Geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel in Glasgow am 1. November 2021.Foto: PHIL NOBLE/POOL/AFP via Getty Images

Merkel beim Klimagipfel: „Es geht um eine umfassende Transformation des Lebens“

Epoch Times1. November 2021 Aktualisiert: 1. November 2021 21:05

Die zweiwöchige COP26 hatte am Sonntag begonnen. Verhandelt wird bis zum 12. November über die weitere Umsetzung des Pariser Klimaabkommens von 2015. Darin hatte sich die internationale Gemeinschaft darauf geeinigt, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, idealerweise 1,5 Grad, im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen.

Insgesamt wurden am Montag in Glasgow mehr als 120 Staats- und Regierungschefs erwartet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei ihrem Auftritt in Glasgow für eine weltweite CO2-Bepreisung geworben.

„Mit einer solchen Bepreisung können wir unsere Industrie, unsere Wirtschaft dazu bringen, die technologisch besten und effizientesten Wege zu finden, um zur Klimaneutralität zu kommen“, sagte Merkel am Montag. Es gehe um die Veränderung des Wirtschaftens, Arbeitens – „und das ist eine umfassende Transformation“, so Merkel.

Die Bundesregierung hatte schon im Vorfeld angekündigt, sich in Glasgow um Fortschritte vor allem in den Bereichen der Emissionsminderung und der internationalen Klimafinanzierung zu kümmern.

Merkel verwies auf die bislang unzureichenden Klimaziele in vielen Ländern der Welt. Die von den Unterzeichnerstaaten des Pariser Klimaabkommens eingereichten Treibhausgas-Reduktionsziele „ergeben zusammen nicht das, was wir in Paris vereinbart haben“, betonte sie.

Erdogan sagt Teilnahme an Weltklimakonferenz ab

Nicht anwesend waren mit Chinas Präsident Xi Jinping und Russlands Staatschef Wladimir Putin allerdings die Staatsoberhäupter von zwei der größten Treibhausgas-Emittenten der Welt.

Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat seine Teilnahme an der Weltklimakonferenz (COP26) kurzfristig abgesagt. Als Begründung verwies Erdogan am Montag auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit bei dem Gipfeltreffen im schottischen Glasgow.

Erdogan hatte sich am Sonntag am Rande des G20-Gipfels in Rom mit US-Präsident Joe Biden getroffen und wollte eigentlich am Montag nach Glasgow weiterreisen.

Doch stattdessen flog er in die Türkei zurück. Erdogan sagte Journalisten an Bord seiner Regierungsmaschine, dass die Organisatoren des UN-Klimagipfels nicht auf die Forderungen seiner Delegation hinsichtlich der Sicherheitsvorkehrungen eingegangen seien.

„Es ging nicht nur um unsere eigene Sicherheit, sondern auch um das Ansehen unseres Landes“, sagte der Präsident nach Angaben der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Laut einem Bericht des Online-Portals „Middle East Eye“ drehte sich der Streit um die Größe von Erdogans Delegation. Die Organisatoren hatten demnach eine Begrenzung der türkischen Reisedelegation gefordert.

G20-Gruppe einigt sich auf Klimaziele

Unmittelbar vor der COP26 hatten sich die Staats- und Regierungschefs der G20-Gruppe am Sonntag auf ambitioniertere Klimaziele geeinigt. In der Abschlusserklärung ihres zweitägigen Gipfels in Rom stellten sich die Staats- und Regierungschefs 20 führender Wirtschaftsnationen unter anderem hinter das 1,5-Grad-Ziel und sagten einen Stopp der Finanzierung von Kohlekraftwerken im Ausland ab kommendem Jahr zu.

Die G20-Staaten sind gemeinsam für rund 80 Prozent aller globalen Emissionen verantwortlich. Von ihren Klimamaßnahmen geht deshalb eine große Signalwirkung aus.

Klimaaktivisten kritisierten die G20-Vereinbarungen als unzureichend. Auch am Montag gingen in Glasgow wieder Demonstranten auf die Straße. Auch die schwedische Aktivistin Greta Thunberg beteiligte sich an einer Protestaktion. (afp/dts/nh/dl)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Die Umweltbewegung benutzt mit sensationeller Rhetorik den aufrichtigen Wunsch der Menschen, die Umwelt zu schützen. Allerdings treiben verschiedene Akteure den Umweltschutz auf die Spitze und verabsolutieren das harmonische Zusammenwirken der menschlichen Gesellschaft mit der natürlichen Ökologie.

Was viele dabei nicht erkennen, ist, wie Kommunisten diesen neuen „Ökologismus“ benutzen, um sich als moralisch überlegen darzustellen und ihre eigene Agenda voranzutreiben. Auf diese Weise wird der Umweltschutz in hohem Maße politisiert, ins Extrem getrieben und sogar zu einer Pseudoreligion.

Irreführende Propaganda und verschiedene politische Zwangsmaßnahmen gewinnen die Oberhand, wobei sie das Umweltbewusstsein in eine Art „Kommunismus light“ verwandeln. „Öko und die Pseudoreligion Ökologismus“ wird im Kapitel 16 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert.

Jetzt bestellen – Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

„Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Die Autoren analysieren, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion