Ein Strommast neben einem Wohngebäude. Symbolbild. OZAN KOSE/AFP via Getty Images

Hälfte der Deutschen spart bei Stromverbrauch und beim Heizen

Epoch Times25. April 2022 Aktualisiert: 25. April 2022 12:40

Seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor zwei Monaten versucht laut einer Umfrage jeder zweite deutsche Haushalt, Energie zu sparen. In einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Digitalverbandes Bitkom sagten 48 Prozent der Befragten, sie gingen bewusster mit Energie um – etwa indem sie weniger Strom verbrauchen, weniger heizen oder auf Ökostrom umgestiegen sind. 47 Prozent gaben aber auch an, seit Kriegsbeginn in dieser Hinsicht alles beim Alten zu lassen.

Die Umfrage wurde im März 2022 gemacht. 16 Prozent der Befragten sagten laut Bitkom, sie hätten den Energieverbrauch stark verändert, 32 Prozent zumindest leicht. „Durch den Krieg in der Ukraine sind viele Menschen zusätzlich motiviert, Energie einzusparen“, erklärte Bitkom-Präsidiumsmitglied Matthias Hartmann.

Dabei könnten „digitale Tools“ helfen: etwa WLAN- oder Funksteckdosen, um Geräte komplett auszuschalten, wenn sie nicht genutzt werden, intelligente Heizkörperthermostate oder intelligente Zähler für Strom, Gas oder Wasser. Laut Umfrage achten 59 Prozent der Energiesparwilligen darauf, dass sie ihre Geräte stets komplett abschalten. 42 Prozent aktivieren demnach vermehrt die Energiesparfunktion bei Geräten wie Laptops oder Monitoren, 22 Prozent reduzieren die Helligkeit von Bildschirmen, um Energie einzusparen.

„Auch kleine Maßnahmen, die den täglichen Komfort nicht einschränken, können in der Summe einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass das Klima geschützt und die Abhängigkeit von russischen Energieimporten verringert wird“, erklärte Hartmann. Dazu gehöre auch, das Licht häufiger ausgeschaltet zu lassen oder den Warmwasserverbrauch zu verringern.

Neun von zehn Deutschen sind laut Umfrage der Meinung, Deutschland müsse so schnell wie möglich unabhängig von russischem Gas werden. Das Tempo der Energiewende bewerten 74 Prozent als zu langsam – das sind drei Prozentpunkte mehr als Anfang 2022. (afp/mf)



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