarifs Rücktritt nicht akzeptieren

Epoch Times26. Februar 2019 Aktualisiert: 26. Februar 2019 7:05
Am Montag hat der iranische Außenminister Mohamed Dschawad Sarif seinen Rücktritt angekündigt. Das sorgte für einen Wirbel in Teheran. Nun gab das iranische Präsidialamt bekannt, dass Präsident Hassan Rohani den Rücktritt nicht akzeptieren werde.

Ein Rücktritt vermutlich ohne Folgen: Das iranische Präsidialamt hat den Rücktritt von Außenminister Mohamed Dschawad Sarif bestätigt. Gleichzeitig wurde aber bekanntgegeben, dass Präsident Hassan Ruhani dies nicht akzeptieren werde.

Sarif habe bis jetzt bravourös seine Arbeit verrichtet und werde es auch weiterhin tun, so das Präsidialamt auf seiner Instagram-Seite in der Nacht. Daher werde Präsident Ruhani auch diesen Rücktritt nicht akzeptieren.

Pompeo: „Sarif und Ruhani sind Strohmänner einer korrupten religiösen Mafia.“

Währenddessen reagierte die US-Regierung betont kühl auf Sarifs Rücktrittsankündigung. US-Außenminister Mike Pompeo schrieb am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter, die Ankündigung werde „zur Kenntnis“ genommen. Nun werde abgewartet, ob Sarif das Amt tatsächlich abgebe.

„So oder so sind er und Hassan Ruhani nur Strohmänner einer korrupten religiösen Mafia.“ Im Iran würden alle Entscheidungen letztlich von Ayatollah Ali Chamenei getroffen, schrieb Pompeo. „Unsere Politik ist unverändert – das Regime muss sich wie ein normales Land verhalten und seine Bürger respektieren.“

Sarif hatte am Montag über seinen Instagram-Account erklärt, seinen Rücktritt eingereicht zu haben. Das Rücktrittsgesuch des 59-Jährigen muss allerdings noch von Präsident Ruhani akzeptiert werden.

Starke Kritik an Sarif seitens der konservativen Hardliner

Sarif ist seit 2013 iranischer Außenminister und war maßgeblich an der Erarbeitung des Atomabkommens von 2015 beteiligt. Konservativen Kräfte in Teheran ist der erfahrene Diplomat wegen seiner gemäßigten Haltung gegenüber dem Westen schon lange ein Dorn im Auge.

Seit der einseitigen Aufkündigung des Atomabkommens durch die USA im Mai 2018 nahm die Kritik der konservativen Hardliner an ihm zu. (dpa/afp)

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