Unterzeichnung der Kapitulationsurkunde am 7. Mai 1945Foto: über dts Nachrichtenagentur

Erika Steinbach: 8. Mai kein „Tag der Befreiung“

Epoch Times19. April 2018 Aktualisiert: 19. April 2018 21:02
"Für alle, die aus dem KZ befreit wurden, war es eine Befreiung. Aber die Hälfte Europas geriet unter Stalin, das war dann keine Befreiung mehr, sondern die wurden geknechtet", erklärt Erika Steinbach.

Erika Steinbach hat gefordert, den Tag der bedingungslosen Kapitulation durch die Wehrmacht am 8. Mai 1945 nicht länger als „Tag der Befreiung“ zu bezeichnen.

Das könne „man nicht machen“, den Tag so zu nennen, sagte die Vorsitzende der Desiderius-Erasmus-Stiftung der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

Sie nahm Bezug auf eine Rede des damaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker im Jahr 1985, in der Weizsäcker von einem „Tag der Befreiung“ gesprochen hatte.

Für alle, die aus dem KZ befreit wurden, war es eine Befreiung. Aber die Hälfte Europas geriet unter Stalin, das war dann keine Befreiung mehr, sondern die wurden geknechtet.“

Die von Steinbach geführte Erasmus-Stiftung soll nach dem Willen des AfD-Bundesvorstandes Ende Juni auf einem Bundesparteitag als parteinahe Stiftung der AfD anerkannt werden. Sie will sich noch 2018 um Bundesmittel für die Stiftung bemühen:

Aber wir werden da keine große Summe beantragen, sondern das, was wir auch verbrauchen können“.

Wird die Erasmus-Stiftung offiziell als parteinahe Stiftung anerkannt, kann die AfD wie die anderen im Bundestag vertretenen Parteien von staatlichen Mitteln profitieren. Weiterhin können private Geldgeber über die Stiftung die Partei unterstützen, ohne als offizielle AfD-Spender aufzutauchen.

FDP: Wieso sollte die Stiftung gefördert werden?

Die Parlamentarischen Geschäftsführer von FDP, Grünen und Linkspartei kündigten bereits Widerstand an.

FDP-Parlamentsgeschäftsführer Marco Buschmann sagte der „FAZ“, er stehe einer „Förderung der Stiftung noch in dieser Legislaturperiode skeptisch gegenüber“. In der Vergangenheit habe der Ersteinzug in den Bundestag nicht als Begründung ausgereicht, um diese Zuwendungen zu beziehen:

Mir erschließt sich nicht, warum die AfD hier eine Sonderbehandlung genießen sollte.“

Für die Grünen sagte Britta Haßelmann der Zeitung, es gebe „keinen Automatismus“ für die AfD, Geld zu erhalten. Auch die parteinahe Stiftung der Grünen habe mehrere Jahre warten müssen. Hier sei nun „Ruhe und eine sachliche Prüfung angesagt und keine Schaumschlägerei und Opferrolle“, sagte Haßelmann.

Linken-Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte sagte: „Die jüngeren politischen Stiftungen wurden erst mehrere Jahre nach dem Einzug der jeweiligen Fraktionen in den Bundestag unterstützt.“ Wenn Steinbach „schon in dieser Legislaturperiode Mittel einfordern will, verlangt sie eine Extrawurst“, man werde am „üblichen Verfahren“ festhalten.

Erika Steinbach kündigte in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ an, mit der Stiftung politische Bildungsarbeit „im Sinne der deutschen Leitkultur“ betreiben zu wollen. (dts)

Weitere Artikel:

Ex-CDU-Politikerin Erika Steinbach zur Vorsitzenden der Desiderius-Erasmus-Stiftung gewählt

Die 45 Ziele des Kommunismus zur Errichtung der Weltherrschaft: Schulen, Medien, Kirche, TV, Kunst… kontrollieren – und die UN fördern

Der dunkle Ursprung des Kommunismus: Hass auf die Menschheit, Hass auf die Schöpfung – Ein Spezialeditorial

Wie Angela Merkel mit einer Doppelstrategie das Land nach links rückte



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion