BAMF-Chef: Asylsuchende können nicht dauerhaft in Armut leben – Deutschland muss handeln

Epoch Times27. November 2019 Aktualisiert: 8. Dezember 2019 13:12
"Viele der Flüchtlinge von damals stehen heute in Jobs - allerdings die allermeisten im Niedriglohnsektor. Das kann nicht gut für die Gesellschaft sein", meint Hans-Eckhard Sommer.

Der Präsident des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Hans-Eckhard Sommer, hat davor gewarnt, dass Asylsuchende in Deutschland dauerhaft in Armut leben könnten.

„Viele der Flüchtlinge von damals stehen heute in Jobs – allerdings die allermeisten im Niedriglohnsektor“, sagte Sommer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben).

„Das kann nicht gut für die Gesellschaft sein, wenn die Menschen dauerhaft in Deutschland bleiben sollen. Es droht dann nämlich die Gefahr, dass viele der niedrig bezahlten Migranten und Flüchtlinge in prekären Verhältnissen verharren und später in Altersarmut abrutschen.“

Belastung für Behörden und Kommunen

Hier müsse Deutschland handeln und „die Migration in den Niedriglohnsektor in Deutschland künftig deutlich reduzieren“, ergänzte der BAMF-Präsident. Zugleich hob Sommer hervor, dass die Asylkrise von 2015 und 2016 vorbei sei.

„Ich weiß nicht, ob andere Staaten in der Welt diese Leistung von 2015 und 2016 hätten vollbringen können. Deutschland hat Hunderttausende Schutzsuchende innerhalb weniger Monate aufgenommen. Allerdings gehörten eine ganz erhebliche Kraftanstrengung dazu und eine massive Belastung aller betroffenen Behörden und Kommunen.“ Sommer ergänzte: „Was noch Jahre brauchen wird, ist die Integration der Menschen.“ (dts)

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