Lockdown in Auckland, Neuseeland.Foto: Fiona Goodall/Getty Images

„No Covid“-Flop in Neuseeland: Opposition fordert Impfungen gegen Delta-Variante

Von 2. September 2021 Aktualisiert: 2. September 2021 13:06
Lange Zeit führten Befürworter einer „No Covid“-Strategie mit extremem Lockdown Neuseeland als positive Referenz an. In dem dünn besiedelten Land gab es lange Zeit nur wenige Corona-Fälle. Jetzt aber breitet sich die Delta-Variante aus, und die späte Impfkampagne lahmt.

In der Anfangsphase der Corona-Pandemie hatte Neuseeland als eines der ersten Länder weltweit eine besonders harte Lockdown-Politik praktiziert, die über zwei Monate fast vollständig das öffentliche Leben lahmlegte. Zudem wurden strenge Grenzkontrollen und weitreichende Quarantänebestimmungen in Kraft gesetzt.

Schon ab Mai 2020 war die Zahl der täglichen Neuinfektionen in den einstelligen Bereich gesunken – Anhänger einer radikalen „No Covid“-Strategie feierten die dünn besiedelte Inselgruppe im Südpazifik als Modellstaat.

Neuseeland von Delta-Variante „überrumpelt“

Seit Mitte August 2021 ist es mit der Erfolgsgeschichte vorbei. Die Zahl der Neuinfektionen hat wieder die Größenordnung von zu Beginn der Pandemie erreicht, und neuerliche Lockdowns verfehlen weitgehend ihre Wirkung.

Der „Tagesspiegel“ räumt ein, dass die lange Zeit als besonders erfolgreich geltende Nation unter der weit linken Ministerpräsidentin Jacinda Ardern „überrumpelt“ wurde und sich „Ernüchterung“ über die zuvor so gelobte „No Covid“-Strategie breitmacht.

Zwar gilt die höchste Corona-Warnstufe 4 nur noch in zwei nördlichen Regionen, das Land sei jedoch, so Ashley Bloomfield von der staatlichen Gesundheitsbehörde, „noch nicht über den Berg“. Fast alle Infektionen gehen auf die Delta-Variante zurück, die sich von der ursprünglichen Variante des Coronavirus durch eine deutlich schnellere Verbreitung unterscheidet.

„No Covid“ hat niedrigschwelligere Schritte vereitelt

Niedrigschwelligere Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Corona wie Masken-Empfehlungen, Teststrategien, Tracking-Apps oder die Corona-Schutzimpfung spielten in Neuseeland eine deutlich geringere Rolle als in Ländern ohne „No Covid“-Ansatz.

Die Impfkampagne in Neuseeland begann spät und lief langsam an. Der Opposition zufolge habe der vorübergehende Erfolg der No-Covid-Strategie die Regierung selbstgefällig werden lassen, sodass diese sich nicht mehr darum gekümmert habe, zeitgerecht ausreichend Impfstoffe für die Bevölkerung zu besorgen. Dies sei erst erfolgt, als Israel seine Kampagne schon fast beendet habe.

Mittlerweile sind dem Gesundheitsministerium zufolge etwas über 1,2 Millionen Menschen in Neuseeland geimpft – das sind 24 Prozent der Bevölkerung.

Zusätzliches Personal für Intensivstationen angefordert

Bildungsminister Chris Hipkins gibt sich selbstkritisch: Die bestehenden Maßnahmen würden „weniger adäquat und robust erscheinen“, was „einige große Fragen“ hinsichtlich der Pandemie-Strategie der Regierung aufwerfe.

Mittlerweile haben die Krankenhäuser in der Region Auckland zusätzliches Personal für die Intensivstationen angefordert. Die Zahl der stationär zu behandelnden Infizierten sei zwar noch moderat, heißt es aus Gesundheitsbehörden. Fachleute befürchten jedoch, dass die pandemische Zuspitzung der vergangenen Wochen nur verschleppt worden sein könnte – und ein weiterer deutlicher Anstieg der Ansteckungszahlen nicht auszuschließen wäre.



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Alle Völker der Welt kennen den Teufel aus ihren Geschichten und Legenden, Traditionen und Religionen. Auch in der modernen Zeit führt er – verborgen oder offen – auf jedem erdenklichen Gebiet seinen Kampf gegen die Menschheit: Religion, Familie, Politik, Wirtschaft, Finanzen, Militär, Bildung, Kunst, Kultur, Medien, Unterhaltung, soziale Angelegenheiten und internationale Beziehungen.

Er verdirbt die Jugend und formt sich eine neue, noch leichter beeinflussbare Generation. Er fördert Massenbewegungen, Aufstände und Revolutionen, destabilisiert Länder und führt sie in Krisen. Er heftet sich - einer zehrenden Krankheit gleich - an die staatlichen Organe und die Gesellschaft und verschwendet ihre Ressourcen für seine Zwecke.

In ihrer Verzweiflung greifen die Menschen dann zum erstbesten „Retter“, der im Mantel bestimmter Ideologien erscheint, wie Kommunismus und Sozialismus, Liberalismus und Feminismus, bis hin zur Globalisierungsbewegung. Grenzenloses Glück und Freiheit für alle werden versprochen. Der Köder ist allzu verlockend. Doch der Weg führt in die Dunkelheit und die Falle ist bereits aufgestellt. Hier mehr zum Buch.

Jetzt bestellen - Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

Das dreibändige Buch „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Es analysiert, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion