Brandanschläge auf Polizeifahrzeuge in Thüringen – Erfurter Landesregierung schweigt

Epoch Times6. May 2018 Aktualisiert: 6. Mai 2018 19:46
In Erfurt kam es zu mehreren versuchten Brandanschlägen auf Polizeifahrzeuge. Eine Stellungnahme der thüringischen Landesregierung und eine öffentliche Verurteilung blieben bislang aus, kritisiert der GdP-Landesvorsitzende Christ.

Die Gewerkschaft der Polizei zeigt sich enttäuscht über die fehlende öffentliche Verurteilung durch die rot-rot-grüne Landesregierung in Thüringen zu versuchten Brandanschlägen im Umfeld des 1. Mai auf Polizeifahrzeuge in Erfurt. Jedoch blieb eine Reaktion der rot-rot-grünen Landesregierung unter Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) bislang aus, berichtet „Focus“.

Bereits am 27. April gab es lt. Pressemitteilung der Polizei einen versuchten Brandanschlag auf Einsatzfahrzeuge der Bundespolizei Erfurt. Am Montag darauf, dem 30. April 2018 stellten Beamte einen Kleinbrand an der Grundstücksumfriedung der Bereitschaftspolizei Thüringen in Erfurt fest.

Dabei bemerkten die Polizisten, dass der Zaun sowie zwei Einsatzfahrzeuge der Polizei mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen und anschließend in Brand gesetzt wurden. Durch die zügig eingeleiteten Löschmaßnahmen der Beamten vor Ort konnte das Übergreifen der Flammen auf die Fahrzeuge verhindert werden.

Angriff auf Polizeiauto ist nicht gleichzusetzen mit Angriff auf Flüchtlingsheim

Es sei „natürlich bedauerlich“, wenn Brandanschläge auf Polizeifahrzeuge verübt würden, so Oliver Löhr, Sprecher des Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales, gegenüber „Focus“. Allerdings sehe er den Angriff auf ein Polizeiauto jedoch nicht auf einer Stufe mit den Angriffen auf Flüchtlingsheimen, bei denen die Bewohner verletzt werden könnten.

Da gleich nach einer Stellungnahme der Regierung zu rufen „ist ein bisschen hochgegriffen – das ist kein Angriff auf ein Asylbewerberheim“. Man müsse jetzt die Ermittlungsergebnisse abwarten, so Oliver Löhr weiter.

Bisher gibt es keine Hinweise auf mögliche Täter. Kai Christ, GdP-Landesvorsitzender in Thüringen, hält jedoch einen „politisch motivierten Hintergrund“ für möglich.

„Am 1. Mai ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Links- und Rechtsextremen gekommen. Möglicherweise wollten Leute aus dem linken Spektrum auf diese Art zeigen, dass sie nicht mit unserer Arbeit einverstanden sind“, so der GdP-Vorsitzende. (er)

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