Auffällige Ähnlichkeiten zwischen kommunistischen Propagandaplakaten der sowjetischen Jugend-Massenorganisation „Komsomol“ und Plakaten der Grünen Jugend. Fotos: Twitter und Grüne Jugend (Screenshots)

Kommunistische Propaganda-Symbolik: Grüne Jugend nutzt Plakate sowjetischer Massenorganisation

Epoch Times12. Mai 2021 Aktualisiert: 12. Mai 2021 10:30
Es soll aus Versehen passiert sein, ohne Absicht. Man wählte lediglich Bilder aus einem „Revolution Promoting Set“ für den „Gerechtigkeitskongress“ der Grünen Jugend aus. Der Ursprung aus den Zeiten des mörderischen Sowjet-Kommunismus war den Grafikern der Grünen-Jungorganisation offenbar nicht bewusst.

Die Jugendorganisation der Grünen hat für ihren jährlichen Frühjahrskongress mit Adaptionen von Propaganda-Plakaten der sowjetischen Massenorganisation „Komsomol“ („Kommunistischer Jugendverband“– Kommunisticeski Sojus M0lodjoschi) aus den 30er-Jahren der Sowjetunion geworben, wie die „Bild“-Zeitung berichtet.

Auf Nachfrage bei der Grünen Jugend erklärte ein Sprecher des Bundesverbandes dem Blatt, dass man es bei der „Auswahl der Ästhetik“ an der nötigen Sensibilität habe vermissen lassen und die entsprechenden Posts gelöscht habe. Der Sprecher beteuerte: „Daraus irgendwelche Sympathien für stalinistische Propaganda herzustellen, weisen wir entschieden zurück.“

Man habe einfach nur Motive aus dem „Revolution Promoting Set“ der Adobe-Stock-Sammlung verwendet, die dort ohne kommunistische Schriftzüge kommerziell angeboten werden, so die Erklärung der Grünen Jugend. Laut dem Sprecher habe man nicht gewusst, dass es sich um Motive der kommunistischen Jugend der Sowjetunion handele. Man sei erst durch die Mail der „Bild“ darauf aufmerksam geworden, „dass besagte Organisation vor 90 Jahren ein ähnliches Motiv verwendet hatte“.

Kämpferischer Geist aus der Vergangenheit

Das Motto des grünen Kongresses vom  : „Many struggles, one fight – Gerechtigkeitskongress 2021“ oder übersetzt: „Viele Anstrengungen, ein Kampf“. Auf der Website der „GJ“ wurde dann auch ein Bezug zwischen Gerechtigkeit und einer zeitlich nicht näher formulierten Vergangenheit hergestellt: „Ungerechtigkeit bekommen die meisten von uns jeden Tag zu spüren. Gerechtigkeit hingegen klingt wie ein Wort aus einer vergangenen Zeit.“

Die „Bild“ fragt sich nun: „Doch warum bedient sich die Grüne Jugend bei den Werbeplakaten für ihren ‚Gerechtigkeitskongress‘ ausgerechnet bei der Sowjetunion? Immerhin fielen dem Terror des Regimes Millionen Bürger der Sowjetrepubliken zum Opfer.“

Übrigens: Zu der Frage, warum man den hellhäutigen sowjetischen Mann zu einem dunkelhäutigen Mann auf dem Kongress-Plakat gemacht habe, wollte man sich nicht äußern. (sm)



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