Giffey zu ihrer Vorlage für neue Frauenquote in Vorständen: „Penetranz schafft Akzeptanz“

Epoch Times6. März 2020 Aktualisiert: 6. März 2020 14:33
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will ihre Vorlage zu einer Neuregelung bei der Besetzung von Vorstandsposten mit mindestens einer Quotenfrau durchsetzen. Damit scheitert sie bis jetzt, nicht nur an den Männern, sondern auch an den Frauen in der CDU.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) pocht zum Internationalen Frauentag am Sonntag darauf, dass die Union sich in Sachen Frauenquote in der Wirtschaft bewegt. „Ich appelliere an Männer und Frauen in der Union sich bei diesem Thema zu bewegen“, sagte Giffey den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ (Samstagsausgaben). Sie wolle nicht, dass es dabei bleibe, „dass nur 7,7 Prozent der Vorstandsposten in den Chefetagen der großen deutschen Unternehmen mit Frauen und über 92 Prozent mit Männern besetzt sind“, so die SPD-Politikerin weiter.

„Deshalb enthält unser Gesetz eine Mindestgröße für Frauen in Vorständen: Wenn ein Unternehmen an der Börse ist, mehr als 2000 Mitarbeiter hat und der Vorstand aus mehr als drei Personen besteht, dann wollen wir, dass mindestens eine Frau dabei ist“, sagte Giffey. Die Union wolle dies nicht. Sie habe in der Politik gelernt: „Penetranz schafft Akzeptanz. Man muss nerven“, so die Familienministerin weiter.

Internationaler Frauentag

Auf die Frage, ob der Internationale Frauentag sei wie der Muttertag – Es gibt ein paar Blumen, sonst ändert sich nichts -, antwortete sie: „Blumen sind immer gut. Ich begreife diesen Tag aber als weit mehr – frauenpolitisch, als einen Tag, an dem es um den Kampf für Frauenrechte geht.“ Es gehe darum, „mit der Kraft vieler das Thema weltweit auf die politische Agenda zu setzen“, so die die SPD-Politikerin. Sie verwies darauf, dass in Berlin der Frauentag seit vergangenem Jahr ein Feiertag ist. Das sei „ein sehr wichtiges Signal“ aus der Hauptstadt. „Persönlich fühle ich mich gleichberechtigt“, sagte Giffey den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.

Sie sei „eine Frau in einer Führungsposition und ich arbeite in einem gemischten Team mit Frauen und Männern an den besten Lösungen in unserem Bereich“. Gesellschaftlich gebe es aber „ein deutliches Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern“, so die Familienministerin weiter. Dies betreffe nicht nur die Teilhabe in der Politik oder in der Wirtschaft, es gehe auch ums Geld. „Frauen verdienen im Schnitt 21 Prozent weniger als Männer und bekommen über 50 Prozent weniger Rente. Das kann so nicht bleiben“, so die SPD-Politikerin. (dts)

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