Im Mai sind Europawahlen.Foto: Stadtratte/iStock

Europawahl: Katholiken-Präsident warnt vor Votum für AfD

Epoch Times27. April 2019 Aktualisiert: 28. April 2019 0:48
"Nationales Denken funktioniert nicht mehr", so der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken.

In einem Monat ist Europawahl. Zeit für Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), eine Warnung auszusprechen.

„Die Zeiten, dass wir als Kirche Wahlempfehlungen für Parteien gegeben haben, sind zum Glück vorbei. Aber man kann sehr wohl vor Parteien warnen“, so Sternberg im „Domradio“.

Er warnt vor allen „radikalen Parteien von links und rechts“. Sie seien eine Gefahr für die Demokratie und den europäischen Gedanken. Seine besondere Aufmerksamkeit gilt der AfD. Sternberg sagt:

Ich denke, wir dürfen den Populisten in Europa nicht das Feld überlassen. Es gibt eine ganz einfache Faustregel: Kleine radikale Parteien haben rein mathematisch immer dann viel Erfolg, wenn die Wahlbeteiligung gering ist. Deswegen sollte man zur Wahl gehen und dann eine Vorzugswahl unter den demokratischen Parteien vornehmen, die garantieren, dass dieses Europaprojekt einer stärkeren Einheit weitergeht. Und das hat auch etwas mit Christentum zu tun.“

Dass christlich gesonnene Wähler auf das Boot der AfD aufspringen, davor hat Sternberg keine Angst. Er glaube, jedem dem das Christliche wichtig sei, werde bei einem bloßen Blick auf die Behauptung das Christliche Abendland zu verteidigen, bemerken, dass die Methoden der AfD mit denen die Partei Deutschland verteidigen möchte, höchst unchristlich seien.

Nationales Denken„funktioniert nicht mehr“

Statt auf ein starkes Deutschland zählt Sternberg auf ein „Europa, das uns verbindet und uns gemeinsam geprägt hat – mit einer gemeinsamen Geschichte und einer gemeinsamen Kultur“.

Jeder, der auch nur ein bisschen von Politik begreift und sich ansieht, woher seine eigenen Produkte kommen, wird bemerken, dass man mit nationaler Politik nicht mehr operieren kann“, meint der Katholik.

Der ZdK-Chef hält nichts von einem nationalen Denken. Das „funktioniert nicht mehr“, so Sternberg. (sua)



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