Exfrau und einjährige Tochter mit Messer am Hamburger Bahnhof getötet – Tatverdächtiger beim Haftrichter

Die Tat sorgt für Entsetzen: Ein Mann soll seine kleine Tochter und seine Ex-Frau vor den Augen vieler Zeugen auf einem Bahnsteig erstochen haben. Mitten in Hamburg. Wie geht es nun weiter?

Nach der tödlichen Messerattacke auf ein einjähriges Mädchen und seine Mutter mitten in der Hamburger Innenstadt wird der Ex-Mann der Frau heute dem Haftrichter vorgeführt.

Der 33 Jahre alte Tatverdächtige soll am Donnerstagvormittag seine kleine Tochter und seine Ex-Frau mit einem Messer tödlich verletzt haben – vor den Augen zahlreicher Fahrgäste am Bahnhof Jungfernstieg. Die Tatwaffe wurde in einem Mülleimer gefunden.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen des Familiendramas gehen weiter. „Viele Details sind momentan noch für uns völlig unklar“, hatte Polizeisprecher Timo Zill nach der Tat erklärt. Das Kind starb noch am Tatort. Die mehrfache Mutter, den Angaben zufolge eine 34-jährige Deutsche, erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus.

Der Vater – aus dem westafrikanischen Niger stammend – hatte selbst einen Notruf abgesetzt und wurde wenig später in der Nähe des Tatorts, in der Einkaufsmeile Mönckebergstraße, festgenommen.

„Mich erschüttert die schlimme Tat am Jungfernstieg“, schrieb Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) auf Twitter. „Klar ist: Wenn ein Kind von der Hand erstochen wird, die es schützen sollte, übersteigt das jede vorstellbare Grausamkeit.“

Die evangelische Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs erklärte, man stehe „erschrocken vor dieser Gewalttat“. „Die bislang bekannt gewordenen Umstände der Tat erinnert daran, dass Frauen und Kinder immer noch viel zu oft zu Opfern familiärer Gewalt werden“, betonte sie.

(dpa)

Kommentieren
Werte Leserinnen und Leser,
Ihre Kommentare sind uns willkommen, bitte lesen Sie vorher die Netiquette HIER.
Die Kommentare durchlaufen eine stichprobenartige Moderation.
Beiträge können gelöscht oder Teilnehmer können gesperrt werden.
Bitte bleiben Sie respektvoll und sachlich.

Ihre Epoch Times-Redaktion