Der Grenzübergang Röszke zwischen Ungarn und Serbien.Foto: OLIVER BUNIC/AFP via Getty Images

Migranten an der Grenze: Ungarische Grenzpolizei feuert Warnschüsse ab

Epoch Times28. Januar 2020 Aktualisiert: 28. Januar 2020 18:47
Ungarn hat Warnschüsse gegen Migranten abgefeuert. Eine große Gruppe von Menschen versuchte, die serbisch-ungarische Grenze am Übergang Röszke gewaltsam zu durchbrechen.

Ungarische Grenzpolizisten haben zur Abschreckung von Dutzenden Flüchtlingen und Migranten Warnschüsse an der Grenze zu Serbien abgefeuert.

Eine Gruppe von rund sechzig bis siebzig illegalen Migranten habe nahe des ungarischen Ortes Röszke versucht, „auf organisierte und aggressive Weise von Serbien aus in ungarisches Gebiet einzudringen“, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Budapest. Nachdem die Grenzpolizei drei Warnschüsse abgegeben habe, seien die meisten wieder auf die serbische Seite zurückgekehrt.

Die ungarische Polizei legte Kameraaufnahmen von 5.30 Uhr morgens vor, auf denen Menschen zu sehen sind, die teils mit Rucksäcken über eine Mauer springen und an einem Eisentor am Grenübergang Röszke vorbeilaufen.

Nach den Warnschüssen hätten die Grenzpolizisten Verstärkung bekommen, sagte der Polizeisprecher weiter. Vier Männer, die über die Grenze in ungarisches Gebiet gelaufen seien, wurden laut Polizei später festgenommen, einige weitere Geflüchtete seien weiterhin unterwegs. Die Beamten hätten das Gebiet rund um Röszke „hermetisch abgeriegelt“.

Auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im Jahr 2015 hatten hunderte Migranten nahe Röszke eine Polizeiabsperrung durchbrochen, bevor der ungarische Grenzzaun zum Nicht-EU-Staat Serbien fertiggestellt war.

Das serbische Innenministerium teilte derweil mit, die serbische Grenzpolizei habe „37 Migranten gefunden, die am frühen Morgen gegen 5.00 Uhr illegal nach Ungarn einreisen wollten“. Die Gruppe habe versucht, den ungarisch-serbischen Grenzzaun in der Nähe des serbischen Ortes Horgos  durchzuschneiden, hieß es in einer Erklärung. Die Menschen seien später in eine Polizeistation in der nahegelegenen serbischen Stadt Kanjiza gebracht worden.

Deutlicher Anstieg von versuchten illegalen Grenzübertritten

Der Sicherheitsberater von Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban, György Bakondi, sprach unter Berufung auf Polizeistatistiken von einem deutlichen Anstieg von versuchten illegalen Grenzübertritten im südlichen Ungarn. Allein im Monat Januar verzeichneten die Behörden demnach 3400 Versuche – im vergangenen Jahr seien es pro Monat nur mehrere hundert gewesen. Zu Beginn des Monats verstärkte die ungarische Grenzpolizei nach eigenen Angaben ihre Präsenz an der Grenze.

Der ungarische Regierungschef Orban fährt eine harte Linie in Bezug auf die illegale Einwanderung. Er ist einer der schärfsten internationalen Kritiker der Migrationspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel. (afp/so)


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