Hessischer LandtagFoto: dts

Hessen will Corona-Impfzentren täglich offen halten – Laborärzte gegen Massenschnelltests

Epoch Times23. November 2020 Aktualisiert: 23. November 2020 22:04

Hessen will die 30 geplanten Corona-Impfzentren täglich von 7 bis 22 Uhr öffnen. Das sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) am Montag. Pro Tag sollen dort 1.000 Impfungen durchgeführt werden, es soll einen automatisierten Terminvergabeprozess geben, sagte Beuth.

Die Details würden noch geklärt. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, vier Millionen Hessen müssten geimpft werden, um einen ausreichenden Schutz in der Bevölkerung zu erreichen. Da vermutlich jeweils zwei Impfungen notwendig seien, rechne man mit einem Zeitraum von acht bis neun Monaten. Klar sei aber auch, dass dies nur ein Plan sei, noch stünde kein Impfstoff zur Verfügung, sagte Bouffier.

Deutsche Laborärzte gegen Massenschnelltests

Die deutschen Laborärzte sprechen sich gegen Massentests nach slowakischem oder südtiroler Vorbild aus und verteidigen die deutsche Teststrategie. Massentests seien immer nur eine Momentaufnahmen und würden die Bevölkerung in falscher Sicherheit wiegen, sagte der Vorsitzende des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Andreas Bobrowski, den Sendern RTL und ntv. „Der deutsche Weg – zum Arzt gehen, dort ärztliche Kriterien anlegen für die Auswahl der Patienten – ist ein wesentlich besserer.“

Es sei effektiver, dass Hausärzte vor dem Test eine Anamnese und eine körperliche Untersuchung durchführten.

Das hat dazu geführt, dass bei zurückgehenden Testzahlen, der Anteil der positiv getesteten Patienten zugenommen hat.“

Ärzte: Besser medizinische Testungen

Eine höhere Trefferquote könne man absolut positiv sehen, betonte Bobrowski mit Blick auf die Massentestungen von Reiserückkehrern, wo man große Mengen von Tests durchgeführt habe, die aber alle negativ waren. Generell habe sich die Situation in den Laboren bezüglich Lieferausfällen und Stopps bei der Wartung von Geräten nicht gebessert.

„Deshalb muss man jetzt vorbeugen und letztendlich nur noch medizinisch indizierte Testungen zulassen.“ (dts)

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