US-Präsident Donald Trump verweist während einer Pressekonferenz auf Chinas niedrig angegebene Sterblichkeitsrate.Foto: Sarah Silbiger/Getty Images

Weißes Haus: Chinas Daten zur Sterblichkeitsrate erscheinen sehr unrealistisch

Von 20. April 2020 Aktualisiert: 21. April 2020 10:38
Bei einem Corona-Briefing im Weißen Haus erklärte Trump, er glaube, dass die Sterblichkeitsrate in China viel höher und die höchste der Welt sei. Belgien hat derzeit 45,2 Sterbefälle pro 100.000 Einwohner – China gibt 0,33 an.

US-Präsident Donald Trump deutete an, die Beziehungen der Vereinigten Staaten zu China nach dem Ausbruch des KPCh-Virus – allgemein bekannt als SARS-CoV-2 – neu zu bewerten.

„Unsere Beziehung zu China war gut, bis sie dies taten. […] wir haben gerade ein Handelsabkommen abgeschlossen, bei dem China jährlich 250 Milliarden US-Dollar für unsere Produkte ausgeben wird […] 40 bis 50 Milliarden Dollar von den Bauern. Dann hat man plötzlich davon [dem Virus] gehört“, sagte Trump während eines Briefings der Corona Task Force des Weißen Hauses.

Es kam die Frage auf: Würden Sie auf China wütend sein? Die Antwort ist möglicherweise ein sehr aussagekräftiges ‚Ja‘.“

„Aber es kommt darauf an. War es ein Fehler, der außer Kontrolle geraten ist? Oder wurde es absichtlich gemacht? In jedem Fall hätten sie uns reinlassen sollen.“ Trump weiter: „Wir baten sehr früh darum, reinzugehen, doch sie wollten uns nicht reinlassen“. Er bezog sich dabei auf die Weigerung der chinesischen Führung, ein US-Expertenteam in der frühen Phase der Epidemie nach Wuhan einreisen zu lassen.

Großbritannien, Frankreich

Vergangene Woche (16.04.) erklärte der britische Außenminister und stellvertretende amtierende Premierminister Dominic Raab, dass die Beziehung Großbritanniens zu Peking nach Ende der Corona-Pandemie nicht mehr „business as usual“ sein würde.

„Es muss unbedingt ein sehr, sehr gründliches Nachforschen nach diesem Ereignis und eine Analyse der Lehren, einschließlich des Ausbruchs des Virus, erfolgen“, sagte Raab auf einer Pressekonferenz in London. China müsse darlegen, „wie es dazu kam und wieso es nicht früher gestoppt werden konnte“, so Raab. „Nach dieser Krise können wir nicht zur Tagesordnung übergehen.“

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron äußerte sich kritisch gegenüber Chinas Umgang mit der Pandemie. Der „Financial Times“ sagte der französische Präsident: „Es sind offensichtlich Dinge geschehen, von denen wir nichts wissen.“ Dabei betonte er die Unterschiede zwischen Ländern, in denen Informationen frei fließen, und solchen, in denen die Wahrheit unterdrückt werde. „Angesichts dieser Unterschiede, der getroffenen Entscheidungen und dessen, was China heute ist, was ich respektiere, sollten wir nicht so naiv sein und sagen, dass es viel besser damit umgegangen ist“, so Macron.

Offizielle Fälle: 2,4 Millionen Infizierte

Das KPCh-Virus, das die Krankheit COVID-19 verursacht, wurde mit mindestens 159.510 Todesfällen weltweit in Verbindung gebracht. Laut offiziellen Regierungsdaten, die von der Johns Hopkins Universität zusammengeführt wurden, sind bisher über 2,4 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert.

Die Zahlen werden von vielen als ungenau angesehen. Viele Regierungen verzögerten die Datenerhebung. Weiterhin wird vermutet, dass die chinesische Regierung in Bezug auf bekannte Fälle und Todesfälle deutlich zu geringe Zahlen berichtet hat.

Die Daten zeigen, dass es in den Vereinigten Staaten über 760.000 bestätigte Fälle und 35.314 Todesfälle gibt.

Chinas zweifelhafte Angaben

Während einer Pressekonferenz der Corona Task Force bezweifelte Dr. Deborah Birx, die auf Immunologie, globale Gesundheit und Impfstoffforschung spezialisierte Pandemie-Koordinatorin des Weißen Hauses, die Daten des chinesischen Regimes über den Ausbruch des KPCh-Virus. Sie verwies auf einen Rückgang der Sterblichkeitsraten in mehreren Ländern.

Den Daten zufolge haben Belgien und Spanien mit 45,2 bzw. 42,81 Sterbefällen pro 100.000 Einwohner die höchsten Mortalitätsraten zu verzeichnen. Die Sterblichkeitsraten für andere Länder: 37,64 Italien, 27,92 Frankreich, 21,97 das Vereinigte Königreich und 20,14 die Niederlande.

Die Sterblichkeitsraten für die Vereinigten Staaten und Deutschland – 11,24 bzw. 5,25 – liegen am unteren Ende der Skala.

Die gemeldete Sterblichkeitsrate Chinas fällt mit 0,33 jedoch verdächtig niedrig aus (siehe Bild oben).

Ich habe die Daten aus China angegeben, damit Sie im Kern sehen können, wie unrealistisch dies sein könnte“, sagte Birx.

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Kürzlich wurden die Daten aus China revidiert

Die Daten aus China beinhalten die kürzlich revidierten Zahlen der kommunistischen Führung aus Wuhan. Am 17. April erhöhten die Behörden von Wuhan ihre Berichte über die Zahl der Todesopfer um 1.290 auf 3.869 Fälle. Die Behörden erklärten, unter den neu hinzugekommenen Virus-Opfern seien auch einige, die zu Hause gestorben seien.

Trotz der Revisionen bezweifelte Birx jedoch, dass die Sterblichkeitsrate in China niedriger sei als in Großbritannien, Frankreich, Belgien, Italien oder Spanien – da China ebenfalls über hoch entwickelte Gesundheitsversorgungssysteme, außergewöhnliche Ärzte, Krankenschwestern und Ausrüstung verfügen würden.

Trump fügte hinzu, er glaube, dass die Todesrate in China viel höher und die höchste der Welt sei: „China ist mit Abstand die Nummer eins. Sie sind uns in Bezug auf die Zahl der Todesfälle weit voraus“. Er fügte hinzu: „Es [Chinas angegebene Zahl an Todesfällen] ist nicht einmal nahe dran.“

Cathy He hat zu diesem Bericht beigetragen. Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von rm)
Originalartikel: Trump Suggests Re-Evaluating Relationship With China as Top Doctor Debunks Regime’s Data