Antonio Vitorino (l), Chef der Organisation für Migration (IOM), und Filippo Grandi, Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) bei der Vorstellung des UN-Weltflüchtlingsberichts.Foto: Kay Nietfeld/dpa

UN fordern Europäer zu „Rettungsaktionen“ im Mittelmeer auf – Rückführungen nach Libyen sollen gestoppt werden

Epoch Times12. Juli 2019 Aktualisiert: 12. Juli 2019 11:10
Ist das der Startschuss zur bedingungslosen Umsetzung des UN-Migrationspaktes? Die Uno fordert die Europäer zum Umdenken bei der sogenannten Rettung von Menschen auf. Die Situation für Flüchtlinge und Migranten in Libyen sei unhaltbar.

Die unhaltbaren Zustände für Flüchtlinge und andere Migranten in Libyen müssen die Europäer und andere Aufnahmeländer nach Überzeugung der Vereinten Nationen zum Umdenken zwingen.

Die Europäer sollten ihre eingestellten Such- und Rettungsaktionen im Mittelmeer wieder aufnehmen und die Migranten in sichere Häfen bringen, verlangten der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR), Filippo Grandi, und der Chef der Organisation für Migration (IOM), Antonio Vitorino am Donnerstagabend in einer Erklärung in Genf. Zudem seien dringend mehr Aufnahmeplätze für in Libyen Gestrandete nötig.

Rückführungen nach Libyen soll gestoppt werden

Die Rückführung von Migranten nach Libyen, die auf dem Mittelmeer gerettet werden, müsse gestoppt werden. Libyen sei ein gefährliches Pflaster. Eine Tragödie wie der Tod von mehr als 50 Migranten, die vergangene Woche bei einem Raketeneinschlag im Internierungslager Tadschura östlich von Tripolis umkamen, dürfe sich nie wiederholen. Die Gegend ist seit Beginn der Offensive von General Chalifa Haftar, der die Regierung in der Hauptstadt stürzen will, heftig umkämpft.

Nach Angaben von UNHCR und IOM halten sich in Libyen rund 50.000 registrierte Flüchtlinge und Asylsuchende auf, ebenso wie 800.000 weitere Migranten. Flüchtlinge sind nach UN-Definition Menschen, die vor Gewalt oder Verfolgung flüchten, andere Migranten suchen ein besseres Leben im Ausland. Alle diese Menschen müssten besser davor geschützt werden, in die Hände von Menschenschmugglern zu fallen, verlangten Grandi und Vitorino. (dpa)


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