ARD-Mitarbeiter hat es satt: „Ich kann nicht mehr“

Von 6. Oktober 2021
Ole Skambraks arbeitet seit zwölf Jahren als redaktioneller Mitarbeiter und Redakteur beim „Südwestrundfunk“. Schonungslos übt er Kritik an der Corona-Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

„Ich habe all meinen Mut zusammengenommen und einen Brief geschrieben“, twittert Ole Skambraks. Er ist Redakteur im Programm-Management/Sounddesign beim öffentlich-rechtlichen Sender SWR2.

„Ich kann nicht mehr schweigen. Ich kann nicht mehr wortlos hinnehmen, was seit nunmehr anderthalb Jahren bei meinem Arbeitgeber, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk passiert“, schreibt er in einem offenen Brief, den das Online-Magazin „Multipolar“ veröffentlicht hat. Der von Politik und Medien propagierte Weg aus der Pandemie entpuppe sich als „Dauerimpfabonnement“.

„Wissenschaftlerinnen, die einen anderen Umgang mit Corona fordern, bekommen immer noch keine adäquate Bühne bei den öffentlich-rechtlichen Medien, wie die zum Teil diffamierende Berichterstattung zur Aktion #allesaufdentisch wieder gezeigt hat“, so Skambraks.

Die deutlichsten Kritiker müssten mit Hausdurchsuchungen, Strafverfolgung, Kontosperrung, Versetzung oder Entlassung rechnen, bis hin zur Einweisung in die Psychiatrie. Auch wenn es sich um Meinungen handele, deren Positionen man nicht teilte – in einem Rechtsstaat dürfe es so etwas nicht geben.

Er schreibt: „Wir werfen uns scheinbare Fakten um die Ohren, aber können uns nicht mehr zuhören. Verachtung tritt an die Stelle von Verständnis, das Bekämpfen der anderen Meinung ersetzt Toleranz. Grundwerte unserer Gesellschaft werden hopladihop über Bord geworfen. Hier sagt man: Menschen, die sich nicht impfen wollen, seien bekloppt, dort heißt es: ‚Schande über die Schlafschafe‘.“

Offener Diskurs der Meinungen und wissenschaftliche Erkenntnisse gefordert

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse „den Dialog fördern zwischen Maßnahmenbefürwortern und Kritiker/innen, zwischen Menschen, die Angst haben vor dem Virus, und Menschen, die Angst haben, ihre Grundrechte zu verlieren, zwischen Impfbefürworterinnen und Impfskeptikern.“

Doch seit anderthalb Jahren habe sich der Diskussionsraum erheblich verengt. Jegliche Informationen, Beweise oder Diskussionen, die im Gegensatz zum offiziellen Narrativ stünden, würden unterbunden.

„Wissenschaftler und Experten, die in der Zeit vor Corona respektiert und angesehen waren, denen Raum im öffentlichen Diskurs gegeben wurde, sind plötzlich Spinner, Aluhutträger oder Covidioten“, so Skambraks. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk habe einen großen Anteil an der Spaltung der Gesellschaft, die ihresgleichen suche.

Seiner Verantwortung, Brücken zwischen den Lagern zu bauen und Austausch zu fördern, komme der Öffentlich-Rechtliche immer seltener nach. „Wir können uns der ‚Realität‘ immer nur annähern“, so der Vollblut-Journalist – „und das geht nur in einem offenen Diskurs der Meinungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse.“

Skambraks nennt 13 offene Fragen, die bis heute weder von der Politik noch von den gängigen Medien fundiert beantwortet wurden. Darunter:

  • Warum steht im neuen Infektionsschutzgesetz, dass das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit und die Unverletzlichkeit der Wohnung fortan eingeschränkt werden können – auch unabhängig von einer epidemischen Lage?
  • Warum müssen sich Menschen, die bereits Covid-19 hatten, noch mal impfen, obwohl sie mindestens genauso gut geschützt sind wie geimpfte Menschen?
  • Warum steht in einem Gutachten, erstellt für das Bundesgesundheitsministerium, dass die Auslastung der Krankenhäuser im Jahr 2020 durch Covid-19-Patienten nur 2 Prozent betragen hat?
  • Warum werden Menschen mit schweren Impfnebenwirkungen nicht im gleichen Maß porträtiert wie 2020 Menschen mit schweren Covid-19-Verläufen?

Ein Ketzer, der Hochverrat begeht

Sein Befund: „Was gerade stattfindet, ist kein aufrichtiger Kampf gegen ‚fake news‘. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass jegliche Informationen, Beweise oder Diskussionen, die im Gegensatz zum offiziellen Narrativ stehen, unterbunden werden.“

Millionenfach würden Inhalte zu Corona-Themen gelöscht: „Facebook und Co. sind private Unternehmen und können deshalb entscheiden, was auf ihren Plattformen publiziert wird. Aber dürfen sie damit auch den Diskurs steuern? Der öffentlich-rechtliche Rundfunk könnte einen wichtigen Ausgleich schaffen, indem er einen offenen Meinungsaustausch gewährleistet. Doch leider Fehlanzeige!“



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