Endloskonflikt: Nordkorea reagiert auf Südkorea reagiert auf Nordkorea

Die USA und Südkorea starten ihre größten gemeinsamen Militärübungen seit Jahren und Nordkorea antwortet mit Drohgebärden.
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Wichtigstes Gipfeltreffen seit 12 Jahren: Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol (3.v.r.) und seine Frau Kim Keon Hee (2.v.r.) besuchen Japan. – Yoon kam am 16. März in Japan an, um ein „neues Kapitel“ in den Beziehungen aufzuschlagen, nur Stunden nachdem Pjöngjang eine ballistische Langstreckenrakete abgefeuert hatte. Foto von Kazuhiro Nogi/AFP via Getty Images
Epoch Times16. März 2023

Kurz vor dem Besuch des südkoreanischen Präsidenten in Japan hat Nordkorea nach Angaben aus Seoul am Donnerstag eine Interkontinentalrakete abgefeuert. Sie sei im Gebiet Sunan am nördlichen Stadtrand Pjöngjangs abgeschossen worden, teilte Südkoreas Generalstab mit. Die Rakete flog demnach rund 1.000 Kilometer weit. Aus Tokio hieß es, die Rakete habe eine maximale Höhe von über 6.000 Kilometern erreicht. Diese Angabe konnte nicht unabhängig überprüft werden.

Die USA und Südkorea hatten am Montag ihre größten gemeinsamen Militärübungen seit fünf Jahren gestartet. Sie bezeichneten das zehn Tage dauernde Manöver „Freedom Shield“ („Freiheitsschild“) als Reaktion auf das „veränderte Sicherheitsumfeld“ in der Region infolge der verstärkten Aggressionen Nordkoreas in den vergangenen Monaten.

Nordkorea hatte das Manöver stark kritisiert, wenige Stunden vor dessen Beginn feuerte das international isolierte Land am Sonntag nach eigenen Angaben bereits von einem U-Boot aus zwei strategische Marschflugkörper ab. Am Dienstag startete Pjöngjang zudem zwei ballistische Kurzstreckenraketen.

Südkorea: Verstärkte Zusammenarbeit mit USA und Japan

Die militärischen Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben sich zuletzt drastisch verschärft. Die kommunistische Führung in Pjöngjang droht immer wieder mit einer militärischen Eskalation in der Region. Angesichts der anhaltenden Provokationen Nordkoreas haben Südkorea und die USA ihre Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich verstärkt.

Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol traf unterdessen am Donnerstag zu einem Besuch in Japan ein. Dabei sollten Nordkoreas Raketen- und Atomprogramme im Mittelpunkt der Gespräche stehen. Es ist das wichtigste Gipfeltreffen beider Länder seit zwölf Jahren. Tokio und Seoul versuchen derzeit, ihre Beziehungen zu verbessern, die durch die 35-jährige Kolonialherrschaft Japans von 1910 bis 1945 belastet sind. (afp/red)



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