Ein Aufsteiger aus Sachsen steht für die Gauland-Nachfolge bereit

Epoch Times27. November 2019 Aktualisiert: 29. November 2019 11:49
Der neue Chef an der Spitze der AfD könnte aus Sachsen kommen. Der Bundestagsabgeordnete ist bestens mit dem im Osten starken rechten "Flügel" vernetzt, wird aber auch in den westlichen Landesverbänden akzeptiert.

Der neue Chef an der Spitze der AfD könnte aus Sachsen kommen: Tino Chrupalla, 44-jähriger Malermeister, steht in den Startlöchern für die Nachfolge von Alexander Gauland.

Er gilt als Kompromisskandidat: Der Bundestagsabgeordnete ist bestens mit dem im Osten starken rechten „Flügel“ vernetzt, wird aber auch in den westlichen Landesverbänden akzeptiert. Ob Chrupalla tatsächlich zum Zug kommt, ist noch offen.

Gauland selbst hat sich noch nicht festgelegt auf eine erneute Kandidatur. Vor dem am Samstag beginnenden AfD-Parteitag sagte er: „Unter normalen Umständen glaube ich nicht, dass ich nochmal antrete.“

Die Parteitagsdynamik könne dies aber erfordern, betonte der 78-Jährige und verwies auf die Vorsitzendenwahl vor zwei Jahren.

Da hatte der „Flügel“ überraschend die damals kaum bekannte – und mittlerweile aus der AfD ausgeschlossene – Doris Sayn-Wittgenstein ins Rennen geschickt, weshalb Gauland kurzentschlossen neben dem Fraktions- auch den Parteivorsitz übernahm.

Kein „Flügel“-Mitglied

Chrupalla ist kein „Flügel“-Mitglied, hat aber beste Kontakte zu dessen Vertretern, vor allem zum sächsischen AfD-Landeschef Jörg Urban. Wohlwollend sieht ihn auch der Brandenburger Landeschef Andreas Kalbitz, der als eigentlicher „Flügel“-Stratege gilt.

Von Höcke sind ebenfalls keine Antipathien bekannt. Dass einer der beiden „Flügel“-Frontmänner selbst kandidiert, wird nicht erwartet. So könnte der Weg frei sein für den AfD-Aufsteiger aus dem Landkreis Görlitz an der polnischen Grenze.

Seine Verankerung im ländlichen Raum im Osten Sachsens hebt der Vater von drei Kindern gerne hervor. „Sicherlich habe ich durch meine Tätigkeit als Handwerksmeister einen guten Umgang mit Personen, mit allen Bevölkerungsschichten, die es gibt“, sagte er im vergangenen Februar dem MDR. „Ich bin bürgernah und weiß auch, woher ich gekommen bin.“

Handwerksmeister

Geboren im sächsischen Weißwasser machte er zunächst eine Ausbildung zum Maler und Lackierer, dann Zivildienst und später die Meisterprüfung im Freistaat.

Viel politische Erfahrung hat Chrupalla nicht. Als Jugendlicher war er für kurze Zeit in der Jungen Union, nach der Wende wählte er nach eigenen Angaben CDU und FDP.

Doch habe ihn die „Arroganz“ der etablierten Parteien gestört, die den Mittelstand zu wenig beachteten. Die Eurokrise habe ein „Umdenken“ bei ihm ausgelöst: 2014 wählte er die gerade gegründete AfD, 2015 trat er in die Partei ein.

Zwei Jahre später landete Chrupalla als Kandidat für die Bundestagswahl 2017 seinen bislang größten Coup: Er holte für die AfD das Direktmandat im Wahlkreis Görlitz – und zwar gegen den damaligen Unionsfraktionsvize und heutigen sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU). Vor der Landtagswahl in Sachsen wurde Chrupalla kurzzeitig als möglicher Spitzenkandidat gehandelt.

Bannon und Chrupalla

Im Bundestag ist Chrupalla Fraktionsvize und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie. Den menschengemachten Klimawandel bezeichnet er als „Hype“. Um die AfD auf 30 Prozent zu bringen, müsse sich die Partei „stärker auf die soziale Frage konzentrieren“, sagte er kürzlich dem rechten Magazin „Compact“.

Vor allem Bundestags-Fraktionschefin Alice Weidel scheint auf ihn zu setzen – für Wahlkampfveranstaltungen mit Chrupalla kam sie im Sommer gleich mehrfach in dessen Heimatregion.

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Auch der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, interessiert sich für den Mann aus Sachsen: Im Mai traf sich Bannon, der eine rechsgerichtete europäische „Bewegung“ plant, mit Chrupalla in Berlin.

Ob der Malermeister aus Ostsachsen den Parteitag in Braunschweig für sich gewinnen kann, bleibt abzuwarten. Konkurrenzlos tritt er jedenfalls nicht an, es werden eine ganze Reihe von Kandidaten erwartet. Dass die von Gauland beschriebene Parteitagsdynamik wieder einmal alle Pläne über den Haufen wirft, ist daher nicht ausgeschlossen. (afp)

 

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