8. Januar 2019. Irakische Kurden inspizieren einen Krater, der angeblich von einer iranischen Rakete verursacht wurde, die auf irakische Stützpunkte mit US-Ttruppen in der irakisch-kurdischen Stadt Bardarash abgefeuert wurde.Foto: AFP via Getty Images

Irak wurde über geplante Bombardierung informiert – Irakische Offizielle lehnen Souveränitätsverletzung ab

Epoch Times8. Januar 2020 Aktualisiert: 8. Januar 2020 16:55
Die iranische Regierung hat den Irak kurzfristig vor den Raketenangriffen auf US-Stützpunkte im Irak gewarnt. Die irakische Regierung betonte indes erneut, dass sie jegliche Verletzung ihrer Souveränität ablehne, ohne sich direkt auf die iranischen Angriffe zu beziehen. Andere irakische Offizielle wurden deutlicher.

Die irakische Regierung ist nach eigenen Angaben vom Iran darüber informiert worden, dass in der Nacht zum Mittwoch Raketenangriffe auf Militärstützpunkte zu erwarten seien. Der Iran habe „nach Mitternacht“ in einer „Verbalnote“ mitgeteilt, dass „als Antwort auf die Ermordung“ des iranischen Generals Kassem Soleimani durch das US-Militär die Angriffe „bereits begonnen haben oder bald beginnen werden“, heißt es in einer Erklärung der Regierung in Bagdad, die elf Stunden nach den Angriffen veröffentlicht wurde. „Zur gleichen Zeit“ sei von Seiten der USA ein Hinweis auf die Angriffe eingegangen.

Die Führung in Bagdad hat die iranischen Raketenangriffe auf US-Militärstützpunkte im Irak verurteilt. Dabei setzten Präsident Barham Saleh, Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi und Parlamentspräsident Mohammed al-Halbusi am Mittwoch aber unterschiedliche Akzente: Das Amt des Regierungschefs vermied einen Verweis auf die iranischen Angriffe, als es „jede Verletzung“ der irakischen Souveränität ablehnte.

Der Parlamentspräsident sprach hingegen ausdrücklich von einer „Verletzung der irakischen Souveränität durch den Iran“. Präsident Saleh warnte davor, der Irak könne in ein „Schlachtfeld“ verwandelt werden. Der geschäftsführende irakische Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi sei in Kontakt mit Partnern im In- und Ausland, um einen „offenen Krieg“ zu verhindern.

Die Angriffe

Die iranischen Raketenangriffe trafen den Stützpunkt Ain al-Assad – die größte Luftwaffenbasis im Irak mit Präsenz von US-Soldaten – und den Stützpunkt Harir in Erbil in der nordirakischen Kurdenregion.

Das irakische Parlament hat sich nach dem Tod Soleimanis für einen Abzug aller ausländischen Truppen aus dem Irak ausgesprochen. Die Regierung in Bagdad hat dazu noch keine Entscheidung getroffen. Die Nato gab am Dienstag bekannt, dass ein Teilabzug der Nato-Soldaten aus dem Irak bevorstehe.(afp)

 



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