Huawei-Company.Foto: iStock

Die schleichende Unterwanderung durch die KP Chinas in Deutschland

Von 19. September 2021 Aktualisiert: 20. September 2021 8:07
Drei von vier Leitern eines Forschungsinstituts an der renommierten Cambridge University haben Verbindungen zum KPC-nahen Techkonzern Huawei, berichtet die „London Times“. Huawei sponsert ebenfalls CDU, SPD und FDP.

Der Telekommunikationskonzern Huawei steht wegen enger Verbindungen zur Kommunistischen Partei Chinas (KPC) in der Kritik. Huawei-Begründer Ren Zhengfei ist ein ehemaliger Offizier der chinesischen Volksbefreiungsarmee, viele Huawei-Mitarbieter haben ebenfalls Verbindungen zur kommunistischen Volksbefreiungsarmee.

Wie die „London Times“ enthüllt, haben drei von vier Direktoren des Cambridge Centre for Chinese Management (CCCM) Verbindungen zu Huawei. Der Hauptvertreter des CCCM ist ein ehemaliger Vizepräsident von Huawei, berichtet die „Times“, der auch von der Zentralregierung in Peking bezahlt wird. Berichten zufolge werden 20 Universitäten in Großbritannien mit 40 Millionen Pfund (fast 50 Millionen Euro) finanziert.

Das Vereinigte Königreich, Schweden und die USA haben Huawei wegen Sicherheitsbedenken vom Ausbau ihres 5G Netzes ausgeschlossen, Frankreich neigt ebenfalls dazu, das zu tun. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will jedoch entgegen dem Druck aus der eigenen Partei mittels des „IT-Sicherheitsgesetzes“ Huawei den Zugang zur kritischen deutschen IT-Infrastruktur „unter strengen Auflagen“ ermöglichen.

Dabei wurden die Parteitage der CDU, SPD und FDP 2019 von Huawei gesponsert.

CDU Parteitage werden mindestens seit 2016 von Huawei mit Info-Ständen gesponsert, darunter der CDU-Parteitag in Leipzig 2019, der CSU-Parteitag 2019 in der Münchener Olympiahalle und der „Deutschlandtag“ der Jungen Union 2019 in Saarbrücken, wo man sich „seine Initialen in farbige Huawei-Socken sticken lassen konnte“, so die „Bild“-Zeitung.

Zufällig wurde auf dem CDU-Parteitag in Leipzig 2019 ein Antrag des CDU-Außenpolitikers Norbert Röttgen zum Ausschluss von Huawei aus den deutschen IT-Netzen abgewehrt.

Zuletzt wurde der Landesparteitag der CDU in Baden-Württemberg 2021 von Huawei gesponsert, ein Zeichen, das sogar die „Welt“ „fatal“ nannte. Der Zeitung zufolge legt die CDU die exakte Höhe ihres Huawei-Sponsorings nicht offen, im Gegensatz zur SPD, die „rund 20.000 Euro von Huawei für ein Parteitagssponsoring bekommen“ habe, so die „Welt“.

Huawei hatte 2019 den SPD-Parteitag in Berlin gesponsert und durfte an einem Info-Stand „Überraschungen“ verteilen, so das „Recherchenetzwerk Deutschland“.  „Am Stand gab es neben Pflastern („Immer bestens verbunden“), Traubenzucker und anderen nützlichen Nothelfern auch Adventskalender für die Delegierten“, hieß es.

Huawei zahlte dafür 20.100 Euro und war damit nach VW der größte SPD-Sponsor 2019.

Den FDP-Parteitag 2019 eröffnete Parteichef Christian Lindner sogar mit einer Rede auf Chinesisch: „Die Gesellschaft und die Wirtschaft ändern sich. Wir müssen Schritt halten. Und nach Lage der Dinge werden unsere Kinder zukünftig nicht nur Englisch, sondern auch Chinesisch lernen müssen.“

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, trat Huawei auch als einer der Sponsoren des FDP-Parteitages 2019 auf, wie auf einem Aufsteller zu erkennen war. Die Höhe der Finanzierung war nicht bekannt.

Das deutsche Hauptquartier von Huawei befindet sich in Düsseldorf, unweit der Staatskanzlei von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. 2019 trat Huawei als Sponsor des „Campfire Festivals“ der „Faktenchecker“ von „Correctiv“ auf, die ihre Tagung auf der Wiese vor dem Landtag NRW abhalten durften.

Laschet traf sich 2018 mit dem chinesischen Botschafter Shi Mingde und sah noch „viel Potenzial, die Zusammenarbeit im beiderseitigen Interesse und Nutzen zu vertiefen“ – zum Beispiel bei der Digitalisierung, der Elektromobilität und beim Umwelt- und Klimaschutz, so Laschet. NRW unterhalte „20 Städtepartnerschaften, 200 Hochschulkooperationen und 40 Schulpartnerschaften“ mit dem kommunistischen Regime, so Laschet. „Darauf sind wir sehr stolz.“

Zuerst erschienen auf Freie Welt.



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