Fahrverbote in den Städten: SPD-Politiker warnt vor Kauf von Benzin-Autos

Epoch Times20. Dezember 2018 Aktualisiert: 20. Dezember 2018 9:37
Wenn es nach dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach ginge, würden bald auch Benzinautos in den Innenstädten der Vergangenheit angehören. Deutschland brauche einen "Kohleausstieg und E-Autos", so der SPD-Mann.

Der SPD-Gesundheitspolitiker und Buchautor Karl Lauterbach warnt vor dem Kauf von Benzinmotoren. Diese würden „mehr Klimawandel“ verursachen und würden künftig ebenfalls mit Fahrverboten belegt.

Es müsse „langfristig auch das Ende des Benziners“ kommen, so Lauterbach auf dem Nachrichtendienst Twitter. Benziner setzten „mehr gefährlichen Feinstaub frei als ein Diesel und verursachten mehr Klimawandel“. Deutschland brauche einen „Kohleausstieg und E-Autos“. Lauterbach warnte Dieselfahrzeug-Besitzer bereits im März in einem Interview mit „rp-online“  davor, sich Benzinfahrzeuge zuzulegen.

Lauterbach: Feinstaubfilter wird Vorschrift werden

Nur ganz wenige Modelle würden momentan über einen Feinstaubfilter verfügen. „Der wird in den nächsten Jahren, wenn es um weitere Fahrverbote in den Innenstädten geht, aber unter Garantie Vorschrift werden“, so der SPD-Mann zu „RP Online“.

Nach Lauterbach würde die Dosis-Wirkungsbeziehung zeigen, dass bei 10 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter die Sterblichkeit zwischen 8 und 10 % steigt. Eigene Berechnungen auf der Basis dieser Studie und anderer Studien ließen ihn zu dem Schluss kommen, dass pro Jahr zwischen 140 und 200 Leverkusener an den Folgen des Feinstaubs sterben würden, die im Durchschnitt sonst noch 10 Jahre gelebt hätten.

Diese Berechnung würde auf den bekannten Feinstaubmesswerten in Leverkusen beruhen und einer realistischen Absenkung durch Verkehrsmaßnahmen um durchschnittlich 10 Mikrogramm pro Kubikmeter entsprechen, was etwa einer Senkung des Niveaus um ein Drittel bis zur Hälfte gleichkäme, heißt es auf der Webseite des Politikers.

Verbot würde auch Autofahrer treffen, die gerade ihr Dieselfahrzeug ersetzt haben

Sollte es tatsächlich nach den Diesel-Verboten auch Benziner treffen, würde das zahlreiche Autokäufer treffen, die gerade erst ihren Diesel durch ein Benzinfahrzeuge ersetzt haben.

So dachten Autofahrer könnten sie Innenstadt-Verbote umgehen. Doch neben einigen Politikern arbeitet die vom Bundesumwelt- und Wirtschaftsministerium geförderte Deutsche Umwelthilfe (DUH) daran, die Verbote auch auf Benziner auszuweiten.

Doch nicht nur PKWs stoßen Feinstaubteilchen aus, auch Bus und Bahn, Industrie, Heizungen und andere Quelle. Das Umweltbundesamt (UBA) macht sich daher im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr keine Sorgen: „Lokal und ausschließlich an vom Verkehr beeinflussten Stationen in Ballungsräumen traten in der Vergangenheit gelegentlich Überschreitungen des für das Kalenderjahr festgelegten Grenzwerts von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter (PM10-Mittelwert) auf. Seit 2012 wurden keine Grenzwertüberschreitungen mehr festgestellt“, so das UBA, berichtet der „Focus“. (er)


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