Berliner Silvesterfeier mit Zone für sexuell belästigte Frauen – Wendt: „Eine verheerende Botschaft“

Epoch Times29. Dezember 2017 Aktualisiert: 30. Dezember 2017 7:02
Zwei Jahre nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht wird auf der Silvesterparty am Brandenburger Tor eine Sicherheitszone für sexuell belästigte Frauen eingerichtet. DPolG-Vorsitzender Rainer Wendt kritisierte eine solche Zone.

Zwei Jahre nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht wollen Polizei und Ordnungskräfte in der Nacht zum 1. Januar in vielen großen Städten vermehrt Präsenz zeigen. So auch in Berlin.

Die große Silvesterfeier am Brandenburger Tor wird wie in den vergangenen Jahren besonders geschützt werden.

Es gibt laut Ankündigungen der Polizei Betonpoller, Barrikaden oder andere Absperrungen wie quergestellte Polizeiwagen an den Zufahrtsstraßen. Die Fahrzeuge der Lieferanten werden kontrolliert und das ganze Gelände auf der Straße des 17. Juni ist umzäunt.

Die Besucher der Feier sollen ebenfalls streng kontrolliert werden. Große Taschen oder Koffer sind verboten. Polizisten in Zivil und private Wachleute werden in der Partymenge unterwegs sein.

Zudem wird am Brandenburger Tor eine Sicherheitszone für sexuell belästigte Frauen eingerichtet. Zur „Party des Jahres“ werden Hunderttausende Menschen erwartet.

Um Vorfällen wie denen in der Silvesternacht 2015/2016 vor dem Kölner Dom entgegenzuwirken, wird es in diesem Jahr eine „Women´s Safety Area“ geben, berichtet die „Berliner“-Zeitung.

Der Bereich wird demnach vom Veranstalter und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) – auf Wunsch der Polizei – angeboten. Frauen, die Opfer eines Sexualdeliktes wurden oder sich belästigt fühlen, sollen sich in dieser Zone melden.

„Eine verheerende Botschaft“

Der Zeitung zufolge befindet sich die Zone im südlichen Bereich der Ebertstraße Süd/Platz des 18. März. Zudem heißt es: Betroffene sollen sich im Gefahrenfall immer an die Polizei vor Ort wenden.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat die Schaffung der Schutzzone indes kritisiert. Die Einrichtung einer solchen Zone sende „eine verheerende Botschaft“, sagte der DPolG-Vorsitzende Rainer Wendt der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Samstag.

„Damit sagt man, dass es Zonen der Sicherheit und Zonen der Unsicherheit gibt“. Das sei „das Ende von Gleichberechtigung, Freizügigkeit und Selbstbestimmtheit“. (so/afp)

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