Revolutionsgarden warnen bei Angriff auf den Iran mit Vergeltung

Nach der Ankündigung der USA, ihre Streitkräfte in der Golfregion zu verstärken, hat der Iran für den Fall eines Angriffs auf sein Land mit Vergeltung gedroht. "Wer möchte, dass sein Land zum Hauptschlachtfeld wird, nur zu", sagte der Kommandeur der Revolutionsgarden.
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Seine Einheiten würden einen Krieg auf iranischem Territorium "niemals zulassen", bekräftigte Hossein Salami in Teheran. Foto: ATTA KENARE/AFP/Getty Images
Epoch Times21. September 2019

Nach der Ankündigung der USA, ihre Streitkräfte in der Golfregion zu verstärken, hat der Iran für den Fall eines Angriffs auf sein Land mit massiver Vergeltung gedroht. „Wer auch immer möchte, dass sein Land zum Hauptschlachtfeld wird, nur zu“, sagte der Kommandeur der Revolutionsgarden, Hossein Salami, am Samstag vor Journalisten in Teheran.

Seine Einheiten würden einen Krieg auf iranischem Territorium „niemals zulassen“, bekräftigte Salami. Er hoffe, dass die USA keinen „strategischen Fehler“ machten, fügte er unter Hinweis auf frühere „Abenteuer“ Washingtons gegenüber seinem Land hinzu.

Am Freitag hatten die USA als Reaktion auf die Luftangriffe auf zwei saudiarabische Ölanlagen eine „moderate“ Verstärkung ihrer Truppen in der Golfregion angekündigt. Pentagonchef Mark Esper erklärte in Washington, dies geschehe auf Bitten Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Truppen seien „defensiver Natur und vorrangig auf die Luft- und Raketenabwehr konzentriert“.

Am vergangenen Samstag waren die Ölanlagen in Churais und Abkaik in Saudi-Arabien angegriffen worden, woraufhin die Ölproduktion einbrach und der Ölpreis anstieg. Zu dem Angriff bekannten sich die schiitischen Huthi-Rebellen im Jemen, die vom Iran im jemenitischen Bürgerkrieg unterstützt werden. Die USA und ihr Verbündeter Saudi-Arabien aber machen den Iran für die Angriffe verantwortlich, was Teheran zurückweist.

Am Freitag verschärfte US-Präsident Donald Trump zudem die Sanktionen gegen die iranische Zentralbank. Nach Angaben von US-Finanzminister Steven Mnuchin sollen durch die neuen Sanktionen Geldflüsse in Milliardenhöhe an von Washington als „terroristisch“ eingestufte Gruppierungen unterbunden werden. Dazu zählte er auch die Al-Kuds-Brigaden – die im Ausland aktive Elitetruppe der iranischen Revolutionsgarden.

Salami sprach am Samstag bei der Einweihung einer neuen Ausstellung in Teherans Museum der Islamischen Revolution und Heiligen Verteidigung. Die Schau zeigt nach iranischen Angaben Drohnen aus den USA und anderen Staaten, die auf iranischem Gebiet abgefangen wurden.

Seit dem einseitigen Rückzug Washingtons aus dem internationalen Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 steigen die Spannungen zwischen den beiden Staaten stetig. (afp)



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