Haseloff: Volksparteien sind Geschichte – AfD bis auf Weiteres nicht „wegzukriegen“

Epoch Times6. März 2018 Aktualisiert: 6. März 2018 10:12
Traditionelle Volksparteien haben nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Haseloff auf absehbare Zeit keine Zukunft. Die AfD ist seiner Ansicht nach bis auf Weiteres nicht "wegzukriegen".

Traditionelle Volksparteien haben nach Ansicht von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) auf absehbare Zeit keine Zukunft.

„Volksparteien, wie wir sie in Deutschland kannten und in einigen Bundesländern auch noch haben, sind in Europa Geschichte“, sagte Haseloff der „Rheinischen Post“ (Dienstagsausgabe) auf die Frage, ob die Volksparteien angesichts der Verluste für die SPD, aber auch für CDU und CSU ein Auslaufmodell seien.

Er fügte hinzu: „Daran sieht man auch, wie offene Gesellschaften, wie Migration, die Globalisierung und Veränderungen in der Arbeitswelt auch die Parteienlandschaft beeinflusst haben.“

Dass es in Deutschland überhaupt noch Volksparteien in der jetzigen Größe gebe, sei schon ein Erfolg. Er ermahnte deshalb die Union, „beide Flügel weiter gut atmen zu lassen – das Sozialliberale und Christliche ebenso wie das Konservative“.

Die AfD ist seiner Ansicht nach bis auf Weiteres nicht „wegzukriegen“. Die Parteien der demokratischen Mitte müssten befriedend wirken.

Deutschland sei immer noch ein gespaltenes Land. Im Osten hätten die Menschen auch fast 30 Jahre nach dem Mauerfall noch niedrigere Löhne und Renten, geringere Steuereinnahmen und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Das alles habe Auswirkungen. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion